23. August 2020 / 17:46 Uhr

2:0! ZFC Meuselwitz ärgert auch den Favoriten aus Cottbus

2:0! ZFC Meuselwitz ärgert auch den Favoriten aus Cottbus

Leon Heyde
Leipziger Volkszeitung
Sport Männer Fußball Fussball Regionalliga Saison 2020/ 21 Punktspiel Regionalliga Nordost
ZFC Meuselwitz  - Energie Cottbus
Jubel ZFC nach dem 2:0
Foto: Mario Jahn
Großer Jubel nach dem Meuselwitzer Treffer zum 2:0 gegen Energie Cottbus. © Mario Jahn
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Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Nach dem Auftakterfolg bei Optik Rathenow konnte das Team von Trainer Koray Gökkurt auch Favorit Energie Cottbus ein Bein stellen und gewann in überzeugender Manier mit 2:0. Die Treffer erzielten Timo Mauer und Kapitän Tobias Becker. 

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Meuselwitz. Ein kleines Wunder wollte ZFC Meuselwitz-Coach Koray Gökkurt im Vorfeld des Heimspielauftakts gegen den FC Energie Cottbus beschwören. Angesichts des großen Namens des Gegners schien die Rolle des Außenseiters gemütlich, gleichzeitig machte Gökkurt auch klar: An den Auftaktsieg in Rathenow würde er gern anknüpfen. Dementsprechend selbstbewusst starteten die Meuselwitzer in die Partie. Hinten, bis auf einen Fernschuss von Max Krämer, nichts zugelassen, sorgte der ZFC nach den 15 Minuten für die ersten Aufreger im Energie-Strafraum. Erst tankte sich Raithel links in den Strafraum, fand mit seiner scharfen Hereingabe jedoch keinen Abnehmer (17.). Kurz darauf klärte Jan Koch eine scharfe Flanke von Serhat Güler in höchster Not vor dem einschussbereiten Timo Mauer (19.).

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Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Der ZFC Meuselwitz setzte sich nach dem Erfolg bei Optik Rathenow auch gegen Favorit Energie Cottbus mit 2:0 durch. Zur Galerie
Zweiter Sieg im zweiten Spiel: Der ZFC Meuselwitz setzte sich nach dem Erfolg bei Optik Rathenow auch gegen Favorit Energie Cottbus mit 2:0 durch. ©

Trotz der Überlegenheit stimmte Gökkurt die Leistung seines Teams noch nicht zufrieden: „Wir hatten in der ertsen Phase des Spiels keinen Zugriff auf den Spielaufbau von Cottbus, die ersten 30 Minuten waren wirklich ein Kampf ums Überleben für uns. Danach sind wir aber immer dominanter geworden, konnten uns Chancen erspielen, auch wenn deren Verwertung nicht gut war.“ Ähnlich unter Druck wie seine Mannschaft auf dem Feld stand auch Energie-Trainer Sebastian Abt. Saisonübergreifend sechs Spiele ohne Sieg und ein vergeigter Saisonauftakt gegen Lichtenberg (1:2) entsprechen nicht der Erwartungshaltung an den 38-Jährigen. Nach 34 Minuten dann der erneute Schock für Abt: Ein hoher Ball von Luca Bürger aus der eigenen Hälfte fand den umtriebigen Mauer. Noch leicht abgefälscht schlug der Schuss des 23-Jährigen im kurzen Eck ein. Auf die robust spielenden Meuselwitzer fand der FC auch bis zur Pause keine Antwort. Viele verlorenen Zweikämpfe und immer wieder lange Bälle auf die schnellen Güler und Mauer bereiteten der Energie Hintermannschaft große Probleme.

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Zwei Wechsel (Albert und Trübenbach für Bürger und Kadric) und eine Pausentee später machte der ZFC genau dort weiter. Nachdem Güler in der 50. Minute nach katastrophalem Fehlpass noch an Stawecki scheiterte, stocherte Kapitän Becker eine Hereingabe von Raithel den Ball zum 2:0 über die Linie (52.). Doch damit nicht genug des Horrors für Energie: Foulspiel Güler, die Emotionen beim frustrierten Erlbeck kochen hoch. Für seinen Griff an den Hals von Güler sieht der Cottbuser die Ampelkarte (54.). Schon im ersten Saisonspiel schwächte sich Energie selbst als Florian Brügmann ebenfalls Gelb-Rot sah. Und auch mit zwei Beinen weniger auf dem Feld ließen die Brandenburger jegliche Kreativität im Offensivspiel vermissen. Trotz vielen Ballbesitzes schafften es die Gäste nicht, die Meuselwitzer unter Druck zu setzen. Lediglich ein Kopfball von Stettin, der jedoch klar über den Querbalken flog, sorgte nochmals für etwas Gefahr (77.).

Enttäuschende Cottbuser ermöglichten Meuselwitz somit den besten Regionalliga-Start ihrer Historie. Zwei Siege nach zwei Spielen – so kann es weiter gehen für Neu-Trainer Gökkurt: „Entscheidend waren heute die Fitness und die Charaktere, die wir aufs Feld bekommen haben“, sagt der 37-Jährige und schaut bereits aufs nächste Spiel. „Ich wünsche mir, dass sich die Mannschaft Schritt für Schritt weiterentwickelt und dann werden wir sehen, was wir gegen Altglienicke in die Waagschale werfen können.“