19. November 2021 / 22:06 Uhr

2:3 gegen den USC Münster: Erste Niederlage für den SC Potsdam

2:3 gegen den USC Münster: Erste Niederlage für den SC Potsdam

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Maja Savic (r.) gelangen gegen den USC Münster zehn Punkte für den SC Potsdam.  
Maja Savic (r.) gelangen gegen den USC Münster zehn Punkte für den SC Potsdam.   © Bernd Gartenschläger
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Volleyball-Bundesliga, Frauen: Der bislang ungeschlagene Tabellenzweite der Volleyball-Bundesliga verliert nach sechs Siegen in Serie mit 2:3 gegen USC Münster.

Die Siegesserie des SC Potsdam ist gerissen: Nach sechs Erfolgen zum Auftakt der Frauen-Bundesliga mussten sich die Volleyballerinnen erstmals geschlagen geben. Am Freitagabend verlor die Mannschaft von Trainer Guillermo Hernandez vor 668 Zuschauern in der MBS-Arena mit 2:3 (19:25, 25:15, 25:19, 22:25, 9:15) gegen den USC Münster. „Es ist ganz normal und es kommt auch mal vor, dass man verliert. Wir sind so ein junges Team, wir haben nicht ganz so viele Wechselmöglichkeiten, da ist es schon schwierig, immer Leistung zu bringen“, sagte Kapitänin Laura Emonts, die 20 Punkte machte.

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Münster reiste als Tabellenneunter an, einen großen Unterschied zum Tabellenzweiten aus Potsdam sah man zunächst nicht. Lange Zeit war es ein äußerst ausgeglichenes Spiel, bis zum 18:18 wechselte die Führung mehrmals, wobei Münster auch immer wieder von schlechten Entscheidungen der Potsdamerinnen profitierten. Eine Fehlangabe von Anastasia Cekulaev läutete einen Sechs-Punkte-Lauf von Münster ein, am Ende ging der erste Satz mit 19:25 verloren.

Ana Escamilla wird verabschiedet

Der zweite Durchgang begann nicht viel besser als der erste, bis zum 8:8 blieb es ein Spiel auf Augenhöhe. Doch dann zogen die Potsdamerinnen bis auf 13:8 davon. Das Spiel wirkte jetzt deutlich strukturierter, zuvor waren viele Spielzüge eher Stückwerk. „Wir waren ein bisschen verunsichert, weil sie viele Punkte in der Abwehr und im Block geholt haben, dann will man vielleicht ein bisschen mit dem Kopf durch die Wand“, sagte Emonts. Außerdem gewannen die SCP-Volleyballerinnen jetzt auch die langen und dramatischen Ballwechsel. Beim Punktgewinn zum 14:9 blockte das Duo Maja Savic/Sarah van Aalen gleich dreimal hintereinander spektakulär, beim 19:11 rettete Emonts weit außerhalb des Feldes, Vanessa Agbortabi vollendete gekonnt. Am Ende stand ein souveränes 25:15.


Nach dem zweiten Satz verabschiedete der Verein Ana Escamilla, die Spanierin muss wegen einer Durchblutungsstörung in der Hand vorerst ihre Karriere ruhen lassen. „Wir wünschen dir alles Gute, dass du gesund wirst und du wieder zu uns zurückkommst“, sagte der SCP-Vorstandsvorsitzende Peter Rieger und überreichte ihr ein Trikot mit der Nummer 7, die 23-Jährige zeigte sich sichtlich gerührt. 

Emonts dominiert im dritten Satz

Der dritte Satz sollte ganz im Zeichen von Emonts stehen. Die Kapitänin war, vor allem in der Endphase des Durchgangs, die entscheidende Spielerin, machte die wichtigen Punkte, ihren Schlägen war die Überzeugung anzumerken, die manchen ihrer Mitspielerinnen fehlte. So zogen die Potsdamerinnen beim Stand von 18:18 davon und gewannen den Durchgang mit 25:19. 

Der SCP hatte anschließend die Chance, auch den vierten Satz für sich zu entscheiden und alle drei Punkte mitzunehmen, verlor aber mit 22:25. „Wir haben im vierten Satz die Blockpunkte nicht gemacht“, meinte Manager Toni Rieger und verwies auch auf das Verletzungspech, schließlich fällt Anett Nemeth weiterhin mit einem Bänderriss im rechten Knöchel aus. Wobei ihr Ersatz, Adela Helic, mit 24 die meisten Punkte geholt hatte. Im Tie-Break führte Potsdam zwar mit 8:7, dann zog Münster – auch begünstigt durch Potsdamer Fehler – auf 8:12 davon, am Ende stand ein 9:15.

Vier Spiele in neun Tagen

Die Partie gegen Münster war die erste von vier innerhalb von neun Tagen. Schon am Dienstag steht das Hinspiel gegen Pontas Delgado (Portugal) im Challenge Cup an, einen Tag später das Rückspiel, beide Partien finden jeweils um 19 Uhr in der Potsdamer MBS-Arena statt. 

SC Potsdam: Agbortabi (4), Wilczek, Savic (9), Page, Vlachaki (1), Lilley, van Aalen (1), Cekulaev (10), Jegdic, Emonts (20), Helic (24).