06. November 2021 / 20:04 Uhr

2:1 – SV Todesfelde bezwingt TSV Bordesholm knapp

2:1 – SV Todesfelde bezwingt TSV Bordesholm knapp

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
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Viel hat nicht gefehlt: Der Traum vom Lotto Masters 2022 ist für den TSV Bordesholm zerplatzt. Der SV Todesfelde darf hingegen als Titelverteidiger am 8. Januar in die Kieler Wunderino Arena einlaufen. Vor 421 Zuschauern am Eutiner Waldeck verloren die Bordesholmer trotz einer starken zweiten Halbzeit mit 1:2.

60 Sekunden und knapp 100 Meter lagen zwischen den zwei Tatorten, die letztlich über Freud und Leid entschieden: Während Sebastian Klimmek nach Lucht-Chipball aus fünf Metern knapp über das Todesfelder Tor köpfte (79.), markierte SVT-Joker Rafael Krause im Gegenzug per Flachschuss den Treffer, der dem Titelverteidiger das Tor nach Kiel zum Hallenmasters sperrangelweit öffnete. „Das ist bitter. Wir waren so nah dran. Wir sind nur einen Moment unaufmerksam und schon ist es vorbei. Todesfelde hat die Qualität, um so etwas zu bestrafen“, konstatierte Bordesholms Klimmek, der 2020 noch zu den Todesfelder Mastershelden gehörte.

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Todesfelde dominiert die Anfangsphase

Die Segeberger, die als Favorit in das Alles-oder-Nichts-Spiel gegangen waren, untermauerten in der Anfangsphase die ihnen zugedachte Rolle. Todesfelde drückte, Bordesholm verengte. Knapp zehn Minuten benötigte die Tramm-Elf, um erste Lücken in der roten Wand zu finden: Morten Lieberts Schuss wurde zur Ecke geblockt (11.). Todesfeldes Marco Pajonk fand in Bordesholms Keeper Chris Kröhnert seinen Meister (12.). Und der 26-jährige Schlussmann wuchs von Minute zu Minute weiter über sich hinaus, als er erst gegen Emmanuel Bento geschickt den Winkel verkürzte (22.), dann gegen Liebert auf dem Posten war (24.), ehe er binnen Sekunden einen Liebert-Kopfball über die Latte wischte (29.), um dann einen Kopfball von Fabian Schulz von der Linie zu kratzen (30.).

Erst Pajonk beendete den Todesfelder Chancenwucher, als der 29-jährige Torjäger einen Querpass von Til Weidemann mutterseelenallein aufnahm und zum 1:0 einschob (31.). Kröhnert war geschlagen, stand aber kurzdarauf wieder im Blickpunkt, als er gegen Mats Klüver und Liebert (33.) rettete. „Wir haben eine fast perfekte erste Halbzeit gespielt. Nur die Tore haben gefehlt“, analysierte SVT-Verteidiger Christian Rave nach dem Schlusspfiff.


Bordesholm muss erst den Respekt ablegen

Und die Bordesholmer? Die kamen erst nach dem Rückstand im Spiel an, strahlten in der ersten Halbzeit lediglich durch einen Distanzschuss von Maximilian Musci (17.), als SVT-Keeper Lukas Benner klatschen ließ, Torgefahr aus. „In den ersten Minuten hatten wir zu viel Respekt, aber den haben wir dann abgelegt“, bekannte TSVB-Trainer Björn Sörensen.

Nach der Halbzeit war es seine Elf, die den Ton angab. Der Ballbesitzfußball zahlte sich aus. Bordesholms Noah Purtz startete einen famosen Sololauf, der geblockt wurde, doch den Rebound passte der Ex-Hartenholmer Jannik Holz auf Jesper Bandholt, der keine Mühe hatte, zum 1:1 zu vollstrecken (60.). 1:1 – alles auf Anfang. Jetzt schwamm der SVT. Ein Purtz-Schuss zischte am SVT-Tor vorbei (69.). Dann kam Klimmek frei zum Kopfball – drüber (80.). Krause hingegen traf im Gegenzug zum 2:1 (81.). Noch gaben sich die Bordesholmer nicht geschlagen: Klimmeks Drehschuss aus 25 Metern klatschte auf die Latte (86.). In der hektischen Schlussphase mit viel Theatralik verpassten es Krause (86.) und Liebert (88.), bei Hochkarätern für die Entscheidung zu sorgen.

Nach 95 Minuten war bei hereinbrechender Dunkelheit Schluss. Spotlight an: Der SVT fährt nach Kiel. „Es war ein hartes Stück Arbeit. Solche Spiele gab es noch nicht so häufig. Jetzt freuen wir uns als Titelverteidiger dabei sein zu dürfen“ , sagte SVT-Trainer Sven Tramm. Sein Gegenüber Sörensen erklärte: „Wir waren auf Augenhöhe, deswegen schmerzt es, dass wir jetzt raus sind.“

TSV Bordesholm: Kröhnert – Groth, Al. Meyerfeldt, Spohn, Musci – Härter, Aa. Meyerfeldt (78. Özkan) – Holz (61. Klimmek), Purtz (88. Halili), Bandholt – Lucht.

SV Todesfelde: Benner – Sixtus, Schulz, Rave, Sirmais – Stehnck – Weidemann (80. Blohm), Klüver (80. Gelbrecht), Bento – Pajonk (75. Krause), Liebert (90.+5 Studt). 

Schiedsrichter: Chris Olimsky (MTV Tellingstedt) – Tore: 0:1 Pajonk (31.), 1:1 Bandholt (60.), 1:2 Krause (80.) – Zuschauer: 421.