11. Juni 2021 / 17:37 Uhr

17 von 71 aus Denstorf: Der TSV hat die größte Tennissparte im Landkreis

17 von 71 aus Denstorf: Der TSV hat die größte Tennissparte im Landkreis

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
René Wöhler ist Tennistrainer und Abteilungsleiter des TSV Denstorf – und spielt im Bezirksliga-Team des Vereins.
René Wöhler ist Tennistrainer und Abteilungsleiter des TSV Denstorf – und spielt im Bezirksliga-Team des Vereins. © Ralf Büchler
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Viele der etwas mehr als 300 Mitglieder sind Breitensportler. Mit einigen richtig guten Teams nimmt der Verein am Punktspielbetrieb teil. Eine Jugend spielt in der Bezirksliga, ebenso die Herren-Mannschaft. Die Damen 40 schlagen sogar in der Landesliga auf.

Die Tennis-Saison steht in den Startlöchern: Während einige wenige Spiele bereits unter der Woche stattgefunden haben, startet der Großteil der Mannschaften in ganz Niedersachsen und Bremen an diesem Wochenende in den Punktspielbetrieb. Aus dem Kreis Peine beteiligen sich 71 Mannschaften – 45 Herren-, 12 Damen- und 14 Jugendteams. Und die meisten kommen aus dem kleinen Denstorf (1 000 Einwohner). 17 an der Zahl sind es, für die Abteilungsleiter René Wöhler bereits am ersten Spieltag sieben Heimspiele unterbringen muss. „Das ist jedes Mal ein wenig wie Tetris zu spielen“, erklärt er.

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Etwa 330 Mitglieder zählt die Tennissparte des TSV Denstorf, die damit eine der größten in der Region ist. „Im Umkreis ist eigentlich nur der Braunschweiger THC mit mehr als 600 Mitgliedern größer. Der TC Schwülper und der Heidberger TC sind noch ähnlich groß wie wir“, erklärt René Wöhler. Dabei sind die gebürtigen Denstorfer im Verein deutlich in der Unterzahl. Das Einzugsgebiet erstreckt sich über die umliegenden Ortschaften der Gemeinde Vechelde bis nach Lamme am Braunschweiger Stadtrand.

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Viel hängt dabei mit dem Abteilungsleiter selbst zusammen, der hauptberuflich als Trainer im Verein aktiv ist. Jeder in der Gegend, der etwas über Tennis hören möchte, hört zwangsläufig den Namen René Wöhler. „Und dann ist das ganz einfach wie ein Kreis. Oftmals spielen die Eltern bei mir, die holen noch ihre Kinder dazu und die ihre Schulkollegen. Es kennt immer jemand jemanden und so werden es immer mehr“, erklärt der Denstorfer Tennis-Chef. Viele seien Breitensportler, die nicht in einer Mannschaft spielen. „Ansonsten wären unsere Platzprobleme auf den sechs Feldern noch größer“, sagt Wöhler.

Zwei Jugendteams am Samstag um 9 Uhr, weiter geht es zwei Stunden später und nocheinmal um 13 Uhr mit jeweils einer weiteren Mannschaft. Auch am Sonntag ist die Anlage weitestgehend belegt. Um 9 Uhr die Herren 65, um 11 Uhr folgen die Herren in der Bezirksliga mit Abteilungsleiter Wöhler, den Abschluss bildet die Ü40 um 14 Uhr. Hinzu kommen sechs Mannschaften, die an diesem Wochenende auswärts in die neue Saison starten.

Mit den Damen 40 und den Herren 50 haben die Denstorfer zwei der höchstspielenden Mannschaften des Landkreises in ihrem Verein. „Wir sind sehr stolz, dass unsere Damen 40 in der Landesliga spielen. Nicole Haertle und Co. machen da eine tolle Arbeit“, erklärt René Wöhler. Tatsächlich liegen unterhalb dieser Spielklasse noch sieben weitere Ligastufen und damit 65 Staffeln mit im Schnitt fünf Teams. Auch die Herren 50 haben in der Verbandsliga sechs weitere Ligastufen unter sich.

Bei den Herren hingegen müssen ich die Denstorfer mit Platz zwei im Kreis zufrieden geben. Die stärkste Truppe stellt hier der SSV Plockhorst in der Verbandsklasse, eine Liga darunter spielt René Wöhler mit seiner Mannschaft. „Wir würden gerne aufsteigen und höher spielen, allerdings können bei uns nicht alle Akteure immer spielen. Der eine ist Student und deshalb nicht da, ich werde bald Vater, jedem kommt mal etwas dazwischen“, erklärt der Abteilungsleiter. Dafür seien die Kader aller anderen Teams im Verein gefestigt.


Wie viel Lust die Denstorfer nach einem Jahr der Abstinenz wieder auf die Punktspiele haben, das machen die Herren 40 des TSV vor. „Die werden an diesem Wochenende wohl tatsächlich zu acht antreten. Vier spielen Einzel, die anderen vier dann Doppel“, berichtet Wöhler, der mit seiner Tätigkeit als Trainer viel Wert auf die Jugendarbeit legt. Als einziger Peiner Verein stellt der TSV ein Team in der Bezirksliga. Neben den B-Junioren sei der Verein aber auch bei den Mädchen gut aufgestellt. „Wir sind vor allem im Kleinfeld ziemlich stark“, merkt Wöhler an.