04. Mai 2020 / 16:39 Uhr

15 Zusagen für den WSV Tangstedt - aber Hannes Niemeyer geht

15 Zusagen für den WSV Tangstedt - aber Hannes Niemeyer geht

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Hannes Niemeyer - hier noch im Trikot von Altona 93  im Zweikampf gegen Urgestein Torge Maltzahn vom SV Eichede - verlässt den WSV Tangstedt.
Hannes Niemeyer - hier noch im Trikot von Altona 93  im Zweikampf gegen Urgestein Torge Maltzahn vom SV Eichede - verlässt den WSV Tangstedt. © Agentur 54°
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Mit Arber Aslani und Mika Könemann bleiben zwei wichtige Leistungsträger.

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In den letzten Jahren herrschte beim WSV Tangstedt oft ein großes Durcheinander - ein ständiges Hin und Her. Immer wieder wurde nahezu der komplette Ligakader Eins zu Eins ausgetauscht und auch viele verschiedene Trainer arbeiteten für die erste Herrenmannschaft der Wilstedter. Nun scheint langsam aber sicher etwas Konstanz beim WSV aufzukommen. Kevin Steen, der erst 28-jährige Cheftrainer, der vergangenen Sommer vom Glashütter SV kam und das Team massiv verjüngte, geht in seine zweite Saison und verschafft dem Verein somit Planungssicherheit auf dieser Position. Ein positives Signal ist auch, dass gleich 15 Spieler der "Ersten", die in der Verbandsliga West auf Platz Zehn steht, ihre Zusage für 2020/2021 gegeben haben.

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Arber Aslani und Mika Könemann "zwei echte Garanten" für den WSV Tangstedt

Darunter befinden sich unter anderem mit Arber Aslani und Mika Könemann zwei Hoffnungsträger und Schlüsselfiguren der Truppe. Während Könemann, der zwölf Mal traf, eine klasse erste Saison im Herrenfußball bestreitet, wurde Aslani, der in elf Spielen elf Mal knipste, immer wieder von Verletzungen gebeutelt. Unter anderem musste er sich mit einer in der Regel langwierigen Schambeinentzündung begnügen. Kevin Steen freut sich über den Verbleib seiner Akteure: "Darüber bin ich natürlich sehr glücklich. Das gilt aber auch für den gesamten Rest. Die beiden sind natürlich echte Garanten und haben sehr stark gespielt. Leider war Arber sehr häufig verletzt. Wir hoffen und beten, dass er zur neuen Saison fit ist."

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Mirco Petereit mit Jürgen Klopp in Stuttgart. ©

Kevin Steen konnte von Hannes Niemeyer einiges lernen

Abgänge gibt es dennoch, die es aufzufangen gilt. Da ist besonders der defensive Mittelfeldspieler Hannes Niemeyer zu nennen. Der gebürtige Grevesmühlener, inzwischen 33 Jahre alt und Routinier durch und durch, kickte zwischen 2002 und 2009 für den VfB Lübeck, bis es ihn an die Förde zu Holstein Kiel II verschlug. Weitere Stationen waren Anker Wismar, Meiendorfer SV, Altona 93 und Teutonia 05, ehe er zum Jahresbeginn 2018 nach Tangstedt wechselte. Insgesamt kommt Niemeyer auf 42 Einsätze in der Regionalliga Nord und lief ganze 235 Mal in der Oberliga auf. Kevin Steen bedauert den Abgang sehr: "Das ist natürlich super schade. Er wird bald zum zweiten Mal Vater und studiert auch noch. Zudem kam er immer extra aus Hamburg zu uns. Ich bin sehr froh, dass ich mit ihm arbeiten durfte. Mit ihm geht natürlich auch jemand, von dem ich gehofft habe, dass er doch nochmal ein oder zwei Jahre ranhängt. Ich denke, auch ich konnte von ihm einiges lernen. Ich bedanke mit herzlich bei Hannes. Er ist ein mega Typ und es war eine super schöne Zeit mit ihm." Ebenfalls verlassen werden den Klub die beiden Youngster Leon Bartsch und Justin Jäger, die es beide in die Hamburger Landesliga zu TuRa Harksheide zieht.

Entscheidung des SHFV stößt in Tangstedt auf Verständnis

In Gesprächen mit potentiellen Neuzugängen befindet man sich aber bereits seit einiger Zeit. "Wir sind in aussichtsreichen Gesprächen mit einer Reihe von Spielern. Aber solange die Verträge nicht unterschrieben sind, werden wir noch keine Namen preis geben", so Steen, der den Saisonabbruch nachvollziehen kann: "Die Entscheidung geht in Ordnung, denn Gesundheit geht vor. Am Ende steht der Klassenerhalt und den hätten wir uns auch auf dem Platz erkämpft. Die Jungs haben während der Pause eigenverantwortlich Gas gegeben und ihr Trainingspensum durchgezogen. Wir sind fit und wollen in der nächsten Saison angreifen, wann immer die auch beginnen mag."