16. Januar 2022 / 16:50 Uhr

2:1 bei "BU": Erfolgreiches Testspiel für 1. FC Phönix Lübeck

2:1 bei "BU": Erfolgreiches Testspiel für 1. FC Phönix Lübeck

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Phönix-Kapitän Nico Fischer kommt dem Torschützen Yassin Nasser zum Jubeln entgegen
Phönix-Kapitän Nico Fischer kommt dem Torschützen Yassin Nasser zum Jubeln entgegen © noveski.com
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Probetorwart Can Dursun hinterlässt einen guten Eindruck - Neu-Phönix-Coach Oliver Zapel feiert ersten Sieg

Durch Tore von Yassin Nasser und Sam-Calvin Kisekka gewann der 1. FC Phönix Lübeck sein zweites Testspiel beim Hamburger Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst mit 2:1. Der Sieg hätte vor 88 Zuschauern auf Kunstrasen höher ausfallen können.

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Phönix-Coach Oliver Zapel zufrieden: "Wir haben uns viele Chancen auf eine gute Art erspielt!"

„Klar, wünscht man sich als Trainer einen souveränen Auftritt“, sagte der neue Trainer Oliver Zapel nach dem Spiel. Insgesamt zeigte sich der 54-Jährige mit der gezeigten Leistung nach einer harten Trainingswoche einverstanden. „Erstmal ist es gut, dass wir gewonnen haben. Wir haben uns viele Chancen auf eine gute Art erspielt. Wir haben aber auch gesehen, woran wir noch arbeiten müssen.“

Trotz starke Anfangsphase "nur" eine 1:0-Führung - und dann der Ausgleich des SV Barmbek-Uhlenhorst

Es fing gut an für die Lübecker, die im 4-3-3-System spielten und mit 16 Spielern anreist waren, darunter die drei Probespieler Can Dursan, Nasser und Hendrik Wurr sowie drei Spieler aus der zweiten Mannschaft. Schon nach 13 Minuten brachte der 21-jährige Niederlänger Nasser die Gäste mit einem Schlenzer in den Winkel in Führung. „Er hat stark angefangen, hätte aber zwei weitere Tore machen können. Man hat gemerkt, dass er lange nicht gespielt hat“, befand Zapel. So hatte der Probespieler das 2:0 auf dem Fuß. Trotz Ballbesitz von 80:20-Prozent kassierten die Phönixer auf der anderen Seite den 1:1-Ausgleich durch Oliver Desimeier (37.). Kusi Kwame war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr dabei. Da sein Schuhwerk kaputt ging, räumte der Vizekapitän den Platz für den wiedergenesenen Kubilay Büyükdemir, ehe er nach einer Stunde mit neuen Schuhen wieder eingewechselt wurde.

Nachdem die Phönixer das erste Spiel des neuen Jahres noch mit 1:2 gegen den Rostocker FC verloren haben, siegten sie im zweiten Testspiel mit 2:1 in Hamburg.



Yassin Nasser gratuliert Phönix-Torschütz Sam-Calvin Kisekka Zur Galerie
Yassin Nasser gratuliert Phönix-Torschütz Sam-Calvin Kisekka ©

Probetorwart Can Dursun mit guter Partie - Coach Zapel: "Tolles Coaching, gute Kontrolle!"

Nach dem folgenden 2:1 durch Kisekka (60., nach einem Querpass von Nasser) versäumten es Conor Gnerlich und der eingewechselte Alex Kurjanov aus der Phönix-Reserve zu erhöhen – beide scheiterten am gegnerischen Torwart. Auch im zweiten Durchgang agierten die Adler gefällig, waren aber in Abwesenheit des erkrankten Toptorjägers Haris Hyseni nicht zielstrebig genug. Neben der Chancenverwertung sieht Zapel vor allem in der Vorwärtsverteidigung noch Verbesserungspotenzial. Einen guten Eindruck hinterließ Probetorwart Can Dursun. Stark war seine Fußparade aus kurzer Distanz gegen die Laufrichtung. „Er hat uns im Spiel gehalten. Tolles Coaching, gute Kontrolle“, lobte Zapel den erfahrenen Dänen.

Nächstes Testspiel für Regionalligist Phönix Lübeck gegen Oberligist SV Todesfelde

Davor zeigte Verteidiger Hendrik Wurr (FC Mecklenburg Schwerin) einen unaufgeregten Auftritt. „Starkes Spiel von ihm. Sachlich, ruhig, wie man ihn kennt. Er war ein Ruhepol, dafür dass er das Team nicht kennt, und solide im Spielaufbau“, sagte Zapel über den Ex-Eicheder, der sich schon vor der Saison bei den Adlern vorgestellt hatte. Wie es mit den Probespielern weitergeht, wollen die Phönixer Verantwortlichen intern besprechen. „Wir werden uns in der kommenden Woche final äußern. Das sind alles gute Jungs, die menschlich passen würden“, meinte Zapel, der nächste Woche auf weitere Corona-Rückkehrer hofft. Am Samstag (22. Januar) steht das dritte Testspiel gegen Oberliga-Spitzenreiter SV Todesfelde an.

1. FC Phönix Lübeck: Dursun (60. Heyden) – Korup (60. Ibraimo), Wurr, Fischer, Gnerlich – Lambach, Kwame (28. Büyükdemir), Knudsen (60. Kwame) – Nassar (75. Kurjanov), Graudenz, Kisekka.