19. Oktober 2021 / 16:00 Uhr

2:1 in Merkwitz: Lok Döbelns Frauen behalten ihre weiße Weste

2:1 in Merkwitz: Lok Döbelns Frauen behalten ihre weiße Weste

Antje Lange
Leipziger Volkszeitung
Die Großbauchlitzer Frauen (hier im Spiel gegen Klinga) rangieren aktuell auf Platz eins der Landesklasse.
Die Großbauchlitzer Frauen (hier im Spiel gegen Klinga) rangieren aktuell auf Platz eins der Landesklasse. © Sven Bartsch
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Die Döbelner Fußballfrauen haben als Tabellenführer einen 2:1-Erfolg bei Liganeuling SV Merkwitz geholt. Ungeachtet dessen hieß es, das junge Team mit überwiegend 16-Jährigen auf keinen Fall zu unterschätzen. Das bekamen die Lok-Frauen gleich in den ersten Minuten zu spüren.

Merkwitz/Döbeln. Denn von Beginn an zeigte sich Merkwitz selbstbewusst und engagiert. Zwei Schüsse gingen nur knapp am Gehäuse vorbei. Für das ESV-Team ergaben sich die ersten beiden Möglichkeiten für Lisa Sprint, die jedoch problemlos von der heimischen Keeperin entschärft werden konnten. Ein weiterer Versuch von ihr streifte das Quergebälk. Aber auch die Gastgeberinnen trafen Mitte des ersten Durchgangs nur die Latte. Die Zuschauer sahen in der ersten Spielhälfte eine relativ ausgeglichene Partie, in der es keiner Mannschaft gelang, ein spielerisches Übergewicht zu erlangen. Quasi mit der letzten Angriffsaktion vor dem Pausenpfiff schlugen die Döbelnerinnen dann doch noch zu. Über die rechte Seite kommend passte Lisa Sprint in Höhe Grundlinie auf die einschussbereite Jana Uschner. Die vor ihr stehende Gegenspielerin konnte die Hereingabe nur ins eigene Netz klären. Ein Tor zu diesem Zeitpunkt war natürlich perfekt. Dennoch galt es für die zweite Spielhälfte einiges zu verbessern. Häufig agierte man viel zu passiv und stand zu weit vom Gegner weg.

Nach dem Seitenwechsel duellierten sich beide Teams weiterhin auf Augenhöhe. Zunächst hatten die ESV-Kickerinnnen die besseren Möglichkeiten, waren aber beim Abschluss viel zu harmlos. Zum Glück mangelte es den Gastgeberinnen ebenfalls an Nervenstärke, um erfolgreich einzunetzen. Zweimal stand man frei vor ESV-Keeperin Vivien Werner, setzte den Schuss aber übers Tor. Auch die sonst so treffsichere Lisa Sprint blieb von der allgemeinen Abschlussschwäche nicht verschont und konnte den starken Pass von Carolin Fikus nicht verwerten (70.). Die knappe 1:0-Führung gab längst noch keine Sicherheit, die drei Punkte mitzunehmen. Mit einem langen Ball genau in die Schnittstelle brachte Jane Uhlig Mannschaftskapitänin Susann Grandke in optimale Ausgangsposition, die die Kugel eiskalt versenkte. Da noch weniger als eine Viertelstunde Spielzeit zur Verfügung standen, sollte das bereits die Vorentscheidung gewesen sein.

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Nachdem die Merkwitzer Torfrau einen Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand aufnahm, wurde dieses Vergehen vom Unparteiischen nur mit Freistoß geahndet. Den von Susann Grandke ausgeführten direkten Freistoß konnte sie jedoch parieren. Kurz vor Schluss fiel der Anschlusstreffer. Zunächst hatte das ESV-Team noch Glück, als der Ball an den Pfosten krachte. Den Abpraller vermochten die Platzherrinnen von außen aber wieder in die Gefahrenzone zu bringen, um gedankenschnell abzuschließen. Ein später aber nicht unverdienter Treffer. So musste man doch noch mal um den Sieg zittern, auch wenn bereits die Nachspielzeit lief. Mit drei Punkten im Gepäck trat man schließlich die Heimreise an. Kommenden Sonntag steht den Döbelnerinnen ein schweres Auswärtsspiel in Borna bevor.

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Torfolge: 0:1 Zschernig (45.+1/Eigentor), 0:2 Grandke (78.), 1:2 Seidel (91.+1). ESV Lok Döbeln: Werner, Potas, Müller, Höhne, Sprint, R. (73. Eichler), Uhlig, Eschner, Fikus, Grandke, Sprint L., Uschner (83. Schwärig).