20. April 2019 / 20:29 Uhr

2:1-Sieg gegen Gladbach – RB Leipzig ist Champions League kaum noch zu nehmen

2:1-Sieg gegen Gladbach – RB Leipzig ist Champions League kaum noch zu nehmen

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
20.04.2019, Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Fußball: Bundesliga, Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig, 30. Spieltag. Leipzigs Marcel Halstenberg (l) trifft gegen Gladbachs Torwart Yann Sommer zum 2:0. Foto: Marius Becker/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
RB Leipzigs Marcel Halstenberg erzielt seinen zweiten Treffer des Abends und vollendet zum zwischenzeitlichen 2:0. © dpa
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RB Leipzig hat im Topspiel des 30. Spieltags einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach gefeiert. Die Roten Bullen können nach einem Doppelpack von Marcel Halstenberg wohl für die Champions League planen.

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Mönchengladbach. RB Leipzig wird in der Saison 2019/20 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum zweiten Mal in der Champions League antreten. Die Roten Bullen nahmen am Samstagabend in hitziger Atmosphäre die Hürde Borussia Mönchengladbach und schlugen den Konkurrenten um die Königsklasse durch einen Doppelpack von Marcel Halstenberg am Ende verdient mit 2:1. Gladbachs Topstürmer Alessane Plea hatte den Anschlusstreffer besorgt.

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Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig (1:2) ©
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Für Ralf Rangnick gilt bei der Aufstellung das Motto "Never change a winning team". Im Borussia-Park verzichtet RB Leipzigs Chef-Trainer auf Experimente, bringt die gleiche Besetzung wie beim 2:0-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg. Seine Mannschaft habe es vor einer Woche gut gemacht und es sei schwer, jemanden aus dem Team zu nehmen, rechtfertigte der 60-Jährige kurz vor Anpfiff die Bankplätze für Willi Orban und Yussuf Poulsen.

Feuriger Beginn

Das Spiel kennt auf dem Rasen wie auf den Rängen keine Anlaufzeit. Während die Gladbach-Fans in der Nordkurve noch mit Trillerpfeifen und Transparenten ihre Antipathie gegen RB zum Ausdruck bringen, wagt Emil Forsberg einen ersten Annäherungsversuch an Yann Sommers Tor: Sein Schuss von der rechten Strafraumkante rauscht aber deutlich am Ziel vorbei.

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Auf der Gegenseite versucht es aus ähnlicher Position Alassane Plea. Der Fohlen-Topstürmer wird im letzten Moment geblockt und Bullen-Keeper Peter Gulacsi hat kein Problem, den Ball zu entschärfen. Auch in der Folge denkt im Duell der Champions-League-Kandidaten kein Team daran, das Visier runterzuklappen. Erneut sind es Forsberg mit einem flachen Schuss aus zentraler Postion und Plea nach starkem Zusammenspiel mit Thorgan Hazard, die den Führungstreffer für ihre Mannschaft verpassen. Das Spiel steht auf Messers Schneide.

Halstenberg trifft

RB gelingt in diesem berauschenden Duell nach einer Viertelstunde die Führung und sie ist Marcel Halstenberg zu verdanken. Der Außenverteidiger antizipiert einen Klärungsversuch im Gladbacher Strafraum ganz stark und geht im Zweikampf mit Patrick Herrmann zu Boden. Schiedsrichter Harm Osmers zögert nicht und zeigt auf den Punkt. Ein kurzer Austausch mit Videoschiedsrichterin Bibiana Steinhaus bestätigt den Entscheidung. "Halste" tritt selbst an, verlädt Gladbach-Keeper Yann Sommer und schiebt rechts ein – viel cooler geht nicht.

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(1) Peter Gulacsi: Machtlos beim 2:1, bis dahin selten bis nie geprüft. Danach gegen einen Plea-Kopfball mit Top-Parade. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Machtlos beim 2:1, bis dahin selten bis nie geprüft. Danach gegen einen Plea-Kopfball mit Top-Parade. Note 2. ©

Der Treffer injiziert dem RB-Spiel einen Cocktail aus Abgeklärtheit und Selbstbewusstsein. Der Bullen-Defensive um die Dreikette aus Lukas Klostermann, Nordi Mukiele und Ibrahima Konaté gelingt es jetzt viel besser, die steilen Fohlen-Pässe zu unterbinden. Und wenn doch mal ein Ball durchkommt schnappt die Abseitsfalle zu. Statt Torchancen gibt es jetzt die ein andere Nicklichkeit im Mittelfeld. Erst kurz vor der Pause kommt Gladbach noch mal etwas besser in Schwung. Erneut fehlt Plea nach einem starken Gassenpass aber die Durchschlagskraft im jetzt hellwachen Leipziger Defensivband. Mit der 1:0-Führung geht es in die Pause.

