17. Oktober 2020 / 19:54 Uhr

2:2! VfB Lübeck II verspielt 2:0-Führung in Neumünster

2:2! VfB Lübeck II verspielt 2:0-Führung in Neumünster

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Norbert Somodi befand, sein Team habe es selbst versäumt, den Sack zu zumachen.
Norbert Somodi befand, sein Team habe es selbst versäumt, "den Sack zu zumachen." © 54°/Garve
Anzeige

Es war nicht der Tag der Grün-Weißen. Während die Drittliga-Profis unglücklich 0:1 gegen Dynamo Dresden verloren, musste sich die Oberliga-Reserve mit einem bitteren 2:2-Unentschieden beim PSV Neumünster nach einer 2:0-Führung zufrieden geben.

Anzeige

Die erste Halbzeit ging an die Gastgeber, die mehr vom Spiel hatten. Trotzdem ging es vor 144 Zuschauern torlos in die Halbzeitpause. Danach brachte Neuzugang und Linksaußen Randy Manu Gyamenah die Lübecker mit einem Doppelschlag (52., 56.) in Führung. „Nachdem wir zunächst zu passiv waren, haben in der zweiten Halbzeit ein komplett anderes Gesicht gezeigt. Wir haben früh gestört und gute Stafetten gezeigt“, resümierte VfB-Trainer Norbert Somodi.

In der 77. Minute konnte jedoch Grady Zinkondo verkürzen. Auf der anderen Seite hätte die Somodi-Elf den Sack zu machen können. David Bany legte quer auf den freistehenden Levent Meydaner, doch der aufmerksame PSV-Ersatztorwart Nico Heuer ging dazwischen. Im Gegenzug erzielte ausgerechnet der frühere VfB-Stürmer Timo Barendt per Kopfball nach einer Flanke vom eingewechselten Ex-Eutiner Nico Bruns den späten 2:2-Ausgleich (90.+2).

VfB Lübeck II besiegt SV Eichede am 4. Oberligaspieltag (04.10.2020)

Keeper Benjamin Gommert faustest eine Flanke vor Gerrit Schubring außerhalb der Gefahrenzone. Zur Galerie
Keeper Benjamin Gommert faustest eine Flanke vor Gerrit Schubring außerhalb der Gefahrenzone. ©

„Vorher hätte der Neumünsteraner Florian Foit die Rote Karte wegen einer Notbremse gegen Vico Dombrowski sehen müssen. Das war die entscheidende Spielszene. Foit ist klar letzter Mann“, haderte Somodi. Schiedsrichter Henning Deeg (Hartenholm) ließ Gnade walten und zeigte nur die Gelbe Karte (70.). „Wir geben dem Schiedsrichter aber nicht die Schuld, weil wir es selbst versäumt haben, den Sack zu zumachen. Der Verlauf ist sehr unglücklich. Am Ende geht das Unentschieden in Ordnung. In der Schlussphase ist Neumünster stärker geworden“, befand Somodi.

Sein PSV-Kollege Sven Boy bilanzierte: „In der ersten Halbzeit müssen wir in Führung gehen und hatten zwei richtig gute Möglichkeiten durch Til Küffner und Tim Möller. Eigentlich passte alles. Die Schlüsselszene war, dass unser Ersatztorwart uns im Spiel hält. Dann wäre das Ding für uns durch gewesen. So haben wir dann gleich dreifach gewechselt und umgestellt. Die Art und Weise nach dem 0:2 hat mir gefallen, um zumindest den Punkt geholt zu haben.“

VfB Lübeck II: Heyden – Svirca, Meyer, Crentsil – Lahu, Dombrowski (78. Meydaner), Bonilla, Blohm (61. Bany), Gyamenah – Taritas, Uzun (46. Melo).