28. Februar 2021 / 17:08 Uhr

2:1 gegen den SC Sand: Anna Gerhardt öffnet Tor ins Viertelfinale (mit Galerie)

2:1 gegen den SC Sand: Anna Gerhardt öffnet Tor ins Viertelfinale (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Anna Gerhardt (r.) bejubelt mit ihren Kolleginnen ihren Treffer zum 2:1.
Anna Gerhardt (r.) bejubelt mit ihren Kolleginnen ihren Treffer zum 2:1. © Julius Frick
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DFB-Pokal der Frauen: Der 1. FFC Turbine Potsdam schlägt mühsam den SC Sand und trifft im Viertelfinale auf den SC Freiburg. Mögliche Halbfinalgegner stehen auch schon fest.

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Ihren möglichen Gegner für das Viertelfinale im DFB-Pokal der Frauen kannten die Fußballerinnen von Turbine Potsdam schon vor dem Anpfiff. Doch gegen den Tabellenvorletzten der Bundesliga vom SC Sand mussten sie im nachzuholenden Achtelfinale am Sonntag im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion erstmal den Weg dorthin ebnen. Und trotz des 2:1 (1:1)-Erfolgs war Turbine-Trainer Sofian Chahed am Ende nicht ganz zufrieden. In der Runde der letzten Acht wartet nun der SC Freiburg.

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„Wir sind gut reingekommen, aber machen die ersten Chancen nicht rein. Wir müssen den Sack einfach früher zu machen“, monierte Potsdams Coach. Nina Ehegötz hatte nach 14 Minuten eine flache Eingabe zur Führung über die Linie gedrückt. Chaheds Elf attackierte früh, Sand ließ das auch zu und lauerte auf Fehler der Gastgeberinnen. Die gab es auch und als Turbine nicht konsequent verteidigte, schob Dina Blagojevic aus Nahdistanz zum Ausgleich ein (34.).

In Bildern: Turbine Potsdam siegt mit 2:1 gegen den SC Sand.

Die Turbine-Kickerinnen bejubeln den Treffer von Nina Ehegötz. Zur Galerie
Die Turbine-Kickerinnen bejubeln den Treffer von Nina Ehegötz. © Julius Frick

Zwar hatten die Turbinen zuletzt schon wieder drei Wochen aussetzen müssen, doch das wollte Chahed nicht gelten lassen. „Wenn einfache Bälle über ein paar Meter nicht ankommen, habe ich irgendwann keine Nachsicht mehr“, monierte der Trainer. Trotzdem sei das Weiterkommen verdient. Das sicherte Anna Gerhardt nach feiner Vorarbeit von Nina Ehegötz (58.). Für Gerhardt war es der erste Startelfeinsatz nach auskuriertem Kreuzbandriss. Sicherheit brachte der Treffer nicht. Turbine zitterte sich zum Sieg. „Wir haben es spannender gemacht als nötig“, so Chahed.

Halbfinale bereits ausgelost

Am Sonntagabend wurde noch gelost: Kommt Turbine Potsdam, das am 3. März sein 50-jähriges Bestehen feiert und den Cup in dieser Zeit dreimal gewinnen konnte, gegen den SC Freiburg (22./23. März) weiter, trifft man im Halbfinale (3./4. April) auf Eintracht Frankfurt oder Zweitligist SG Andernach. Im zweiten Semifinale könnte es zu einem echten Top-Spiel kommen: Der Sieger aus VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen empfängt dann den Gewinner aus TSG Hoffenheim gegen FC Bayern.

Im Achtelfinale gegen Sand, das planmäßig bereits Anfang Dezember hätte ausgetragen werden sollen, überraschte Sofian Chahed in der Startelf, als er Angreiferin Sophie Weidauer auf der Rechtsverteidigerposition aufbot. "Wir hatten die Idee, dass sie auch auf der rechten Seite sehr offensiv spielen kann", erklärte der Coach die Personalie. Eine gute Leistung bescheinigte Chahed auch den dänischen Neuzugängen Sara und Karen Holmgaard. Und Sieg-Torschützin Anna Gerhardt? "Es war ihr ersten Pflichtspiel von Anfang an. Wir wussten, dass sie vor dem Tor auch Gefahr ausstrahlen kann", so Chahed, der aber auch wusste, dass ihre Kräfte nach einer so langen Verletzungspause noch nicht wieder bei 100 Prozent sind. Also war Anna Gerhardts Siegtreffer ihre letzte Aktion auf dem Platz, danach durfte sie sich vorzeitig aufwärmen.

Turbine Potsdam: Lind – Weidauer, K. Holmgaard, Elsig, S. Holmgaard – Barth, Mesjasz – Ehegötz, Höbinger (59. Chmielinski), Gerhardt (59. Kössler) – Cerci (85. Orschmann)