09. April 2022 / 19:32 Uhr

2:0 gegen Lüneburg: 1. FC Phönix Lübeck macht Riesenschritt

2:0 gegen Lüneburg: 1. FC Phönix Lübeck macht Riesenschritt

Christoph Staffen
Lübecker Nachrichten
Sebastian Pingel dreht nach dem 2:0 gegen den Lüneburger SK Hansa jubelnd ab.
Sebastian Pingel dreht nach dem 2:0 gegen den Lüneburger SK Hansa jubelnd ab. © Agentur 54°
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Kobert und Pingel treffen gegen Lüneburg – Lübecker vor dem Regionalliga-Erhalt: „Gefühlt sind wir durch“

 Ende wurde Oliver Zapel emotional: „Kaum jemand hätte Anfang Januar gedacht, dass wir vor Ostern den Klassenerhalt fast schon in trocknen Tüchern haben würden. Wie die Mannschaft alle Widrigkeiten überwunden hat, ist großartig. Sie hat eine Serie von fünf Siegen in Serie hingelegt, was es in Lübeck selten so gegeben hat“, lobte der Trainer des 1. FC Phönix sein Team nach dem 2:0 über Lüneburg und verhandelte anschließend mit Kapitän Nico Fischer über die Anzahl der freien Tage.

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„Gefühlt sind wir durch, die anderen müssten ihre Spiele schon alle gewinnen und wir alle verlieren“, war Sportdirektor Frank Salomon schon beim 2:0 in der Pause entspannt. Lediglich die Minuskulisse von 138 frierenden und nassen Zuschauern am Kunstrasen an der Travemünder Allee trübte die Stimmung: „Das hat mit Regionalliga nicht viel zu tun, die Jungs sind auch zu uns gekommen, weil sie auf Rasen im Stadion spielen möchten“, sagte Zapel, während die Fans über die „Sportstadt Lübeck“ klagten, nachdem die miserablen Platzverhältnisse auf dem Buni keinen Kick zuließen und es noch immer kein grünes Licht für den Umbau des Flugplatzes gibt. „Jan Lindenau hatte noch keine Zeit, sich das hier anzusehen“, sagte Salomon in Richtung des Bürgermeisters.

Klagen über die "Sportstadt Lübeck"

Der hätte nach einer kräftigen Dusche beim Warmmachen einen Blitzstart der Adler sehen können: Nach drei Minuten brachte Björn Lambach einen Freistoß in den Strafraum zu Michael Kobert, der gegen seine Ex-Kollegen cool links unten einschob. Nachdem Malte Meyer auf der Gegenseite der Ball frei vor dem Tor versprungen war (8.), konterte Phönix über Corvin Bock, der Sebastian Pingel bediente – der Däne behauptete den Ball vor Eliezer Correia Ca und ließ auch Keeper Roman Birjukov beim 2:0 keine Chance (12.).

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„Phönix hat Männerfußball gespielt und uns den Schneid abgekauft. Vor dem Tor waren sie gnadenlos“, meinte LSK-Trainer Qendrim Xhafolli später. Die Adler machten weiter Druck, hatten im Abschluss aber kein Glück mehr: So vergaben Bock per Kopf (23., 38., 44.), Sean Vinberg (Lattenkopfball/48.), Haris Hyseni (57., 90.), Arnold Budimbu (90.) und Pingel (68., 74.).

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Bilder vom Regionalligaspiel 1. FC Phönix Lübeck gegen Lüneburger SK Hansa

Machte ein starkes Spiel und ein Tor: Sebastian Pingel. Zur Galerie
Machte ein starkes Spiel und ein Tor: Sebastian Pingel. ©

„Ein paar Tage Osterurlaub haben wir uns verdient“

„Ich will nicht nach einem Haar in der Suppe suchen, die Art und Weise wie die Mannschaft nicht nur Ergebnisse geliefert hat, macht mich stolz“, so Zapel, der von einem „Riesenschritt“ in Richtung Klassenerhalt sprach. „Ein paar Tage Osterurlaub haben wir uns verdient“, berichtete Fischer später vom Treffen mit Zapel.

Die Statistik zum Spiel

1. FC Phönix Lübeck: Hoxha – Fischer, Vinberg, Djengoue, Korup – Lambach, Knudsen – Kobert (69. Kisekka), Pingel (89. Budimbu), Bock (81. Rasgele) – Hyseni (88. Tamburini). 
Lüneburger SK: Birjukov – Ghubasaryan, Pägelow, Correia (58. Oelkers) – Hefele, Hübner (81 Seidel), Wolk (88. Filimonov), Kunze, Barajas – Meyer, Abdul Rauf (13. Zoch).
SR.: Pötter (Aumühle). Z: 138. Tore: 1:0 Kobert (3.), 2:0 Pingel (12.). Gelbe Karten: Vinberg, Knudsen – Meyer, Pägelow.

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