14. Februar 2020 / 20:51 Uhr

2:1 gegen FC St. Pauli II: VfB Lübeck hat die Aufholjagd eröffnet

2:1 gegen FC St. Pauli II: VfB Lübeck hat die Aufholjagd eröffnet

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Der VfB Lübeck bejubelt das zwischenzeitliche 1:0 gegen den FC St. Pauli II durch Yannick Deichmann.
Der VfB Lübeck bejubelt das zwischenzeitliche 1:0 gegen den FC St. Pauli II durch Yannick Deichmann. © Agentur 54°
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Deichmann und Halke treffen für den Regionalliga-Vize - Cemal Sezer mit spätem Pauli-Tor.

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Der VfB Lübeck hat die Aufholjagd auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg II mit einem Sieg eingeläutet. Die Grün-Weißen gewannen das Regionalliga-Nachholspiel beim FC St. Pauli II mit 2:1. Damit beträgt der Rückstand auf die „Jung-Wölfe“ nur noch einen Zähler.

Hansa Rostock-Leihgabe Ramaj in der Startformation

Aus der Startformation hatte Trainer Rolf Landerl bis vor dem Anpfiff ein großes Geheimnis gemacht. Aus dem 23er Kader musste er regelkonform vier Spieler streichen. Es traf schließlich Torwart Benjamin Gommert, Kresimir Matovina, Neuzugang Zeki Erkilinc und Stammverteidiger Tim Weißmann, der sich im Trainingslager in Spanien am Knie verletzt hatte. „Wenn ich Pech habe, falle ich länger aus“, sagte Weißmann (trägt eine Schiene am rechten Knie) den LN. Als einziger Winter-Neuzugang spielte die Rostocker Leihgabe Elsamed Ramaj von Beginn an – im Angriff neben Patrick Hobsch. Ansonsten vertraute Landerl dem bewährten Personal aus der Hinserie. Der Rasen im Edmund-Plambeck-Stadion präsentierte sich derweil in einem ausgezeichneten Zustand.

Ex-Lohmühlen-Kicker Zehir und Sezer für FC St. Pauli II auf dem Platz

Nach seinem Gefühl vor dem Rückrundenstart befragt, sagte Sportdirektor Rocco Leeser: „Schwierig. St. Pauli ist eine Wundertüte. Das Spiel ist wichitg für sie. Wir haben 13 Finalspiele.“ Bei den Kiezkickern standen insgesamt fünf Spieler mit Lizenzverträgen auf dem Platz, unter anderem der frühere Ex-VfBer Ersin Zehir (2007 bis 2014), der beim VfB in der Winterpause auf der Wunschliste stand. Der 22-jährige Mittelfeldspieler könnte im Aufstiegsfall wieder ein Thema an der Lohmühle werden. Im Angriff setzte FC-Trainer Joachim Philipkowski auf den Ur-VfBer Cemal Sezer (bis Juli 2019).

Heimspiel-Atmosphäre für den VfB Lübeck

Rund 450 Lübecker Fans hatten sich auf dem Weg an die Ochsenzoller Straße gemacht und sorgten wie schon bei den Spielen beim Hamburger SV II (3:2) und bei Eintracht Norderstedt (2:1) für Heimspiel-Atmosphäre. Die Mannschaft zahlte die tolle Unterstützung mit einer abgeklärten Leistung zurück. Schon nach drei Minuten prüfte Hobsch den Hamburger Profi-Torwart Svend Brodersen nach einer Flanke von Yannick Deichmann. Auf der anderen Seite konnte ein Drehschuss von Sezer zur Ecke geklärt werden (13.). Fünf Minuten später wurde Deichmann noch abgedrängt, ehe der Powermann zu einem seiner schnellen Antritte anzog und zur 1:0-Führung (22.) traf – nach einer guten Kombination über Sven Mende und Hobsch, der schließlich per Hacke ablegte. Die Gäste übernahmen zunehmend das Heft und erhöhten in der 32. Minute durch Kapitän Daniel Halke (auf dem Spielbogen war Abwehrchef Tommy Grupe als Capitano vermerkt). Nach einer Ecke von Marvin Thiel klärte ein St. Paulianer direkt vor die Füße von „Halki“, der den Ball in artistischer Manier aus elf Metern unhaltbar ins linke Eck beförderte. Die 2:0-Halbzeitführung ging absolut in Ordnung.

Daniel Halke erhöht in der 34. Minute auf 2:0 für den VfB Lübeck.
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Cemal Sezer trifft per frechem direkten Freistoß

Die zweite Halbzeit begann zäh. Ausnahme war ein Kopfball von Halke (57.). Es fehlte jetzt etwas die Souveränität, auch wenn die Gastgeber bis auf einen Kopfball vom eingewechselten Theodor Bräuning (74.) und sechs Ecken eher ungefährlich blieben. Ab der 75. Minute spielten die Grün-Weißen dann in Überzahl, da Bräuning die Gelb-Rot wegen Meckerns sah. Eine Minute später hätte der eingewechselte VfB-Stürmer Fabio Parduhn den Deckel drauf machen können, jedoch scheiterte er nach einem Konter an Brodersen. Der VfB machte es am Ende unnötig spannend. Torwart Lukas Raeder klärte erst bravourös im Eins gegen Eins gegen Christian Stark per Fußabwehr (89.), ehe Sezer in der Nachspielzeit mit einem frechen Freistoß doch noch für Pauli traf (90. + 4). Am Ende zählen für den VfB nur die drei Punkte. Die Aufholjagd ist eröffnet.

Statistik zum Spiel:

FC St. Pauli II: Brodersen – Viet, Santos Teixeira, Senger, Kuyucu – Lee, Hornschuh, Zehir (60. Bräuning) – Bednarczyk (84. Stark), Sezer, Franzke (60. Meißner).

VfB Lübeck: Raeder – Riedel, Halke, Grupe, Malone, Thiel – Deichmann (88. Fernandes), Mende, Arslan – Ramaj (60. Parduhn), Hobsch (78. Rüdiger).

Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen).

Zuschauer: 558 (im Edmund-Plambeck-Stadion).

Tore: 0:1 Deichmann (22.), 0:2 Halke (32.), 1:2 Sezer (90. +4).

Gelbe Karten: Franzke, Zehir, Bräuning – Parduhn, Riedel.

Gelb-Rote Karte: Bräuning (75.) wegen Meckern.

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