03. November 2019 / 11:02 Uhr

10 Jahre nach Selbstmord von Robert Enke kritisiert Schmadtke: "Es hat sich nichts verändert"

10 Jahre nach Selbstmord von Robert Enke kritisiert Schmadtke: "Es hat sich nichts verändert"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Am 4. November (19 Uhr) wird im Theater am Aegi eine 30-minütige Preview des  NDR-Films „Robert Enke – auch Helden haben Depressionen“ gezeigt, anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion mit Teresa Enke und Uli Hoeneß.
Am 4. November (19 Uhr) wird im Theater am Aegi eine 30-minütige Preview des  NDR-Films „Robert Enke – auch Helden haben Depressionen“ gezeigt, anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion mit Teresa Enke und Uli Hoeneß. © Robert-Enke-Stiftung/Roland Hemstein/Imago Images
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2019 jährt sich der Suizid von Robert Enke zum zehnten Mal. In einem Interview kritisierte VfL Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke den Profi-Fußball, in dem sich nicht viel geändert habe. Am 4. November findet im Theater am Aegi eine Filmpreview und Podiumsdiskussion mit Uli Hoeneß zum Thema statt.

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Am 10.November 2009 nahm sich Nationaltorwart und 96-Keeper Robert Enke das Leben. Einen Tag später erklärte Teresa Enke in einer Pressekonferenz, dass ihr Mann lange Zeit gegen Depressionen gekämpft hatte. VfL Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke, damals Sportdirektor bei Hannover 96, wusste nach eigenen Angaben nichts von der Erkrankung seines Torwarts.

Eine Erinnerung an Robert Enke in Bildern

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Robert Enke: Eine Erinnerung in Bildern ©
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Keine großen Veränderungen im Fußball oder der Gesellschaft

Zehn Jahre nach Enkes Suizid äußerte sich der 55-Jährige nun in einem Interview mit der Welt am Sonntag. Es habe sich in der Welt des Fußballs nichts verändert: "Nicht bei den Medien, nicht bei den Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen. Der Druck ist nach wie vor groß." Er habe keine großen Veränderungen im Fußballgeschäft feststellen können. "Aber auch nicht in der Gesellschaft an sich", erklärte er.

Schmadtke: "Es geht immer höher, immer weiter"

Schmadtke selbst hat seine Lehren aus der Tragödie gezogen. "Ich habe immer einen offenen Umgang gepflegt", meinte er. "Ich höre heute aber das ein oder andere Mal etwas genauer hin." Ein sensiblerer Umgang wurde 2009 angemahnt, der damalige DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärte bei der Trauerfeier für Robert Enke vor fast 40.000 Zuschauern im Niedersachsenstadion, dass Fußball nicht alles sei. Doch Schmadtke kritisiert: "Nur spüre ich zehn Jahre danach nichts davon. Es geht immer höher, immer weiter." Man müsse auch mal sagen können: "Bis hierher ist es gut. Das reicht."

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Preview des NDR-Films "Robert Enke - auch Helden haben Depressionen"

Am Montagabend ab 19 Uhr wird im Theater am Aegi in Hannover passend zum Thema die Preview des 30-minütigen NDR-Films Sportclub Story "Robert Enke - auch Helden haben Depressionen" gezeigt. Anschließend folgt eine prominent besetzte Podiumsdiskussion unter anderem mit Teresa Enke und Uli Hoeneß. „Anlässlich des zehnten Todestages von Robert möchten wir an diesem Abend nicht nur meinem Mann erinnern, sondern genauso für einen natürlichen Umgang mit Menschen in seelischer Not eintreten“, äußerte Teresa Enke,

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