15. September 2021 / 00:08 Uhr

2:0 in Graal-Müritz – beim VfL Bergen läuft's: „jeder kämpft für jeden"

2:0 in Graal-Müritz – beim VfL Bergen läuft's: „jeder kämpft für jeden"

Niklas Kunkel/Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Christian Stolt  wird von der Grätsche des Greifswalders Tobias Münchberg  (r.) überrascht.
Christian Stolt (l.), hier in einer früheren Partie, erzielte das 1:0 für den VfL Bergen gegen Graal-Müritz. © Ronald Krumbholz
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Sieben Punkte aus den vier Partien - der VfL Bergen rangiert auf Tabellenplatz zwei. Beim 2:0-Erfolg gegen den TSV Graal-Müritz treffen die Rüganer in der Schlussphase.

Beim VfL Bergen läuft es in dieser Saison bislang. Nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg auswärts gegen den TSV Graal-Müritz haben die Insulaner in der Fußball-Landesliga Nord den zweiten Tabellenrang übernommen. Damit rangieren die Bergener (7 Punkte) drei Zähler hinter dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter FSV Bentwisch II (10). Die VfL-Bilanz aus den ersten vier Spielen: zwei Siege, ein Remis, eine Niederlage - zudem kommt der Drittrunden-Einzug im Landespokal.

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„Die Jungs sind momentan richtig heiß und die Stimmung ist super - jeder kämpft für jeden", lobte Bergens Coach Martin Handschug seine Elf. Füreinander da waren die Rüganer auch am vergangenen Sonnabend in Graal-Müritz. Nach guter Defensivleistung über weite Strecken schossen Christian Stolt (77.) und David Hausen (82.) den VfL per Doppelschlag zum 2:0-Sieg. „Die ersten 20 Minuten dachte ich, dass wir in Grund und Boden gespielt werden. Dann haben wir aber immer besser ins Spiel gefunden und standen hinten gut. Dazu haben wir es geschafft Tim Hermann aus dem Spiel zu nehmen und haben ihnen damit etwas die Lust genommen", so Handschug.

Das sind die besten Torjäger in MV auf Landesebene (Stand: 20. September 2021):

Denis Schmidt wird im letzten Moment der Ball von Schönbergs Erik Schameitke (r.) weggespitzelt. Zur Galerie
Denis Schmidt wird im letzten Moment der Ball von Schönbergs Erik Schameitke (r.) weggespitzelt. ©

Seine Mannschaft stellt mit nur vier Gegentoren zusammen mit den Graal-Müritzern und der SG Empor Richtenberg die beste Defensive der Liga. Handschug macht die gute Abwehrarbeit bislang daran fest, dass „in der Innenverteidigung wieder die gewisse Größe" vorhanden sei und man dazu schnelle Außenspieler habe, die „den Gegner wieder einholen können, wenn sie einmal geschlagen wurden."

In den vergangenen Spielzeiten war es nicht oft so, dass die VfL-Kicker gut in die Saison gekommen sind. Handschug erklärt, dass sein Team auf allen Einzelpositionen eine bessere Qualität habe. Dies beträfe nicht nur die neuen Spieler, sondern auch die Akteure, die schon länger bei Bergen kicken. Ausfälle können so gut kompensiert werden. „In den vergangenen beiden Saisons fehlte uns noch ein wichtiger Entwicklungsschritt in der Rückwärtsbewegung, wenn wir offensiv den Ball verloren haben - da setzen die Spieler jetzt viel besser das um, was ich mir vorstelle", fügt Handschug weiter hinzu.

Zur guten Stimmung in der Truppe: In der Coronazeit hat der VfL mit den Spielern das Vereinsgebäude am Stadion übernommen und umgebaut. So fühlen sich alle noch mehr an den Klub gebunden. Wenn der Verein wieder ein richtiger Verein ist, können laut Handschug alle davon profitieren und es könne etwas Nachhaltiges entstehen.

Auf den guten Start wollen sich die Bergener nicht ausruhen. Schon im Heimspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr) gegen Schlusslicht Doberaner FC strebt der VfL die nächsten Zähler an. „Es geht darum eine gute Hinserie zu spielen, in der Rückrunde haben wir schon mehrfach gezeigt, dass uns da immer noch etwas einfällt", so Handschug.


Mehr zur Landesliga Nord

TSV Graal-Müritz: Jagusch - Dressler (46. Hoffmann), Hecht, Michallik, Remy, Belle, Harms (85. Hunger), Schweins, Möller (67. Weiß), Hermann, Ledge.
VfL Bergen: Dams - Meyer, M. Pawzik, Essner, Kröger (89. Muhamed), Stolt, Pahl, Sandhop, Hausen (85. Tebus), Nadler, Drzymotta.
Tore: 0:1 Stolt (77.), 0:2 Hausen (82.).
Schiedsrichter: Andreas Jenßen.
Zuschauer: 60.