19. Februar 2020 / 16:16 Uhr

Trauer beim 1. FC Wunstorf: Spieler mit nur 30 Jahren nach Training verstorben

Trauer beim 1. FC Wunstorf: Spieler mit nur 30 Jahren nach Training verstorben

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Julian Geppert wurde nur 30 Jahre alt.
Julian Geppert wurde nur 30 Jahre alt. © privat
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Der 1. FC Wunstorf steht unter Schock. Spieler Julian Geppert brach beim Training am Dienstag zusammen und musste per Hubschrauber in die MHH gebracht werden. Der 30-Jährige überlebte die Nacht nicht.

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Landesligist 1. FC Wunstorf steht unter Schock: Am Dienstagabend ist beim Training der Fußball-Mannschaft Julian Geppert auf dem Platz zusammengebrochen. In der Nacht zum Mittwoch verstarb er in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

„Wir können es noch nicht fassen, uns fehlen die Worte“, sagt FC-Sprecher Andreas Schmitz. Passiert war der Vorfall zum Ende der Einheit während eines Trainingsspiels. Plötzlich lag der Spieler auf dem Boden und lief blau an. Seine Mitspieler begannen umgehend mit der Reanimation. Kurze Zeit später traf ein Krankenwagen auf dem Platz im Barne-Sportzentrum ein. Die Rettungssanitäter übernahmen die Wiederbelebung. In der MHH, in die Geppert per Hubschrauber gebracht wurde, stellten die Ärzte gegen 1 Uhr den Tod fest.

Die Ursache ist bislang noch nicht bekannt. „Mit 30 Jahren stand er voll im Saft, es gab nie Auffälligkeiten - vor allem in diesen Tagen. In der Vorbereitung auf die Rückrunde wurde bis vier bis fünf Mal pro Woche trainiert, Julian hat alles mitgemacht“, berichtet Schmitz.

"Jeder mochte ihn, er war sehr freundlich und immer engagiert"

Der Abwehr-Allrounder kam 2009 vom SV Bavenstedt nach Wunstorf. Mit einer halbjährigen Unterbrechung, als er für den TV Badenstedt spielte, war er dem FC durchgehend treu. „Jeder mochte ihn, er war sehr freundlich und immer engagiert. Beispielsweise hat er immer unsere Weihnachtsfeier organisiert“, sagt der FC-Sprecher.

Am Mittwoch stand normalerweise ein trainingsfreier Abend auf dem Programm. Mannschaft und Trainerteam trafen sich aber trotzdem – um miteinander zu sprechen, das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten und in Erinnerung an ihren Mitspieler eine kleine Andacht zu halten. Dass der 1. FC Wunstorf zum Rückrundenauftakt am 1. März in Heeßel mit Trauerflor spielen wird, versteht sich von selbst – sollte es zu dieser Partie kommen. Denn noch wisse man nicht, ob die Spieler bis dahin wieder zum Fußball bereit seien, möglicherweise auch einen Seelsorger benötigten, sagt Schmitz. „Fußball ist jetzt nebensächlich.“ Der Vorstand des 1. FC Wunstorf sagte alle Spiele am Wochenende „ausnahmslos“ ab.