21. Oktober 2018 / 12:39 Uhr

100-mal HSV: So tickt Gotoku Sakai

100-mal HSV: So tickt Gotoku Sakai

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gotoku Sakai kam im Sommer 2015 zum Hamburger SV.
Gotoku Sakai kam im Sommer 2015 zum Hamburger SV. © Getty Images
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Jubiläum beim Hamburger SV: Gegen den VfL Bochum bestreitet Gotoku Sakai sein 100. Spiel für den HSV. Sieben Fakten über den Vorzeigeprofi aus Japan.

Seit drei Jahren steht er wie ein Fels im sturmumwehten Team des Hamburger SV: Verteidiger Gotoku Sakai gehört zu den Führungsspielern beim Zweitligisten. Gegen den VfL Bochum bestreitet der ehemalige Nationalspieler sein 100. Pflichtspiel für den HSV. Sieben Fakten über den 27-Jährigen, der 2015 für 1,2 Millionen Euro vom VfB Stuttgart in die Hansestadt kam.

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Feste Größe

Am Anfang dauerte es eine Weile: Erst im zwölften Spiel der Saison 2015/2016 ließ der damalige HSV-Coach Bruno Labbadia Sakai über 90 Minuten spielen. Doch seit diesem Tag ist Sakai eine feste Größe, spielt fast immer die volle Spielzeit und verpasste nie mehr als zwei Spiele am Stück.

Die Mutter ist Deutsche

Der Vater Japaner, die Mutter Deutsche, geboren in den USA: Sakai ist mit verschiedenen Kulturen aufgewachsen. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Japan, spielte dort auch für Junioren- und A-Nationalmannschaft. Seit 2012 lebt er in Deutschland. Seine beiden jüngeren Brüder sind auch Fußballer geworden: Noriyoshi Sakai (25) spielt für Omiya Ardija in der zweiten japanischen Liga,  Goson Sakai (22) für den Lüneburger SK Hansa in der Regionalliga Nord.

Charakter

Sakais Einsatz ist außergewöhnlich. „Er ist extrem diszipliniert“, sagt HSV-Coach Christian Titz. Ein Beispiel: Als Sakai aus dem verlängerten WM-Urlaub zum Team zurückkehrte, konnte er körperlich voll ins Training einsteigen. Sakai hatte im Urlaub mit seinem Personal Coach an der Fitness gearbeitet. Sakai gilt als Führungsspieler, der sich auch mal jüngere Spieler zur Brust nimmt und versucht, sie voranzubringen. Dabei bleibt er aber stets ruhig und verzichtet auf Selbstdarstellung. Titz bezeichnete ihn als „stillen Chef“, der nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga freiwillig auf die Kapitänsbinde verzichtet habe – „damit jemand anders Kapitän wird, der auf dem Platz etwas wortgewaltiger ist“.

Spitzname

Beim HSV rufen sie ihn „Go“.

Lieblingsposition

Sakai kann in der Abwehr alle Positionen spielen, seine Stammposition ist aber hinten rechts. Ausflüge nach vorn sind eher rar. In 99 HSV-Spielen traf Sakai nur einmal, beim 3:1-Sieg am 28. Januar 2017 in Ingolstadt. Dazu kommen insgesamt vier Torvorlagen.


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Kein Nationalspieler mehr

42-mal lief Sakai für die japanische Nationalmannschaft auf. Nach der 2:3-Niederlage im WM-Achtelfinale gegen Belgien war Schluss – auch hier auf eigenen Wunsch: „Ich denke, es ist Zeit, Platz für jüngere Spieler zu machen“, begründete der 27-Jährige damals seinen Rücktritt.

Die Marktwerte der HSV-Spieler (Saison 2017/18) nach dem Abstieg (Quelle: Transfermarkt.de):

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Technik statt Körpergröße

Mit 1,76 Metern ist Sakai für einen Verteidiger eher klein (ebenso wie der fast gleich große HSV-Linksverteidiger Douglas Santos). Das macht der Japaner mit ausgezeichneter Technik wieder wett.