Poulsen im Spiel

Zu Wiederanpfiff bringt Rangnick Yussuf Poulsen für den glücklosen Matheus Cunha. Es dauert nur acht Minuten bis Marcel Halstenberg mit seinem zweiten Treffer die Führung ausbaut. Der 27-Jährige verschärft auf der linken Außenbahn das Tempo und legt den Ball zu Forsberg an die Strafraumecke ab. Mit einer unnachahmlichen Drehung verlädt der Schwede Christoph Kramer und schickt das Spielgerät mit freundlichen Grüßen zurück zum Absender. Dem scheint an diesem lauen Frühlingstag Eis durch die Adern zu fließen. Sommer ist bei Halstenbergs platziertem Abschluss ins rechte untere Eck machtlos.

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Konrad Laimer (RB Leipzig): Das war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben drei Punkte geholt. Das ist das Wichtigste und jetzt sieht es gut aus für die Champions League. Natürlich hätte es am Ende noch ein bisschen entspannter sein können, wenn der letzte Pass sitzt. Zur Galerie
Konrad Laimer (RB Leipzig): "Das war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben drei Punkte geholt. Das ist das Wichtigste und jetzt sieht es gut aus für die Champions League. Natürlich hätte es am Ende noch ein bisschen entspannter sein können, wenn der letzte Pass sitzt." ©

Wer jetzt schon von Madrid, Manchester und Paris statt Gladbach träumt, ist mit dem Klammerbeutel gepudert, denn nach einigen Fehlversuchen kommt in Minute 61 Plea doch noch zu seinem Tor und die Fohlen wieder ran. Der Franzose wird am Strafraum mustergültig von Kramer bedient und schiebt den Ball unter Bedrängnis rechts an Gulacsi vorbei. Für RB ist es im Jahr 2019 das erste Gegentor in einer zweiten Halbzeit. Gladbach wittert dagegen mit einem aufgepeitschten Publikum im Rücken Morgenluft. Wieder sorgt Plea für Gefahr. Bei einem Kopfball des Stürmers reißt Gulacsi noch gerade so die Hand hoch.

Rangnick bringt Haidara und Orban

Auch wenn Timo Werner bei einem Konter die Chance zur Vorentscheidung hat, entgeht auch Rangnick nicht, dass Gladbach wieder mehr vom Spiel hat und sich nicht geschlagen geben will. Der Coach nimmt Forsberg und kurze Zeit später auch Werner runter. Dafür kommen Willi Orban und Amadou Haidara aufs Feld. In den letzten Minuten hat RB dennoch hart mit willensstarken Gladbachern zu kämpfen. Unter anderem prüft Hazard Gulacsi mit einem strammen Schuss von der Strafraumkante. Auf der Gegenseite bringt nun auch Poulsen eine hundertprozentige Konterchance nicht im Kasten unter. Kurz vor Abpfiff wird es noch mal hektisch, weil die Gladbacher ein Handspiel im Bullen-Strafraum gesehen haben wollen. Doch Osmers zeigt sich unbeeindruckt. RB rettet den Sieg schließlich über die Zeit und darf nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg für die Champions League planen.

RBL: Gulacsi – Klostermann, Mukiele, Konate, Halstenberg, Kampl, Sabitzer, Laimer, Forsberg (74. Haidara) , Werner (81. Orban.), Cunha (45. Poulsen).

BMG: Sommer, Strobl, Kramer, Herrmann (86. Traore) , Zakaria, Hazard, Raffael (80. Wendt), Plea, Jantschke, Ginter, Neuhaus

Tore: 1:0 Halstenberg (17. Minute), 2:0 Halstenberg (53. Minute), 2:1 Plea (61. Minute.)

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