02. November 2021 / 21:31 Uhr

2:3 nach 2:1: HSV II dreht das Spiel und zieht am 1. FC Phönix Lübeck vorbei

2:3 nach 2:1: HSV II dreht das Spiel und zieht am 1. FC Phönix Lübeck vorbei

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kusi Kwame und Björn Lambach mit sinkenden Köpfen nach der Niederlage 
Kusi Kwame und Björn Lambach mit sinkenden Köpfen nach der Niederlage  © Agentur 54°
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Die Lübecker verlieren 2:3 – Knudsen und Hyseni treffen – Chance auf Aufstiegsrundenplatz sinkt

Von Volker Giering und Christoph Staffen

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Nach drei Unentschieden und dem 1:0-Erfolg gegen Heide musste sich der 1. FC Phönix Lübeck in der Regionalliga dem Hamburger SV II vor 705 Zuschauern mit 2:3 geschlagen geben. Die Rothosen zogen damit an den Adlern in der Tabelle vorbei. Phönix-Sportchef Frank Salomon hatte sechs Punkte aus den Spielen gegen Heide und den HSV gefordert, um die Chance auf Aufstiegsrundenplatz fünf zu wahren.

Hiobsbotschaft für 1. FC Phönix Lübeck: Michael Kobert fällt bis Jahresende aus

Bei den Lübeckern gab es vor dem Anpfiff eine weitere Hiobsbotschaft: Nachdem sich Innenverteidiger Christophe van Zutphen nach Absprache mit Mannschaftsarzt Dr. Jan Eßer entschlossen hatte, sein gerissenes Kreuzband in seiner Heimat Holland operieren zu lassen und dort auch in die Reha zu gehen, fällt Stürmer Michael Kobert mit einem Innenbandriss bis zum Jahresende aus. Das ergab eine MRT-Untersuchung.

Vier Veränderungen bei Phönix Lübeck, gleich fünf beim HSV II

Trainer Daniel Safadi nahm nach dem 1:0 gegen Heide gleich vier Veränderungen vor: Kapitän Fischer, Knudsen, Bouali und Büyükdemir rotierten ins Team und ersetzten Budimbu (krank), Gnerlich, Kobert und Vinberg. Für Budimbu rückte Wahab in den Kader nach. Bei den Hamburgern gab es nach dem 2:2 gegen St. Pauli gleich fünf Veränderungen. Der Ex-Lübecker Burmeister nahm auf der Bank Platz, von den Profis stand Meißner in der Startelf.

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Start nach Maß für Phönix Lübeck: Knudsen erzielt frühe Führung

Auf der Tribüne saßen Hamburgs Nachwuchs-Boss Horst Hrubesch, der am Nachmittag seinen Lübecker Freund Horst Kayser (Phönix-Urgestein und Förderer) besucht hatte. Jubeln durfte zunächst der Phönixer in der neunten Minute: Einen Schuss von Bouali aus halblinker Position konnte Keeper Oppermann zwar parieren, wehrte den Ball aber in die Mitte direkt vor die Füße von Morten Knudsen ab, der locker zur Führung einschieben konnte.

Aufgrund dieser Niederlage zieht der Hamburger SV II in der Tabelle der Regionalliga Nord am 1. FC Phönix Lübeck vorbei.

Haris Hyseni mit einem Schussversuch Zur Galerie
Haris Hyseni mit einem Schussversuch ©

Gastgeber geht mit knapper Führung in die Halbzeitpause

Neun Minuten später konnte sich Hrubesch freuen: Nach einem Handspiel von Büyükdemir im Strafraum gabt es Elfmeter für die Gäste: Keeper Tittel protestierte, sah die Gelbe Karte – und der finnische Nationalspiler Suhonen traf sicher ins linke Eck. Kurze Zeit später machte Büyükdemir seinen Fauxpas gut, flankte in die Mitte auf Hariy Hsysni, der die Kugel sauber annahm, sich drehte und aus 22 Metern abzog: Der Ball flog wie ein Strich und schlug ins rechte Eck ein (24.). Für den Torjäger war es der vierte Saisontreffer, der von den Rängen mit lautstarkem Applaus gefeiert wurde. Nachdem sich die Phönixer anfangs als eiskalt und effektiv präsentiert und aus zwei Chancen zwei Tore gemacht hatten, erhöhten die Hamburger nach der Pause den Druck und liefen unter den Augen von VfB-Sportdirektor Rocco Leeser (die Grün-Weißen spielen am 21. November bei der HSV-Reserve) deutlich früher an.

HSV II kommt stark zurück: Suhonen und Omohe schießen Rothosen zum Sieg

Lohn der Mühen war das 2:2 durch Suhonen (63.), der sich nach Vorarbeit von Kilo gegen zwei Lübecker durchsetzte und aus 16 Metern ins linke Eck traf. Phönix blieb nach dem Ausgleich unter Druck: Erst rettete Keeper Tittel gegen Otuali Omohe nach Flanke von Kilo (68.), dann klärte Hyseni auf der Linie per Kopf gegen Großer nach einer Ecke von Fabisch (71.). Ein Querschläger von Tittel bei einem Klärungsversuch blieb ohne Folgen (77.). In der 81. Minute war Tittel machtlos, nachdem Otuali Omohe nach einer Linksflanke nicht lange fackelte und zur nun verdienten Gästeführung traf. Von den Phönixern kam in der zweiten Halbzeit zu wenig. Die letzte Chance hatte Korup, doch er drosch den Ball weit über den Kasten (90.+5).

Die Statistik zum Regionalliga-Spiel:

1. FC Phönix Lübeck: Tittel - Rasgele (82. Korup), Kwame, Thiel, Fischer - Knudsen (52. Ibraimo), Lambach, Graudenz, Büyükdemir (57. Kisekka) - Bouali (82. Wahab), Hyseni.

Hamburger SV II: Oppermann - Sommer (66. Andresen), Gyamfi, Zumberi, Hein - Großer - Liami (46. Kilo), Fabisch, Suhonen - Otuali Omohe, Meißner (66. Burmeister).

Schiedsrichter : Schmidt (SpVg Laatzen)

Zuschauer: 705

Tore: 1:0 Knudsen (9.), 1:1 Suhonen (FE/18.), 2:1 Hyseni (24.), 2:2 Suhonen (63.), 2:3 Otuali Omohe (81.)

Gelbe Karten: Tittel, Rasgele, Büyükdemir, Kwame – Otuali Omohe

Gelb-Rot: Otuali Omohe (90.+3).

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