23. Februar 2022 / 13:06 Uhr

18 Teams, bis zu fünf Absteiger: Ab Sommer soll es wieder eine große Bezirksliga geben

18 Teams, bis zu fünf Absteiger: Ab Sommer soll es wieder eine große Bezirksliga geben

Florian Walter
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Freuen sich auf eine große Bezirksliga: Der VfB Fallersleben (in Blau) und der TSV Vordorf.
Freuen sich auf eine große Bezirksliga: Der VfB Fallersleben (in Blau) und der TSV Vordorf. © Britta Schulze
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Den heimischen Bezirksligisten droht in der kommenden Spielzeit eine XXL-Liga mit bis zu fünf Absteigern - der NFV-Bezirk Braunschweig will dann nicht mehr auf kleine Staffeln setzen. Trotz des vollen Terminkalenders begrüßen heimische Coaches die Pläne.

Wenn an diesem Wochenende in der Fußball-Bezirksliga auf einigen Plätzen wieder der Ball rollt, kämpfen die Teams nach wie vor in Meister- und Abstiegsrunde um Punkte. Doch in der nächsten Saison soll es wieder eine große Liga geben. Die kleinen Staffeln, die angesichts der ungewissen Corona-Lage die Chancen auf einen einen vernünftigen Spielbetrieb erhöhen sollten, sind ab Sommer wohl Geschichte - der Fußball-Bezirk Braunschweig strebt eine Rückkehr zur Normalität an. Für die heimischen Bezirksligisten würde das für die Spielzeit 2022/23 bedeuten: eine Staffel mit 18 Teams im klassischen Liga-Modus mit Hin- und Rückrunde und bis zu fünf Absteiger.

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Bezirksliga-Staffelleiter Bernd Naujoks bestätigt auf Nachfrage: „Die Rückkehr zum gewohnten Modus in einer gemeinsamen Staffel mit klassischer Hin- und Rückrunde ist unser Ziel. Da sind wir uns im Bezirk auch alle einig.“ Naujoks führt aus: „Die Rückkehr zur Normalität muss auch bei uns stattfinden und aktuell bin ich optimistisch, dass die Corona- Lage diesen Schritt im Sommer zulässt, auch im Hinblick auf die auf politischer Ebene angekündigten Lockerungen.“ Eine endgültige Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen: „Wir lassen jetzt erst einmal die Rückserie anlaufen, eine finale Entscheidung werden wir dann wohl Mitte März, spätestens aber im April treffen." Allerdings: "Die Tendenz geht schon in Richtung große Staffel mit 18 Teams und gewohntem Modus.“

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Jörg Zellmer, Spielausschuss-Vorsitzender des Bezirks, ergänzt: „Die Rückkehr zum üblichen Liga-Modus ist ja auch der Wunsch der Vereine. Für die nähere Zukunft haben wir zwei Ziele: den Liga-Modus in einer gemeinsamen Staffel und im nächsten Schritt die Rückkehr auf die Sollstärke von 16 Mannschaften - möglichst schon zur Saison 2023/24.“ Die Spielzeit 2022/23 wird somit voraussichtlich für die Klubs neben einem engen Spielplan mit 34 Spieltagen noch eine weitere Herausforderung bereithalten: Es drohen bis zu fünf Absteiger. Zellmer: „Das ist abhängig von der Landesliga. Aber es werden mindestens vier Teams runter müssen.“

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Sorgen darüber, dass der Spielbetrieb durch eine neuerliche Verschärfung der Corona-Lage erneut gefährdet sein könnte, macht sich Zellner weniger als über witterungsbedingte Spiel-Ausfälle bei einem vollen Terminkalender: „Das ist eine Schwierigkeit, aber wir haben Lösungen. Ein Modell könnten zum Beispiel Doppel-Spieltage sein.

Heimische Trainer begrüßen die Pläne

Trotz vollen Terminkalenders und eines möglicherweise harten Abstiegskampfes stehen die Coaches der heimischen Bezirksligisten den Plänen positiv gegenüber. So sagt etwa Giuseppe Sabatino, Trainer des 1. FC Wolfsburg: „Ich würde mich freuen, wenn es so kommt. Ich hätte mir das sogar bereits zu dieser Saison vorstellen können.“ Zur Staffel-Größe von 18 Teams merkt er an: „Das ist natürlich sehr sportlich mit so vielen Spielen, aber das ist dann eben so.“

Ähnlich sieht es Lars Ebeling vom VfB Fallersleben: „Ich finde eine normale Saison besser, würde es begrüßen, wenn es so kommt. Eine reguläre Saison ist fairer, bietet Wettbewerb bis zum Schluss. Fünf Absteiger wären zwar ein Brett, aber das müsste man so hinnehmen.“ Heinz-Günter Scheil vom TSV Vordorf ist der gleichen Meinung: „Eine reguläre Saison ist sportlich am fairsten, ich wünsche mir das.“ In der Staffelstärke von 18 Teams sieht Scheil kein Problem: "Das wäre nicht so schlimm, man kann den Spielplan ja entsprechend gestalten.“