29. März 2019 / 19:11 Uhr

125-jähriges Jubiläum des VfB Leipzig: Ehrengast Reinhard Grindel eröffnet Ausstellung

125-jähriges Jubiläum des VfB Leipzig: Ehrengast Reinhard Grindel eröffnet Ausstellung

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Ausstellungsstücke bei der Ausstellung zu 125 Jahre VfB Leipzig im Stadtgeschichtlichen Museum.
Am 29. März wurde die Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum des VfB Leipzig im Stadtgeschichtlichen Museum eröffnet. © Christian Modla
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Nach eine exklusiven Führung im Bruno-Plache-Stadion wurde der DFB-Präsident mit dem Mannschaftsbus des 1. FC Lok Leipzig zum Alten Rathaus gebracht. Leipzigs Oberbürgermeister Jung begrüßte im Stadtgeschichtlichen Museum seine Gäste zur Eröffnung der Ausstellung über die lange Vereinsgeschichte. 

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Ein Traditionsverein blickt auf seine Historie zurück und hätte sich dafür in Leipzig kaum einen geschichtsträchtigen Raum aussuchen können. Zum 125-jährigen Jubiläum des VfB Leipzig stellte Oberbürgermeister Burkhard Jung die Räumlichkeiten des Alten Rathaus zur Verfügung. Den Ehrengast Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hatte er hier bereits 2006 vor der WM zu einem Abendessen empfangen, die Räumlichkeiten waren also bereits bekannt. Grindel war zuvor aus dem Bruno-Plache-Stadion – wo er zur Feier des Tages eine exklusive Führung erhielt – mit dem Mannschaftsbus des 1. FC Lokomotive Leipzig zum Rathaus gebracht worden.

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Martin Mieth (GF Lok Leipzig), Olaf Winkler (Aufsichtsrat Lok), Franz-Josef Wernze (Lok-Sponsor ETL). Zur Galerie
Martin Mieth (GF Lok Leipzig), Olaf Winkler (Aufsichtsrat Lok), Franz-Josef Wernze (Lok-Sponsor ETL). ©
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Im Stadtgeschichtlichen Museum begrüßte der Hausherr Jung seine Gäste zur Eröffnung der Ausstellung über die lange Vereinsgeschichte, die hier nun für sieben Wochen zu sehen sein wird. „Eine Geschichte, die ich immer und überall erzähle: Der erste Deutsche Fußball-Meister kommt aus Leipzig“, so der OBM stolz. Er wünsche sich auch noch einen weiteren Meistertitel für die Stadt, auch wenn dieser – zumindest nach derzeitigem Stand – wohl eher aus einem anderen Stadion kommen würde. Auch lobte Jung die Erfolge, die der VfB und Lok in ihrer langen Geschichte feiern konnte, betonte aber: „Die Reduzierung auf Titel und Erfolge wird dem Sport nicht gerecht.“ Er biete so viel mehr. Vor allem die Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen und zu begeistern.

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Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Dirk Sander (Präsident VfB Leipzig), Sebastian Gemkow (Justizminister Sachsen), DFB-Präsident Reinhard Grindel, Thomas Löwe (Präsident 1. FC Lok Leipzig) bei der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum des VfB Leipzig im Alten Rathaus Leipzig. Zur Galerie
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, Dirk Sander (Präsident VfB Leipzig), Sebastian Gemkow (Justizminister Sachsen), DFB-Präsident Reinhard Grindel, Thomas Löwe (Präsident 1. FC Lok Leipzig) bei der Festveranstaltung zum 125-jährigen Jubiläum des VfB Leipzig im Alten Rathaus Leipzig. © Christian Modla

VfB-Präsident Dirk Sander tritt für beide Vereine an

Zusammen traten bei der Veranstaltung auch der VfB und Lok ans Mikrofon. Ein Präsident, der für beide Vereine antrat. „Thomas Löwe hat mich gebeten, das Grußwort heute auch für den 1. FC Lok zu sprechen. Zur Erinnerung: Wir sind eigentlich der selbe Verein“, so VfB-Präsident Dirk Sander. Dass es derzeit zwei Vereine auf einem Platz geben würde, sei ihrer Insolvenz geschuldet, führte er aus und berichtete von der Historie der Klubs aus Probstheida. „Das ist allerdings nur ein Übergangszustand, den wir noch in diesem Jahr überwinden wollen“, so der VfB-Chef deutlich.

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Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum des VfB Leipzig im Alten Rathaus Leipzig Zur Galerie
Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum des VfB Leipzig im Alten Rathaus Leipzig ©

DFB-Präsident Reinhard Grindel lobt Vereinsarbeit in Probstheida

Genau hier knüpfte auch Ehrengast Reinhard Grindel in seiner Rede an, denn die lang ersehnte Fusion beider Vereine würde Lok den Stern des ersten Deutschen Meisters auf das Trikot bringen. „Wenn sie die Hoffnung hatten, dass ich den Stern schon mitbringe, muss ich ihnen leider sagen, dass wir soweit noch nicht sind. Aber ich kann ihnen eine wohlwollende Prüfung unser Juristen zusagen“, so der 57-Jährige, der auch die Vereinsarbeit in Probstheida lobte. Er führte weiter aus: „Ich hatte einen sehr schönen Tag in Leipzig. Ich habe die Anlagen des Bruno-Plache-Stadions gesehen und diese wunderschöne Holztribüne. Das tollste waren aber die Jungs von der U10 und ihre Motivation für den Fußball zu hören.“ Genau darum gehe es ihm: Kinder weiterhin für diesen Sport zu begeistern und den Fußball dadurch noch mindestens weitere 125 Jahre zu erhalten.

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Rote Karte für Fehlentwicklungen im Fußball

Der Präsident des deutschen Fußballs, der im Rahmen der Veranstaltung mit Jung auch über den geplanten Stadionsausbau (Red Bull Arena) für die EM 2024 gesprochen hat, nutzte die Veranstaltung aber auch, um sich noch einmal deutlich gegen Fremdenhass auszusprechen. „Rassismus ist ein Problem in ganz Deutschland, nicht nur in bestimmten Regionen. Auf allen Ebenen müssen wir uns klar positionieren und denen die Rote Karte zeigen, die Menschen wegen ihrer Religion, Nationalität oder Sexualität ausgrenzen.“ Eine Rote Karte müsse die Antwort auf viele Fehlentwicklungen im Fußball sein.

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Gepostet von 1. FC Lokomotive Leipzig am Donnerstag, 28. März 2019

Rote Karten gibt es in der Ausstellung nicht zu sehen, dafür das älteste Fußballtrikot der Welt aus dem Jahr 1913 von Adelbert Friedrich, die fünf DDR-Pokale, der Viktoria-Pokal, der den Deutschen Meistern zwischen 1903 und 1944 verliehen wurde, und vieles mehr. Das meiste bereitgestellt von Privatpersonen, die ihre Schätze nun der Öffentlichkeit bereitgestellt haben.

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