19. Oktober 2019 / 14:37 Uhr

13:3 für Phil Taylor

13:3 für Phil Taylor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ab sofort ist Duschen verboten: Phil Taylor unterschreibt auf dem Unterarm eines Dartsfans
Ab sofort ist Duschen verboten: Phil Taylor unterschreibt auf dem Unterarm eines Dartsfans
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Für Dartsfans und -spieler von Hannover bis nach Kassel war es ein Muss: Phil „The Power“ Taylor warf gegen 16 Herausforderer in Hann. Münden. Glen Durrant durfte unerwartet nicht mitspielen.

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16 Dartsspieler sind am Freitag gegen Dartslegende Phil Taylor angetreten. Im Vorfeld hatten sie sich für das Show-Tunier qualifiziert. Im Hotel Freizeit Auefeld in Hann. Münden feuerten hunderte Gäste die Teilnehmer und Taylor an. Die schlechte Nachricht am Anfang des Abends: Der andere Held der Dartsspieler, Glenn Durrant, kam umsonst nach Hann. Münden: Wegen einer Vertragsklausel, die ihm untersagt, im Umkreis von 30 Kilometern um die Spielorte der PDC zu spielen, durfte er nur zuschauen.

Drei Spieler schlugen Taylor

16 Spieler traten gegen Taylor an, dreien gelang der große Wurf: Sie feuerten ihre Dartspfeile gezielter ab als Taylor. Mats Haas, Pierre Adam und Michael Hamacher waren die Stars des Abends. Hamacher war der einzige, der sich tatsächlich für das Spiel gegen Taylor qualifiziert hatte – die anderen hätten eigentlich gegen Durrant gespielt.

„Wenn die Großen stolpern, freut man sich natürlich – vor allem wenn sie gegen Mündener werfen“, sagte Dartsfan Michael Heske vor dem Beginn der Show. Doch er glaube nicht, dass sich Taylor einen Patzer erlauben werde. Da lag er falsch – dreimal patzte Taylor.

„Phil Taylor ist ein Highlight!“

„Wusstet ihr, dass Phil Taylor ein fantastischer Sänger ist?“, fragte Ansager Gordon Shumway und die Leute sangen: „There is only one... Phil Taylor! One… Phil Taylor!“ Die Fans reckten pausenlos die Arme in die Luft, um Taylor zu filmen. Dartsfan Sylvia Posie stand ganz vorne an der Bühne mit ihrem Smartphone und erklärte: „Phil Taylor ist einfach ein Highlight.“

Glen Durrant durfte nur Autogramme schreiben. Aktiv ins Geschehen einzugreifen, war ihm vertraglich untersagt.
Glen Durrant durfte nur Autogramme schreiben. Aktiv ins Geschehen einzugreifen, war ihm vertraglich untersagt. ©

Vor der Show stand der Profisportler bereits im Blitzlichtgewitter, denn für 20 Euro konnten die Fans mit ihm vor der Kamera posieren. Später holten sie sich das Foto ab und standen Schlange, um Taylor darauf unterschreiben zu lassen.

Taylor sorgte im Laufe des Abends aktiv für Highlights: Den letzten Dartspfeil im letzten Spiel setzte er blind ins Ziel – Gordon Shumway, hielt ihm ein Blatt Papier vor die Scheibe. So musste Taylor schätzen, wo das benötigte Doppel-8-Feld lag. Im zweiten Versuch klappte es.

Solidarische Stimmung

Für diejenigen, die sich fragen, warum eine Dartsveranstaltung spannend sein soll, hier die Erklärung des Moderators Gordon Shumway: „Leute, passt mal auf: Das hier ist `ne Dart-Veranstaltung, wir sind nicht beim Tennis oder Schach. Also: Ihr dürft ruhig ein bisschen feiern!“

Dart-Event in Hann. Münden

Phil Taylor gibt Autogramme Zur Galerie
Phil Taylor gibt Autogramme ©

Beim Darts geht es vor allem um die Stimmung – in den Kneipen trinkt man Bier, bei den größeren Shows gibt es zahlreiche Einlagen im großen Stil: Auch in Hann. Münden startete jeder Teilnehmer am Ende eines roten Teppichs, der zur Bühne führte. Der Auftritt begann stets mit einem Scheinwerfer, der den Spieler in den Mittelpunkt des Geschehens stellte. Dazu lief der persönliche Song des Sportlers.

Es gab Flammen, die bei jeder 180 Taylors aufloderten, Versteigerungs-Aktionen und dröhnende Musik. Die Stimmung war ausgelassen, aber ein bisschen zurückhaltend. Dafür hatte jeder Teilnehmer eine Fangemeinde dabei, die ihren eigenen Star solidarisch anfeuerte.

Sponsoren ermöglichten das Event

Zu Beginn begrüßte Caller Shumway die Gäste und dankte denjenigen, die die Veranstaltung möglich machten: Michael Weinert vom Bierlokal Unikum wurde als Initiator geehrt und auf die Bühne gebeten. Ihm lag in seiner Rede eine Sache auf dem Herzen: „Ich hoffe, Darts kommt in Zukunft nicht mehr und mehr aus der Kneipe raus. Es ist nicht nur ein professioneller Sport – Darts gehört zur Kneipenkultur.“

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Von Anja Semonjek