03. Oktober 2021 / 17:24 Uhr

2:1-Sieg bei Mainz 05: Taiwo Awoniyi schießt Unions 100. Bundesligator

2:1-Sieg bei Mainz 05: Taiwo Awoniyi schießt Unions 100. Bundesligator

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rein damit: Berlins Taiwo Awoniyi (r.) schießt den Treffer zum 1:1 - das 100. Bundesligator von Union Berlin.
Rein damit: Berlins Taiwo Awoniyi (r.) schießt den Treffer zum 1:1 - das 100. Bundesligator von Union Berlin. © Torsten Silz/dpa
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Fußball-Bundesligist Union Berlin dreht das Spiel beim FSV Mainz 05 binnen vier Minuten - der Ex-Unioner Marcus Ingvartsen bringt die Gastgeber in der ersten Halbzeit in Führung, Taiwo Awoniyi bringt die Berliner auf die Siegstraße.

Urs Fischer hat mal wieder Weitsicht bewiesen. Der FSV Mainz 05 sei eine Mannschaft, die kaum Torchancen zulasse, hatte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Union Berlin vor dem Auswärtsspiel seiner Elf bei den Rheinhessen gesagt. "Die Möglichkeiten, die wir uns erspielen, müssen wir nutzen." Taiwo Awoniyi, einst auch in Mainzer Diensten, erfüllte ihm diesen Wunsch in der zweiten Halbzeit, als er binnen vier Minuten zweimal traf (69., 73.). Durch das 100. und 101. Bundesligator in der Vereinsgeschichte Unions siegten die Berliner trotz schwacher erster Hälfte 2:1 beim FSV Mainz 05. Der frühere Unioner Marcus Ingvartsen hatte die Gastgeber in Führung gebracht (39. Minute).

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Im Vergleich zum jüngsten 3:0-Sieg in der Conference League gegen Maccabi Haifa hatte Fischer seine Elf wieder auf etlichen Positionen umgestellt. Statt Viererkette packte er wieder den Dreierriegel aus, Paul Jaeckel rutschte deshalb in die Startelf. Auch Stammtorwart Andreas Luthe, Julian Ryerson, Grischa Prömel, Max Kruse und Taiwo Awoniyi durften gegen Mainz von Beginn an ran.

Union Berlin in der ersten Halbzeit einfallslos

Die erste Halbzeit dürfte für neutrale Fußballfans eine zum Vergessen gewesen sein. Viele Zweikämpfe, wenig bis keine Torchancen, kaum gelungene Ballstaffetten; dass der Ball in der 39. Minute doch mal den Weg ins Tor fand, verwunderte daher umso mehr. Für die etwas weniger schwachen Mainzer traf Marcus Ingvartsen flach und präzise unter Mithilfe des Innenpfostens ins linke Eck. Profitiert hatte der frühere Unioner von Jonathan Burkardt und Karim Onisiwo, die prächtig assistierten.

Union lieferte über weite Strecken der ersten Hälfte Magerkost ab, lediglich Awoniyi kam nach Kruses Querpass einmal in eine aussichtsreiche Abschlussposition, semmelte aber am Ball vorbei - irgendwie bezeichnend für einen unionspirierten Berliner Auftritt.

Nach der Pause lieferten die Berliner mehr ab, weniger wäre auch kaum möglich gewesen. Ryersons Abschlüsse blockten die Mainzer gleich zweimal, Kruses Versuchen fehlte ebenfalls die Genauigkeit. Der Spielmacher bewies danach, welch' feines Füßchen er hat. Seinen Steilpass nahm Awoniyi auf, der im Duell gegen Silvan Widmer erster Sieger blieb und flach vollendete. Kurz darauf war Awoniyi wieder frei durch, wieder vollendete er flach - das 2:1. Der Rest ist schnell erzählt: Union riegelte ab, Mainz fiel nur noch wenig ein. Farbe ins Spiel brachte lediglich noch Dominik Kohr, der in der 90. Minute die Gelb-Rote Karte nach einem Foulspiel am eingewechselten Kevin Behrens sah.