22. November 2020 / 20:23 Uhr

Dresdner Eislöwen unterliegen dem EC Bad Nauheim nach Verlängerung

Dresdner Eislöwen unterliegen dem EC Bad Nauheim nach Verlängerung

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DDEislöwen
Der Dresdner Tom Knobloch taucht hier gefährlich vor Bad Nauheims Torwart Felix Bick auf. © Matthias Rietschel
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Die Dresdner Eislöwen kassierten die erste Heim-Niederlage der Saison. Nach einer schwachen Leistung verlor die Mannschaft von Coach Rico Rossi mit 2:3 gegen Bad Nauheim.

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Dresden. Die Dresdner Eislöwen haben an diesem Wochenende wahrlich keine Bäume ausgerissen. Nach der 1:4-Pleite am Freitag in Kassel mussten sich die Schützlinge von Trainer Rico Rossi am Sonntag daheim dem EC Bad Nauheim mit 2:3 (0:2, 0:0, 2:0, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Nur im letzten Drittel agierten die Hausherren bissig und deuteten ihr Können zumindest ein wenig an. Am Ende verbuchten die Elbestädter nur ein mageres Pünktchen auf ihrem Konto.

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Gegner setzte erstes Ausrufezeichen

Rossi zeigte sich mehr als angesäuert nach der schwachen Heimvorstellung seiner Truppe: „Wir haben ein Drittel ordentlich gespielt. Das reicht aber nicht gegen eine gute Bad Nauheimer Mannschaft, gegen keine Mannschaft dieser Liga“, redete der Italo-Kanadier Klartext. Er forderte: „Wir müssen schon aufwachen hier!“ Dabei war er vor allem von den Leistungsträgern enttäuscht: „Die jungen Spieler machen mir nicht die Sorgen, die Führungskräfte müssen ihre Rolle übernehmen“, mahnte der Coach.

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Einmal mehr setzte der Gegner das erste Ausrufezeichen in der Partie. Nachdem Jordan Knackstedt in der 5. Minute eine gute Chance nicht nutzen konnte, markierte auf der Gegenseite Stefan Reiter mit einem harten Schlagschuss über die Fanghand von Eislöwen-Goalie Riku Helenius, der diesmal wieder den Vorzug vor Nick Jordan Vieregge erhielt, die 1:0-Führung für die Gäste.

Die Hessen gaben auf dem Eis auch weiterhin den Ton an, während die Blau-Weißen zu behäbig wirkten, kaum Ideen im Angriffsspiel hatten. Fast folgerichtig fiel der nächste Gegentreffer. Frédérik Cabana nutzte eine Unsicherheit von Helenius, der den Puck nicht unter Kontrolle bekam, und beförderte die Scheibe über den schon am Boden liegenden Keeper zum 2:0 (16.) in die Maschen.

Im letzten Drittel mit mehr Power

Im zweiten Abschnitt wurde es aus Sicht der Gastgeber nicht besser. In einem insgesamt zerfahrenen Durchgang hatten Nick Huard und Jordan Knackstedt (30.) sowie René Kramer (36.) mit einem Pfostenschuss noch die besten Möglichkeiten, aber sie blieben ungenutzt.

In der Pause fand dann Rossi wohl ein paar eindringliche Worte, denn die Dresdner kamen plötzlich mit deutlich mehr Power aufs Eis. Binnen zwanzig Sekunden schafften sie den Ausgleich. Erst netzte Dennis Swinnen nach schönem Pass von Christian Neuert zum 1:2-Anschluss ein, kurz darauf zeigte Evan Trupp seine Qualitäten und besorgte mit einem Schuss durch die Schoner des Bad Nauheimer Torhüters Felix Bick das 2:2 (43.).

Danach drängten die Blau-Weißen weiter, um eine Entscheidung zu erzwingen. Doch auch die Gäste blieben gefährlich. Als in regulärer Spielzeit kein Treffer mehr fiel, ging es in die Verlängerung. Nach knapp zwei Minuten sicherte Simon Gnyp mit einem Schuss durch die Schoner von Helenius seiner Mannschaft den Zusatzpunkt.