26. September 2020 / 14:34 Uhr

16 Tore im Kreisliga-Spiel in Prignitz/Ruppin: Torfestival zum Start in das Wochenende

16 Tore im Kreisliga-Spiel in Prignitz/Ruppin: Torfestival zum Start in das Wochenende

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Paul Damrow trainiert künftig den RSV.
RSV-Coach Paul Damrow. © Verein
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Kreisliga Ost Prignitz/Ruppin: Beim 10:6-Erfolg des TuS Wildberg gegen den RSV Maulwürfe Neuruppin konnten die 20 Zuschauer ganze 16 Treffer sehen. Dabei gab es gleich zwei Spieler, die dreifach trafen.

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Schon früh am Wochenende kam es zu einer spektakulären Begegnung in der Kreisliga Ost im Fußballkreis Prignitz/Ruppin. Bei der Partie zwischen TuS Wildberg und dem RSV Maulwürfe Neuruppin, die am Samstag um 11 Uhr, einer eher ungewöhnlichen Zeit für den Kreisfußball im Herrenbereich, angepfiffen wurde, konnten ganze 16 Treffer bestaunt werden. Normalerweise dürften sechs erzielte Treffer zum Sieg reichen, "das denke ich auch", sagte RSV-Coach Paul Damrow, der mit seinem Team die Partie, nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle, jedoch mit 6:10 (3:4) verlor.

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Dabei gingen die Gäste aus Neuruppin sogar in Führung. Mit 3:0. Nach 19 Minuten. "Wir machen bis dahin so viele Dinge richtig", erklärt Paul Damrow, dessen Team in Person von Andre Wagner in Führung ging (7.) und zwei Strafstöße durch Dominik Reitz (17.) und Philipp Rohr (19.) verwandelte, "das 1:3 ist blöd gelaufen, aber die Köpfe gingen direkt nach unten. Noch dazu haben wir uns dann hinten einfach dämlich angestellt." Die Wildberger drehten die Partie, durch Treffer von Nando Mach (27.), Kevin Mashemke (31.), Michael Paprota (40.) und Odin Werth (42.) noch vor dem Pausentee. Doch die Neuruppiner dachten nicht einmal daran aufzugeben: "Wir wollten rausgehen und konzentrierten Fußball spielen", verrät Damrow, der mit seinem Team nur 12 Minuten brauchte um weitere drei Gegentreffer, davon erneut zwei von Paprota (47., 48.) und einen vom eingewechselten Leon Krüger (52.), hinzunehmen. "Der Gegner verwertete fast jeden Schuss, das haben sie schon gut gemacht."

In Bildern: Die Sieger des Brandenburger Landespokals seit 2003.

2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. Zur Galerie
2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. ©

Nach zwei weiteren Treffern des RSV (64., 66.), warfen die Gäste alles nach vorn und wechselten in der Schlussviertelstunde noch einmal offensiv - helfen sollte es jedoch nichts mehr. Leon Krüger, mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag (75.), und Nando Mach, der seinen Dreierpack schnürte (84., 86.), begruben die letzten Hoffnungen der Neuruppiner. Den Schlusspunkt der unterhaltsamen Partie setzte Maximilian Thümmler zum 6:10 (87.), aus Sicht des Aufsteigers.

RSV-Coach Damrow;: "Müssen solche Partien, wie heute, einfach gewinnen"

"Wir wollten vor der Saison in der Liga mitspielen, aber ohne Ansprüche nach oben zu haben. Das gesicherte Mittelfeld war das Ziel, aber dafür müssen wir solche Partien, wie heute, einfach gewinnen", erklärt Damrow, der mit seinem Team in den kommenden Wochen die Defensive, die beim Aufstieg in der vergangenen Saison der Trumpf der Neuruppiner war (14 Gegentreffer in zwölf Partien), wieder verbessern will: "Dafür werden wir Lösungen suchen."