30. Juli 2019 / 07:46 Uhr

2:1 in Roßwein: FC Grimma mit mühevollem Sieg

2:1 in Roßwein: FC Grimma mit mühevollem Sieg

Matthias Wohllebe
Leipziger Volkszeitung
Max Weber (Grimma/rot) im Zweikampf mit Roßweins Toni Messner
Max Weber (Grimma/rot) im Zweikampf mit Roßweins Toni Messner © hanni
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Fußball-Testspiel: Die Kunert-Elf setzt sich in Roßwein nur knapp mit 2:1 durch. Max Ziehm und Christoph Jackisch erzielen die Treffer für den Oberliga-Aufsteiger. 

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Roßwein/Grimma. Vorbereitungszeit heißt ein wenig auch Leidenszeit, denn den Grundstein für eine erfolgreiche Fußballsaison setzt man in einer harten Vorbereitung. So bat Grimmas Trainer Alexander Kunert seine Mannen nach dem 1:1-Unentschieden vom Samstag gegen Bautzen bereits einen Tag später zum nächsten Testkick in Roßwein. Die Muldestädter taten sich insbesondere in der ersten Halbzeit sehr schwer gegen den aus ihrem ersten Landesklasse-Intermezzo abgestiegenen Roßweiner SV. Der Kreisoberligist erreichte eine aus seiner Sicht sehr achtbare 1:2-Niederlage gegen den Oberliga-Aufsteiger aus Grimma.

Die erste Chance hatten die Gäste, als Maximilian Sommer tief auf Max Weber durchsteckte und dieser am Roßweiner Schlussmann Torsten Jentzsch scheiterte (18.). Im Grimmaer Spiel war schon früh zu erkennen, dass die harte Vorbereitung und die Partie vom Vortag noch in den Knochen der Mannschaft steckte. Im Spiel war kaum Tempo und es fehlten Ideen, die gut verteidigenden Roßweiner konsequent zu bearbeiten. Kunert dazu: „Vor allem im ersten Abschnitt waren wir viel zu behäbig, völlig ohne Mut und Ideen.“

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Abschied vom langjährigen Roßweiner Erfolgstrainer Gerd Hentzschel. Zur Galerie
Abschied vom langjährigen Roßweiner Erfolgstrainer Gerd Hentzschel. ©
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Bei allem Respekt vor dem Gegner: Drei Spielklassen Unterschied sollte man auf dem Platz erkennen. Der Grimmaer Neuzugang Max Gregor Ziehm hatte noch eine Möglichkeit, scheiterte aber (27.). Kurz vor dem Pausenpfiff besaß Stephan Krondorf auf Roßweiner Seite die große Möglichkeit, die Führung zu erzielen, traf aber lediglich den Pfosten (45.).

In der Gästekabine wackelten denn auch die Wände, so dass der neugebaute Funktionstrakt der Hausherren einer Härteprüfung unterzogen wurde. Das Mauerwerk hielt und Kunert hoffte auf eine Reaktion in der zweiten Halbzeit. Aber kurz nach Wiederanpfiff fiel die Roßweiner Führung durch Tom Seydel. Auch wenn der Treffer in die Kategorie „kurios“ einzuordnen war, spiegelte er die Grimmaer Leistung der ersten Halbzeit wider. Der Schuss von Seydel war zwar verdeckt, aber nicht besonders scharf. Für den gerade eingewechselten Schlussmann der Gäste eigentlich auch kein Problem. An diesem Tag legte er ihn sich aber unglücklich selbst ins Tor. Als der Ball von Nico Beckers Hand über die Torlinie kullerte, wollte der Keeper am liebsten im Boden versinken. Auch wenn es in dieser Situation zum Haare raufen war, Becker hat in der Vergangenheit gezeigt, dass Kunert ihm zu Recht sein Vertrauen schenkt. Wie der Zweikampf um das Grimma-Tor zwischen Becker und Birkigt ausgeht, bleibt abzuwarten.

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Grimma war nun besser im Spiel und nah am Ausgleich. Erst prüfte Sommer mit einem Kopfball dass Können von Jentzsch (53.), später versuchte Michel Schwarz es ebenfalls vergeblich (62.). Das 1:1 fiel trotzdem: Max Ziehm erzielte seinen zweiten Testspieltreffer (63.). Als Tim Mattheus aus der Distanz per Dropkick abzog, konnte Jentzsch den Ball nur noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken (69.). Per Freistoß besorgte Christoph Jackisch die schmeichelhafte Grimmaer Führung (73.) Kunert war enttäuscht: „Mit dem Spiel in Roßwein kann ich nicht mal im Ansatz zufrieden sein. Jeder meiner Jungs hat den Anspruch, Oberliga zu spielen. Was sie heute zeigten, war aber drei Klassen tiefer. Ich konnte keinen Klassenunterschied erkennen und lasse da auch keine Ausreden gelten.“

Ab Samstag, Anpfiff zum Heimspiel ist 14 Uhr, muss es gelingen die vorhandene Klasse auf den Platz zu bringen. Denn nur so wird man in der nun höheren Liga bestehen können. Zum ersten Oberligapflichtspiel reist der TV Askania Bernburg an. Danach steht das Auswärtsspiel bei Inter Leipzig an. Und allgemein ist es bekannt, wie wichtig es ist, nicht gleich mit einer Niederlage in die Saison zu starten.

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