27. Februar 2022 / 19:43 Uhr

19:32-Niederlage in Sehnde: Die Titelträume der SG Zweidorf/Bortfeld sind vorbei

19:32-Niederlage in Sehnde: Die Titelträume der SG Zweidorf/Bortfeld sind vorbei

Hartmut Butt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tobias Schulze (beim Wurf) erzielte zwar fünf Tore in Sehnde, musste aber mit der SG Zweidorf/Bortfeld eine klare Niederlage bei der TVE Sehnde einstecken.
Tobias Schulze (beim Wurf) erzielte zwar fünf Tore in Sehnde, musste aber mit der SG Zweidorf/Bortfeld eine klare Niederlage bei der TVE Sehnde einstecken. © Ralf Büchler
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Die beiden Herren-Teams aus dem Kreis Peine in der Handball-Landesliga haben klare Niederlagen einstecken müssen. Die HSG Nord hofft, die notwendigen Punkte im Abstiegskampf gegen andere Teams holen zu können. Für die SG Zweidorf/Bortfeld dürfte der Titeltraum mit der Niederlage beim Spitzenreiter beendet sein.

Jeweils Klatschen kassierten die beiden Handball-Landesligisten der Männer aus dem Kreis Peine. Sowohl die HSG Nord als auch die SG Zweidorf/Bortfeld wussten vorher, dass es schwere Spiele werden würden. Für die SG dürfte der Traum vom Titelgewinn mit der Niederlage gegen den Spitzenreiter vorbei sein.

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TVE Sehnde – SG Zweidorf/Bortfeld 32:19 (17:8). Bereits im Hinspiel hatte es auf Seiten der SG Zweidorf/Bortfeld viele lange Gesichter geben. Die SG musste sich mit 20:30 geschlagen geben. Für das Rückspiel hatte sich die Staats-Sieben einiges vorgenommen. Und das, obwohl mit Tobias Brümmer und Patrick Reckewell zwei erfahrene Akteure fehlten.

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„Die Anfangsphase des Spiels ist nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht hatten“, sagte SG-Leiter Sigurt Grobe. Bereits nach neun Minuten lagen die Gäste gegen eine kämpferisch starke und eingespielte Sehnder Mannschaft 1:5 in Rückstand.

Erschwerend kam hinzu, dass Niklas Voges nach sieben Minuten die rote Karte gesehen hatte und dadurch die Gästeabwehr zusätzlich geschwächt wurde. Hoffnung machte den SG-Verantwortlichen der Anschlusstreffer zum 4:5 durch Jesper Larsen. Nach 20 Minuten verkürzte Tobias Schulze auf 7:9. „Leider haben wir danach nur noch einen Treffer bis zur Pause erzielt“, berichtete Grobe.

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Die Schwächen im Angriff seien rückblickend auf die Partie der große Schwachpunkt im Spiel der Gäste gewesen. „Uns sind zu viele technische Fehler unterlaufen. Wir waren im Angriff einfach zu drucklos“, bemängelte Grobe. Als in der 43. Minute Dominik Warnecke die rote Karte sah, war die Entscheidung beim Stande von 26:12 bereits gefallen. „Sehnde war die bessere Mannschaft, hat verdient gewonnen“, befand Grobe.

SG Zweidorf/Bortfeld: Kramme, Pursche – Schröder (5), Schulze (5), Zakravsky (2/1), Rutsch (2), Larsen (2), Schultz (1), Roske (1), Warnecke (1), Voges, Walter, Duschek, Lehne.

SG Wittingen/Stöcken – HSG Nord Edemissen 31:17 (14:5). „Wittingen war deutlich besser. Es ist eine körperlich spielende Mannschaft, bei der Kai Lemke kaum zu halten ist. Er hat mal für Vinnhorst in der dritten Liga gespielt und warf gegen uns zehn Tore“, sagte HSG-Trainer René Gremmel. „Er steigt einfach hoch und setzt das Ding in den Winkel.“

In der Abwehr habe seine Mannschaft keinen Zugriff bekommen, und im Angriff habe sie sich sehr schwer getan. „Wittingen hat in der Abwehr vier große Leute, die man schwer in Bewegung bekommt.“ Hinzu kam, dass die Edemissener nur mit neun Feldspielern angereist waren. „Und von denen waren drei angeschlagen. Da fehlten uns natürlich die Alternativen“, stellte Gremmel fest.

In der ersten Halbzeit warfen die Edemissener nur sparsame fünf Tore. „Das ist natürlich viel zu wenig“, sagte Gremmel. Gerade zu Anfang habe sich seine Mannschaft zu viele technische Fehler geleistet, die „so nicht passieren dürfen“. Fehlpässe, Konzentrationsmängel führten zu Ballverlusten oder der Ball wurde verworfen.

Auch wenn die HSG Nord nicht den besten Tag erwischt hatte, war auf einen wieder Verlass: Wenn Max Hoffmann an die Siebenmeterlinie tritt, wird es fast immer ein Tor. Diesmal verwandelte er alle sechs Strafwürfe und warf insgesamt elf Tore. Gremmel bob allerdings besonders Sören Falkenhain in der Abwehr hervor und Torhüter Finn Arlt. „Finn hat gehalten, was zu halten war. Zu 90 Prozent fielen die Gegentore aber nach freien Würfen, bei denen er keine Chance hatte.“

„Wir müssen das Spiel abhaken und uns auf andere konzentrieren. Zum Beispiel auf die nächsten beiden gegen die Celler Mannschaften“, sagt der HSG-Nord-Coach. Am 12. März kommt der Tabellenvorletzte HB 91 Celle nach Edemissen, eine Woche später spielt die HSG Nord beim aktuellen Schlusslicht VfL Westercelle.

HSG Nord: Arlt, Grotefend – Zerter, Falkenhain (1), Lennart Rauls (1), Niklas Rauls, Bauschmann (2), Funk (2), Schwerdtner, Hoffmann (11/6).

Von Hartmut Butt und Matthias Preß

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