15. März 2019 / 23:22 Uhr

1860 Stralsund bleibt auch nach „Windlotterie“ in 2019 ungeschlagen

1860 Stralsund bleibt auch nach „Windlotterie“ in 2019 ungeschlagen

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Bei allen Abstößen musste Förderkader-Torwart Philip Fleischer den Ball festhalten, damit er nicht wegfliegt.
Bei allen Abstößen musste Förderkader-Torwart Philip Fleischer den Ball festhalten, damit er nicht wegfliegt. © Niklas Kunkel
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TSV 1860 Stralsund und der FC Förderkader kämpften am Freitagabend mehr mit den Sturmböen als mit Ball und Gegner. Das Verbandsliga-Duell endete 0:0.

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An normales Fußballspielen war beim TSV 1860 Stralsund und FC Förderkader kaum zu denken. Mit bis zu 80 km/h fegte der Sturm über den Platz im Stralsunder Paul-Greifzu-Stadion. Bei den unberechenbaren Wetterbedingungen trennten sich am Freitagabend der Tabellen-13. und der neue Liganeunte der Verbandsliga aus Rostock 0:0.

Kurz vor Spielstart setzte heftiger Regen ein, der die Sicht gegen den Wind stark beeinträchtige. Schiedsrichter Michael Rust zog die Verantwortlichen beider Teams zu Rate und diskutierte über einen möglichen Spielabbruch direkt nach Anpfiff. Doch die Rostocker wollten die rund einstündige Fahrt nach Stralsund nicht umsonst angetreten sein und entschieden sich für die 90 Minuten. Zudem ließ zum Anstoß zumindest der Regen nach.

Verbandsliga-Spiel TSV 1860 Stralsund gegen FC Förderkader litt unter Sturmböen

In Abwesenheit von Cheftrainer Stephan Malorny attackierte Förderkader in der ersten Hälfte die gegen den Sturm spielenden Stralsunder früh in der eigenen Hälfte. Allerdings kamen die Gäste kaum gefährlich vor das Tor und schafften auch keine Abschlüsse aus der zweiten Reihe, die mit Wind hätten gefährlich werden können. 1860 war hauptsächlich bemüht, das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu befördern, setzte aber auch immer wieder Nadelstiche mit flachen Bällen über die Außen. Doch Hereingaben wurden im Zentrum verpasst, Abschlüsse rauschten am Tor vorbei.

Die Partie blieb nach dem Seitenwechsel unansehlich, weil spielerische Elemente Seltenheit waren, und wenn eher Zufall. Dennoch war nun das Förderkader-Gehäuse dauerhaft Gefahrenzone. Weil der Wind nochmal zunahm, wurde das Spiel nun vollends bizarr. So flog ein hoher Ball von Yannick Weder aus Mitte der eigenen Hälfte erst Richtung Mittellinie, landete dann aber im eigenen Toraus zur Ecke für Stralsund. Kurz darauf führte ein Förderkader-Abstoß zum Eckstoß, ohne das ein weiterer Spieler nach dem Abschlag am Ball war! Der Sturm hatte das Spiel fest im Griff. Ein weiteres Beispiel: Der mitunter gefährlichste Stralsunder Abschluss kam vom Schlussmann Frank Plots, dessen Ball aus dem eigenen Strafraum so weit getragen wurde, dass er erst kurz vor Gäste-Torhüter Philip Fleischer aufkam, der sich lang strecken musste, um den Einschlag zu verhindern.

So blieb es beim kuriosen torlosen Unentschieden. Damit bleibt 1860 Stralsund erstmals in dieser Saison ohne Gegentor und im Jahr 2019 weiter ungeschlagen (3 Siege, 1 Unentschieden). Förderkader teilt sich zum ersten Mal in 2018/19 die Punkte und macht zumindest über Nacht einen Platz gut.

„Wir haben defensiv gut gearbeitet und können nach dieser Windlotterie zufrieden sein mit dem Punkt", bilanzierte Stralsund Trainer Robin Baarhs. Einen Sieger hatte dieses Spiel auch wirklich nicht verdient.

TSV: Plots - Schuldt, Pagels, Pompe, Wollny, Bergmann (76. Scholz), Gurlt, Magel (76. Jungnickel), Lindberg, Kutz

FCFK: Fleischer - Böhm, Marten (70. Hopfmann), Winkler, Schröder, Weder, Pagels (64. Gildemeister), Selig (64. Jahns), Tarra, Grest, Schunke

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