16. Januar 2022 / 19:23 Uhr

13 Minuten bringen den Jahnerinnen Pech

13 Minuten bringen den Jahnerinnen Pech

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Jennifer Hüsing (schwarzes Trikot) warf sechs Tore: Sechs Siebenmeter.
Jennifer Hüsing (schwarzes Trikot) warf sechs Tore: Sechs Siebenmeter. © Ralf Büchler (Hüsing)
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Im Spiel beim Oberliga-Spitzenreiter Hildesheim hielten die Handballerinnen des MT Vater Jahn Peine gut mit – bis auf 13 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit, in denen gar nichts funktionierte. Diese Phase war der Hauptgrund für die 23:29-Niederlage.

Unter Wert geschlagen wurden Vater Jahns Oberliga-Handballerinnen bei ihrer 23:29-Niederlage gegen Meisterschafts-Topfavorit und Spitzenreiter Eintracht Hildesheim. Denn nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte waren die Peinerinnen rund 13 Minuten völlig von der Rolle. Die Schwächephase nutzte die Eintracht, um sich uneinholbar abzusetzen.

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Eintracht Hildesheim – MTV Vater Jahn Peine 29:23 (13:12). „Es lief alles schief“, ärgerte sich MTV-Trainer Marco Wittneben über die „katastrophale“ Leistung seiner Mannschaft unmittelbar nach der Pause. „Vor allem im Angriff leisteten wir uns viele Fehler, machten Anspiele, die nicht gemacht werden dürfen oder warfen zum falschen Zeitpunkt aufs Tor.“ Die Hildesheimerinnen hatten daher leichtes Spiel, fuhren Konter um Konter und erhöhten zwischen der 30. und 43. Minute von 13:12 auf 21:13.

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Am Auftreten seiner Spielerinnen während des ersten Durchgangs, im dem sich kein Team nennenswert absetzen konnte, hatte der MTV-Trainer wenig auszusetzen. „Wir standen hinten stabil und die Angriffs-Leistung war in Ordnung. Nur hin und wieder fehlte etwas die Bewegung.“

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Vom Können her hätten beide Mannschaften auf Augenhöhe gelegen. „Und das ist ja das Schlimme. Hildesheim spielte zweite Halbzeit nicht besser als vorher. Wir wurden schlechter. Wer weiß, was drin gelegen hätte, hätten wir das Niveau gehalten“, orakelte Wittneben, der seinen Spielerinnen zu Gute hält, dass sie sich nach dem hohen Rückstand wieder ins Spiel zurückkämpften.

Positiv sei auch, dass Jennifer Hüsing und Nele Kruck alle neun für Jahn ausgesprochenen Strafwürfe verwandelten. Ein gutes Zeugnis stellte Peines Trainer auch Annika Hanne aus, die ehemals viele Jahre für die HSG Nord aktiv war und acht Tore warf. „Annika hat stark gespielt. Wir bekamen sie nur schwer in den Griff.“

MTV Peine: Kilsbach (Tor) – Kruck (4/3), H. Bergmann (4), Lächelt (1), Rühling (2), Majometano, Bleyer (4), Lutschak, A. Bergmann, Bartels, Hüsing (6/6), Müller (1), Bührig (1).

Von Jürgen Hansen