25. August 2020 / 15:54 Uhr

11:9 im Match-Tiebreak: Silvia Thölert verteidigt ihren Titel

11:9 im Match-Tiebreak: Silvia Thölert verteidigt ihren Titel

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Silvia Thölert vom Ausrichter TC Florentine Berkhöpen gewann die Altersklasse der Damen 30/40. Daniel Margraff (kleines Bild) von Anker Gadenstedt hatte die beste Leistungsklasse im gesamten Turnier und gewann bei den Herren 30.
Silvia Thölert vom Ausrichter TC Florentine Berkhöpen gewann die Altersklasse der Damen 30/40. Daniel Margraff (kleines Bild) von Anker Gadenstedt hatte die beste Leistungsklasse im gesamten Turnier und gewann bei den Herren 30.
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Auf heimischer Anlage musste die Berkhöpenerin zunächst ein spannendes und enges Finale überstehen. Obwohl es das erste Turnier ihrer Gegnerin war hatte Thölert mächtig zu kämpfen. Neben der 45-Jährigen sicherten sich drei weitere Starter aus dem Landkreis Peine einen Titel bei dem Turnier.

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Dieses Tennisturnier soll bei den Protagonisten in Erinnerung bleiben und ein Geschenk von Sponsor Elli Oil an jeden einzelnen Spieler dürfte dabei sicherlich helfen – auch wenn sie deshalb schwer zu tragen hatten. „Jeder hat einen Sack Kartoffeln aus Stederdorfer Ernte erhalten“, berichtet Michael Troska. Zwar ging dessen Tennisabteilung vom MTV Stederdorf bei der Titelvergabe in den einzelnen Altersklassen leer aus. Dafür sicherten sich zwei Damen des Co-Ausrichters TC Florentine Berkhöpen einen Titel.

Silvia Thölert gelang das sogar gegen eine Gegnerin, die zehn Jahre jünger ist als sie. Der Grund: Die beiden Teilnehmerfelder der Damen 30 und der Damen 40 wurden zusammengelegt. „Die meisten stammten aber aus der älteren Klasse“, sagt die 45-jährige Berkhöpenerin, die in den ersten beiden Spielen vermeintlich keine Probleme hatte. Beide Runden überstand sie jeweils mit 6:2 und 6:2.

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Doch für sie sei es jeweils schwierig gewesen, in die Spiele hinein zu kommen, weil sie bei der Organisation auf ihrer Heimanlage mithalf. „Das meiste hat Martin Balzer gemacht. Doch bei mir war es ähnlich: Mal fragen die Spieler etwas, dann ist man mal kurz mit in der Küche, trägt Ergebnisse ein. Dann einen freien Kopf für Tennis zu haben, ist gar nicht so einfach“, sagt Thölert.

Doch immer wieder fuchste sich die Florentine-Spielerin, die die beste Leistungsklasse (LK 20) der Konkurrenz hatte, in die Spiele hinein und holte den Rückstand wieder auf. So richtig spannend wurde es dann im Finale, obwohl die Berkhöpenerin zunächst ihren fünften Satz des Turniers auch mit 6:2 sicher gewann. „Da waren einige enge Spiele dabei, die erst über Einstand entschieden wurden“, erklärt Thölert.

Und weil ihre Gegnerin, Alexandra Berg von Eintracht Braunschweig, „sehr fit und läuferisch stark war“, drehte die den Spieß im zweiten Satz des Endspiels einfach um (6:3). „Ich hatte 0:5 hinten gelegen und wollte zumindest wieder ins Spiel finden“, berichtet die Berkhöpenerin. Mit dem Gewinn von drei der folgenden vier Spiele war ihr das gelungen und im Match-Tiebreak war sie wieder voll da.

Sie führte zunächst mit 5:3 geriet danach aber wieder ins Hintertreffen. Beim Stand von 7:9 wehrte sie zwei Matchbälle – einen durch Doppel-Aufschlagfehler der Gegnerin – ab und gewann das Spiel letztlich mit 11:9. „Da hatte ich auch ein bisschen Glück“, gesteht Thölert, die das Finale sehr angenehm fand. „Meine Gegnerin war auch nach der Niederlage noch sehr sympathisch“, lobt die Titelverteidigerin.

Nebenbei habe die Berkhöpenerin die Spielklassen der Herren als sehr positiv wahrgenommen. Den höchsten Andrang hatten die Herren 40, bei denen ein 16er-Feld zustande kam. „Im Finale waren zwei Spieler mit einer einstelligen Leistungsklasse. Die spielen sehr harte und präzise Schläge“, schwärmt Thölert von der Qualität.

Die war auch bei den Herren 30 hoch. Letztlich gewann der Gadenstedter Daniel Margraff das Endspiel mit 6:2 und 6:3. Lediglich im ersten Satz des Halbfinals hatte er Probleme: „Da lag ich 2:5 hinten. Ich habe Fehler gemacht und die Bälle, die ich gut getroffen habe, traf mein Gegner noch besser“, sagt Margraff, der noch mit 7:5 gewann und ins Finale einzog. Henning Giere erreichte bei den Herren 30 als Vierter die beste Platzierung eines Stederdorfers im Turnier.

Nur das frühere MTV-Talent Yannick Sauer übertrumpfte ihn, doch der 14-Jährige startete für den Braunschweiger THC bei den Herren. Gegen die durchweg ältere Konkurrenz schaffte er den Sprung ins Finale, wobei er zunächst viel Mühe hatte. Zweimal musste er in den Match-Tiebreak, gewann diesen aber mit 10:0 und 10:7. Nach dem überzeugenden 6:0, 6:0-Erfolg in der Vorschlussrunde unterlag er Pascal Heitmann in zwei Sätzen.

Die Sieger der verschiedenen Altersklassen

Herren: Pascal Heitmann vom TK zu Hannover. Herren 30: Daniel Margraff von Anker Gadenstedt.Herren 40: Andreas Klinke vom TV Blau-Weiß Einbeck.Herren 50/60: Jörg Werhand vom TC GRE Hildesheim. Herren 70: Horst Vollbrecht vom MTV Vater Jahn Peine.

Damen: Nadine Burchhardt vom TC Weiden. Damen 30/40: Silvia Thölert vom TC Florentine Berkhöpen. Damen 50: Dörthe Hennemann vom TC Florentine Berkhöpen. Damen 60: Ursula Ernst-Blume vom Mühlenberger SV.

Von Lukas Everling