17. Mai 2019 / 22:00 Uhr

100. Bundesligaspiel: RB Leipzig-Keeper Gulacsi feiert in Bremen Jubiläum

100. Bundesligaspiel: RB Leipzig-Keeper Gulacsi feiert in Bremen Jubiläum

Fabian Held
Leipziger Volkszeitung
RB-Keeper Peter Gulacsi steht in Bremen vor seinem 100. Bundesligaspiel. Für die nächsten 100 Partien hat der Ungar ehrgeizige Ziele.
RB-Keeper Peter Gulacsi steht in Bremen vor seinem 100. Bundesligaspiel. Für die nächsten 100 Partien hat der Ungar ehrgeizige Ziele. © Gepa Pictures
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Wie immer ist Peter Gulacsi die Ruhe selbst: In hitzigen Momenten im Spiel, nach der Partie bei den Interviews, jetzt im Trainingszentrum von RB Leipzig. Sachlich spricht der Torwart über seine Saison, seine Leistungen und das anstehende DFB-Pokalfinale

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Leipzig. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) wartet noch Werder Bremen zum letzten Bundesligaspiel der Saison. Für die drittplatzierten Leipziger geht es tabellarisch um die „Goldene Ananas“ (auf dem Hetten-Pokal in Wimbledon steht übrigens wirklich eine goldene Ananas!), allerdings ist das Spiel zumindest für Gulacsi ein besonderes: „Für den Verein ist es das 102. Bundesligaspiel und für mich das 100. Wenn ich das erreicht habe, macht mich das sehr stolz, aber dann geht es auch weiter und ich versuche noch mal 100 Bundesligaspiele zu machen“.

DURCHKLICKEN: Peter Gulacsi bei RB Leipzig

Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  Zur Galerie
Mai 2016: Gulacsi feiert den Aufstieg  ©
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Die Leipziger schielen auch auf ihren Punkte-Rekord. In der ersten Bundesliga-Saison holten sie 67 Zähler, aktuell stehen 66 auf dem Konto. Ein Sieg in Bremen – und der Vereinsrekord wäre geknackt. Das Team sei völlig zu Recht Dritter, findet Gulacsi: „Wir sind aktuell und in dieser Saison einfach die drittbeste Mannschaft in Deutschland. Wenn wir uns nur die Rückrunde anschauen, vielleicht sogar die zweitbeste. Wenn wir diese Entwicklung weiter machen, können wir uns weiter oben festsetzen und etablieren“.

In Leipzig durchgestartet

Der Ungar hat daran einen nicht ganz geringen Anteil. 16 Mal hielt er seinen Kasten sauber, dazu vereitelt er die meisten Großchancen aller Torhüter in der Bundesliga. Der Gedanke, Gulacsi sei derzeit der Beste seines Fachs in der Liga, liegt da nahe. Der 29-Jährige bleibt aber bescheiden: „Torhüter zu vergleichen ist extrem schwer. Es sind nicht die gleichen Bälle, die jeder Torwart auf’s Tor bekommt. Ich versuche die Leistungen zu bringen, die dazu führen, dass wenn die Leute über die besten Torhüter reden, dann auch mein Name fällt.“

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Drei Jahre läuft der Vertrag mit Gulacsi noch – bleibt er auch so lange? Vieles deutet darauf hin, auch wenn der Ungar immer mal davon spricht, gern noch mal in der Premier League spielen zu wollen. Beim FC Liverpool hatte er sich in jungen Jahren nicht durchsetzen können. Nach verschiedenen Leihen landete er über den Umweg Salzburg in Leipzig und startete erst hier so richtig durch.

„Ich bin kein Träumer“

Mittlerweile ist er auch eine feste Größe im Nationalteam Ungarns, stand schon 24 Mal für sein Land zwischen den Pfosten. Ihm sei die Nationalelfe sehr wichtig, sagt Gulasci, auch weil er früher mit seinem Vater jedes Länderspiel besucht habe. Dazu gibt es für ihn noch eine weitere Motivation: „Bei der Europameisterschaft 2020 werden insgesamt vier Spiele in Budapest stattfinden und wenn wir uns qualifizieren würden, würden wir zwei Mal zu Hause spielen. Das ist eine Chance, die für einen Spieler nur einmal im Leben kommt. Wir werden alles tun, um das zu schaffen“.

Nahziel ist das Pokal-Finale gegen die Bayern. „Ich bin kein Träumer, niemand, der zu früh einen Schritt nach vorne geht“, sagt Gulacsi, eine Party ist also nicht geplant. „Wir haben genug Spieler in der Mannschaft, die schnell was organisieren können. Ich bin keiner davon. Ich bin eher der Typ, der lieber erst seine Aufgabe auf dem Platz macht und dann schaut, was passiert.“ Beim 0:0 im Ligaspiel hatte der RB-Torwart erstaunlich wenig zu tun, dafür mangelte es an der Chancenverwertung. Das soll kommenden Samstag besser werden. „Wir hatten gute Umschaltszenen, wo wir vielleicht nicht immer die richtige Entscheidung getroffen haben. Das können wir besser, das haben wir schon gezeigt. Das wird der Schlüssel sein“, sagt der Ungar. Und dann klappt es sicher auch mit der Party.

So wollen sie spielen:

SV Werder: Pavlenka – Friedl, Veljkovic, Moisander, Augustinsson – Sahin – M. Eggestein, Klaassen – Osako, Rashica – Kruse (J. Eggestein).

RB Leipzig: Gulacsi – Klostermann, Konaté, Orban, Halstenberg – Demme – Sabitzer, Kampl – Forsberg – Poulsen, Werner.

Schiedsrichter: Brych (München).

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