02. November 2020 / 23:05 Uhr

"Kein Bundesliga-Niveau": Hoffenheims Florian Grillitsch kritisiert Schiedsrichter nach Pleite gegen Union

"Kein Bundesliga-Niveau": Hoffenheims Florian Grillitsch kritisiert Schiedsrichter nach Pleite gegen Union

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hoffenheims Florian Grillitsch kritisierte nach Abpfiff die Leistung von Schiedsrichter Robert Hartmann scharf.
Hoffenheims Florian Grillitsch kritisierte nach Abpfiff die Leistung von Schiedsrichter Robert Hartmann scharf. © imago images/Matthias Koch/Montage
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Nach dem 1:3 gegen Union Berlin war der Ärger bei 1899 Hoffenheim groß. Mittelfeldspieler Florian Grillitsch regte sich dabei tierisch über den Schiedsrichter auf. Bei Union überwog dagegen die Freude über den gelungenen Saisonstart.

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Florian Grillitsch ließ seinem Frust am Mikrofon freien Lauf: Er habe ein gutes Montagabendspiel gesehen, sagte er direkt nach dem 1:3 (0:0) gegen Union Berlin bei DAZN. Doch dann folgte das große Aber: "Der einzige, der kein Bundesliganiveau hatte, war der Schiedsrichter, egal ob fachlich oder von der Kommunikation - das war bodenlos für mich", entfuhr es dem Österreicher.

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Der Grund für den verbalen Ausraster des 25-Jährigen gegen Schiri Robert Hartmann war die vielleicht spielentscheidende Szene in der 58. Minute: Hoffenheims Robert Skov sah Rot, nachdem er Griesbeck im Strafraum von hinten geschubst hatte, dazu gab es einen Elfmeter, den Matchwinner Max Kruse zum 1:0 verwandelte. Für Grillitsch war zumindest die Rote Karte eine klare Fehlentscheidung: "Wenn das eine Rote Karte ist, gibt es nur noch Rote Karten." Richtung Griesbeck schickte er noch einen Seitenhieb, dass dieser 1,90 Meter groß sei und 85 Kilo wiege und dann nicht so hinfallen könne.

Union Berlin in Noten: Die Einzelkritik zum 3:1-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim.

<b>Torwart:</b> Andreas Luthe (1) Zur Galerie
Torwart: Andreas Luthe (1) ©

Griesbeck sah es naturgemäß etwas anders. "So wie ich die Regel im Kopf habe, gibt es, wenn man nicht zum Ball geht, diese Doppelbestrafung trotzdem noch. Ob das jetzt Sinn macht oder nicht, vielleicht ist es ein bisschen zu hart", meinte Griesbeck.

Max Kruse: "Ich denke nur daran, zu treffen"

Den Berlinern war es letztlich auch egal, sie nahmen drei Punkte mit aus dem Kraichgau. Max Kruse erklärte: "Ich denke, die Situation mit der Roten Karte und der Elfmeter waren sehr wichtig für uns." An irgendwelche Rekorde - es war Kruses 15. Elfmetertor in der Bundesliga im 15. Versuch - denke er nicht. "Ich denke nur daran, zu treffen." Insgesamt könne sein Spieler noch besser sein, sagte Kruse, "aber das braucht Zeit."

Trainer Urs Fischer ergänzte: "Wenn du 1:0 in Führung gehst und der Gegner eine Rote Karte bekommt, ist es auch nicht ganz einfach zu spielen. Da haben wir uns schwer getan. Das war mir dann fast ein bisschen zu passiv, dann bekommst du den Ausgleich, aber die Reaktion der Mannschaft war dann wirklich top."

Über Matchwinner Kruse sagte Fischer: "Max ist auf dem richtigen Weg. Ich glaube, er ist noch nicht da, wo er hin will, er arbeitet daran. Auch heute hat er wieder einen Schritt auf diesem Weg gemacht." Für die Joker Joel Pohjanalo und Cedric Teuchert freute sich Fischer besonders, "umso schöner, wenn die Jungs von der Bank dann erfolgreich sind."