12. September 2020 / 18:48 Uhr

1860 Stralsund schmeißt Verbandsligist Ueckermünde aus Pokal

1860 Stralsund schmeißt Verbandsligist Ueckermünde aus Pokal

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Daniel Hartz traf doppelt beim 3:1-Sieg des TSV 1860 Stralsund gegen Einheit Ueckermünde.
Daniel Hartz traf doppelt beim 3:1-Sieg des TSV 1860 Stralsund gegen Einheit Ueckermünde.
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Unter der Leitung von Bastian Dankert gewann der Landesligist gegen den Favoriten mit 3:1. Daniel Hartz trifft doppelt.

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Die Erleichterung beim TSV 1860 Stralsund war riesig, als Bundesliga-Schiedsrichter Bastian Dankert die Landespokal-Partie gegen Einheit Ueckermünde abpfiff. Der Landesligist hatte die 3:1-Führung gegen den höherklassigen Gegner mit viel Laufbereitschaft und Leidenschaft über die Zeit gebracht. Die Hanseaten zeigten eine positive Reaktion auf den verpatzten Saisonstart in der Nordstaffel, das Tief der Haffstädter geht dagegen weiter.

Mit enorm hohem Laufpensum stemmten sich die Stralsunder von Beginn gegen den Favoriten. "Das war das erste Mal in zwei Jahren, dass Michi Lindberg im Spiel gesagt hat: Nimm mich runter. Er war platt", beschrieb Trainer Robin Baarhs den Einsatz seines Teams. Das hatte die Taktik geändert, stand nun tiefer, wartete in der eigenen Hälfte auf den Gegner und schaltete dann über die vordere Reihe um Lindberg, Kevin Kutz, Daniel Hartz und Kevin Sommer schnell um.

Erfahrene Spielleitung: Bastian Dankert in Stralsund

So besorgte Lindberg nach 23 Minuten das 1:0, nachdem Kutz noch am FSV-Schlussmann Tim Beyer gescheitert war. Einen ähnlichen Konter schloss Daniel Hartz aus Nahdistanz erfolgreich ab (34.). Eine Großchance hatte Alex Stoll auf dem Fuß, sein gezielter Abschluss nach Ecke wurde aber noch auf der Linie rausgeköpft.

Ueckermünde wurde gefährlich, wenn sie aus der Verteidigung Stürmer Szymon Martus oder Rafal Sledz in letzter Linie bedienen konnten. Doch entweder lief die Gäste-Offensive dann ins Abseits oder scheiterte am guten Keeper Alexander Gernetzki. Nur einmal war die Kombination erfolgreich. Martus verlängerte einen hohen Ball, Nico Hinrichs war durch und schob zum Anschlusstreffer ein (37.).

Nach der Pause das gleiche Bild: Ueckermünde musste den Spielaufbau machen, kam aber nicht mehr so druckvoll vors Tor. Stralsund konterte. Hartz erlief einen Ball in die Tiefe und netzte zum Endstand ein (65.). Mit viel Pathos und etwas Glück verteidigten die Hausherren den Vorsprung. So bugsierte Außenverteidiger Philipp Lorenz eine Flanke vor dem herannahenden Stürmer per Kopf an die eigene Latte. "Da waren wir uns auf der Bank einig: Wir kriegen heute keinen mehr", lachte Ersatzkeeper Steffen Granitza. Er behielt recht.

1860: Gernetzki - Pompe, Schreiber, Hamm, Lorenz, Stoll, Fröhlich, Hartz, Sommer (78. Bergmann), Kutz (82. Strubel), Lindberg (87. Schuldt).

FSV: Beyer - Gehrke, Kuc, Jakobi (69. Harsch), Achterberg, Martus, Reinke (86. Runge), Rydzak, Grochowski (46. Schadofske), Sledz, Hinrichs.

Tore: 1:0 Lindberg (23.), 2:0 Hartz (34.), 2:1 Hinrichs (37.), 3:1 Hartz (65.).

Zuschauer: 100