11. Juni 2021 / 14:09 Uhr

12 Tore: Spektakel zwischen Schenkenberg und Stahl Brandenburgs U19

12 Tore: Spektakel zwischen Schenkenberg und Stahl Brandenburgs U19

Marcus Alert
Märkische Allgemeine Zeitung
Empor-Angreifer René Görisch wurde von den Brandenburgern umzingelt.
Empor-Angreifer René Görisch wurde von den Brandenburgern umzingelt. © Marcus Alert
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Testspiel: Ein Dutzend Tore fielen beim 6:6 von Empor Schenkenberg gegen die A-Jugend des FC Stahl Brandenburg.

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Der Schenkenberger Armin-Bach-Sportplatz erlebte am Donnerstag ein wahres Torspektakel. Nach gut achtmonatiger Pause streifte sich der Kreisoberligist Empor Schenkenberg endlich wieder einmal die Trikots über. Die Truppe von Trainer Ike Wittke trennte sich nach 90 durchaus kurzweiligen Minuten 6:6 von den A-Junioren des FC Stahl Brandenburg. Der Ex-Oberliga-Akteur René Gorisch adelte das Gästeteam nach dem Abpfiff, indem er die Mannschaft für ihre Spielweise und ihr Engagement lobte. „Das hat die Jungs sehr stolz gemacht“, so Stahl-Trainer Lars Bauer.

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Schon nach zwei Minuten brachte Görisch die Schenkenberger in Front und Lars Bauer stöhnte angesichts des frühen Gegentreffers und befürchtete Schlimmes. Doch schnell wurde klar, dass seine 17 und 18 Jahre alten Spieler technisch und vor allem auch läuferisch gut dagegen halten konnten. So konnte Kevin Peschel bereits in Minute sechs ausgleichen. Doch so sehr sich die A-Junioren auch mühten, René Görisch konnten sie nie unter Kontrolle bringen. Ein kleiner Schubser reichte ihm in der 14. Minute, um ganz allein vor Keeper Jannic Naumke aufzutauchen, den er geschickt zum 2:1 überlupfte. Doch nur zwei Minuten später traf Timm Renner zum 2:2.

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Und es ging weiter hoch und runter. Nach einem Foul im Strafraum schnappte sich Görisch das Leder und jagte den Ball vom Elfmeterpunkt unhaltbar in den Dreiangel. Der direkte Gegenzug führte aber zum 3:3 durch Kevin Peschel. Als Görisch in der 40. Minute das 4:3 gelang, sah alles nach einer Schenkenberger Halbzeitführung aus. Doch Kevin Peschel gelang noch sein 3. Treffer zum 4:4 (42.).



Obwohl Empor sieben und Stahl vier neue Spieler nach der Pause brachten, änderte sich auf dem Rasen nicht viel. Auf Schenkenberger Seite wirkte nun Denny Noack mit, der künftig aber nur noch im Notfall zur Verfügung stehen wird. Noch nicht dabei war Oliver Fochtmann, der aber nach seinem Kreuzbandriss mittlerweile voll mit trainiert. Es dauerte immerhin 13 Minuten, ehe das nächste Tor fiel. Wer sonst, als René Görisch, verwandelte einen Freistoß in den Dreiangel. Es war sein 5. Treffer zum 5:4. Rico Schilling erhöhte danach auf 6:6 (73.). Doch die junge Gäste-Elf gab sich nicht auf. In der 80. und 86. Minute traf Timm Renner doppelt und bescherte den A-Junioren noch das verdiente Unentschieden.

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„Nach acht Monaten Pause ist klar, dass da noch Defizite sind“, so Empor-Coach Ike Wittke. Der eine oder andere Spieler habe sicherlich auch noch einige Gramm zu viel auf den Rippen. Jetzt müsse man einiges tun. Am nächsten Sonnabend spielt Empor noch beim FC Stahl, ehe es in eine zweieinhalbwöchige Pause geht. Ende Juli ist dann noch ein Trainingslager im Harz geplant, ehe Mitte August die neue Saison startet.

„Wir haben uns sicherlich zu häufig zur Seite schieben lassen, sind aber immer wieder zurückgekommen“, so das Fazit von Lars Bauer, der mit Fehmi Pelaj das Trainerduo bei den A-Junioren bildet. Dem Antrag des FC Stahl, dass das Team als Tabellenzweiter der Landesklasse in die Brandenburgliga aufsteigen darf, wurde entsprochen. Mit Timm Renner, Justin Inter, Sebastian Hoyer und Erik Sauer gehören schon vier A-Junioren zum Landesliga-Kader der Männer. Und Kevin Peschel ist Anschlusskader. Am Sonnabend um 11 Uhr empfängt der FC Stahl zum Abschluss der Saison 2020/21 die A-Junioren von Chemie Premnitz.