05. Oktober 2020 / 22:49 Uhr

2:4 in Strausberg: Misere des Rostocker FC geht weiter

2:4 in Strausberg: Misere des Rostocker FC geht weiter

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Luca Rohr wird vom Rostocker Marllex Abdulai (r.) eng bedrängt.
Marllex Abdulai (r.), hier in einer früheren Partie, flog in der Schlussphase vom Platz. © Johannes Weber
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Die Niederlage beim FC Strausberg war schon die sechste Schlappe am Stück. Neuzugang Ramón Hofmann debütiert im Sturm beim Rostocker FC.

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Fast unaufhaltbar gestaltet sich die derzeitige Talfahrt der Rostocker. Das 2:4 (2:2) beim vorherigen Tabellenletzten FC Strausberg (jetzt 13. Platz/4 Punkte) war die sechste Niederlage in Serie für den Aufsteiger, der mittlerweile auf dem vorletzten Tabellenrang angekommen ist. Der erhoffte Effekt des Trainerwechsels vor drei Wochen von Ex-Coach Jens Dowe zum Interimsduo Vladimir Liuty und Anton Mülleri ist bislang ausgeblieben.

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Der Start in die Partie gegen Strausberg war zunächst turbulent für den RFC. Tino Istvanic traf den Pfosten, zudem entschärfte Rostocks Keeper Tobias Werk zwei gute Gelegenheiten in der Anfangsphase. Besser wurde es, als Martin Pett für die Gäste eine Freistoßflanke in den FCS-Sechzehner hob. Vincent Lipp unterlief dabei ein Eigentor - der Neuling führte. Das Heimteam antwortete danach - ebenfalls per Standard. Felix Angerhöfer vollendete einen Freistoß von Deniz Citlak im Tor - 1:1.

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Auch der erneute Vorsprung des RFC mit dem 2:1 durch Kevin Mbengani hielt nicht lange. Die Strausberger kamen erneut per Standard zurück, Pierre Vogt traf. Nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Rostocker zwar, doch die Treffer machten die Gastgeber. Durch einen Doppelschlag von Deniz Citlak riss Strausberg das Spiel an sich und gewann am Ende.Ärgerlich war aus RFC-Sicht auch, dass Verteidiger Marllex Abdulai sich noch die Gelb-Rote Karte in der Schlussphase einhandelte.

Unterdessen reagierten die Rostocker auf den langfristigen Ausfall von Stürmer Djibril NDiaye. Der Neuzugang, der im Sommer von der TSG Neustrelitz gekommen war, zog sich nach SPORTBUZZER-Informationen Anfang September einen Bruch der Kniescheibe zu und wird wohl noch mehrere Monate fehlen. Kurz vor dem Match in Strausberg verkündete der RFC deswegen den Transfer von Ramón Hofmann. Der Angreifer hatte bis August in den USA bei den Cal State Athletics gespielt und war seitdem vereinslos.


Ausgebildet wurde der 26-Jährige unter anderem beim 1. FC Magdeburg. In der Saison 2016/17 lief Hofmann für den 1. FC Lok Leipzig sieben Mal in der Regionalliga Nordost auf. Für den Traditionsklub sowie für den FSV Wacker Nordhausen, FC Rot-Weiß Erfurt II, SV Merseberg 99 und den VFC Plauen absolvierte der Rechtsfuß zusammen 127 Einsätze in der NOFV-Oberliga Süd und erzielte 27 Tore. In Strausberg war Hofmann sofort in der Startelf, konnte in seinen 64 Minuten allerdings nur wenig Akzente setzen.

Rostocker FC: Werk – Martin, Abdulai, Dojahn, Iereidis (46. Ben-Cadi) – Schätzle, Scharf (53. Diaby) – Grube (64. Nehls), Pett, Mbengani – Hofmann (64. Papenhagen).
Tore: 0:1 Lipp (18., Eigentor), 1:1 Angerhöfer (25.), 1:2 Mbengani (34.), 2:2 Vogt (39.), 3:2, 4:2 Citlak (72., 83./Elfmeter).
Gelb-Rot: Abdulai (85./RFC/Meckerns).
Schiedsrichter: Florian Lukawski.
Zuschauer: 252.