08. Juli 2021 / 16:01 Uhr

2:6! FC Grimma verliert Test gegen FC Eilenburg

2:6! FC Grimma verliert Test gegen FC Eilenburg

Tom Rietzschel
Dresdner Neueste Nachrichten
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Der FC Grimma verliert auch gegen den FC Eilenburg deutlich: 2:6 hieß es am Ende. © Karsten Hannover
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Nicht konstant genug: Wie gegen den Halleschen FC und den 1. FC Lok Leipzig war gegen den neuen Regionalligisten aus Eilenburg nichts zu holen. Trainer Alexander Kunert hofft nun, dass seine Truppe gegen Niesky den ersten Sieg in der Vorbereitung einheimsen kann.

Grimma. Auch in seinem dritten Vorbereitungsspiel hat es Oberligist FC Grimma nicht geschafft, zwei konstant ordentliche Halbzeiten auf den Platz zu bringen. Nach richtig guten 60 Minuten, als man sogar mit 2:1 in Führung lag, zog man letztlich gegen den Regionalliga-Aufsteiger FC Eilenburg mit 2:6 (2:1) den Kürzeren und brach nach dem Gäste-Ausgleich völlig zusammen. „Natürlich wardie letzte halbe Stunde enttäuschend, doch werden wir weitermachen und an unserem Planfesthalten“, fasste Grimmas Trainer Alexander Kunert die Partie kurz und knapp zusammen. Auch diese Begegnung wird er mit seinem jungen Team auswertenund am Samstag im nächsten Test einen neuen Anlaufnehmen. Dann gastiert um 14.00 Uhr mit dem FV Eintracht Niesky zwar ein ambitionierter Sachsenligist im Husaren-Sportpark, doch hat der Grimmaer Coach für diesen Vorbereitungskick das Ziel klar festgelegt. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir dieses Spiel gewinnen“, so Kunert.

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„Mit der ersten Hälfte bin ich sehr zufrieden“

Dabei waren die Kunert-Schützlinge von Beginn an präsent, legten eine hohe Laufbereitschaft an den Tag und machten es dem Favoriten frühzeitig schwer. Auszeichnen musstesich der Grimmaer Schlussmann Nico Becker einzig, als er gegen seinen ehemaligen Mitspieler Christoph Jackisch–welcher vor dem Spiel zusammen mit Oliver Kurzbach unter dem Applaus der Zuschauer verabschiedet wurde – grandios rettete und Lucas Bartsch den folgenden Seitfallzieher von Branden Stelmak von der Linie kratzte (10.).

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Der FC Grimma verliert das Testspiel gegen Regionalliga-Aufsteigen FC Eilenburg deutlich mit 2:6. Zur Galerie
Der FC Grimma verliert das Testspiel gegen Regionalliga-Aufsteigen FC Eilenburg deutlich mit 2:6. ©

Dies war quasi die einzig zwingende Tormöglichkeit des FCE in den ersten 45 Minuten. Doch nicht nur das –ausden Ballgewinnen fuhr der Oberligist im Anschluss daran immer wieder vielversprechende Konter. So zum Beispiel als man einen Gäste-Eckball resolut verteidigte und sich nach zwei, drei Stationen blitzschnell am gegnerischen Strafraum befand. Moritz Griesbach profitierte von der entblößten Hintermannschaftder Gästeundlegte das Streitobjekt anschließend mustergültig auf den mitgelaufenen Jan Hübner quer, welcher aus Nahdistanz mühelos zum 1:0 einlochte (11.).

„Mit der ersten Hälfte bin ich sehr zufrieden“, analysierte Grimmas Trainer Alexander Kunert. „Auch von dem zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer ließen wir uns nicht aus der Bahn werfen und haben unsere Zielvorgaben auch danach konsequent umgesetzt.“ Allerdings sprach der Coach bereits das 1:1 an – ein Gegentreffer, welchen man sich allerdings viel zu einfach einfing. Eilenburgs Rückkehrer Branden Stelmak legte einen weiten Diagonalball von Alexander Vogel per Kopf gekonnt auf Kevin Wadewitz, der mit einer Direktabnahme aus beträchtlicher Entfernung erfolgreich war (20.).

„Waren in der Defensive teilweise vogelwild“

„Wir waren zwar spielbestimmend, doch in den ersten 45 Minuten agierten wir einfach mit zu wenig Tempo“, analysierte Eilenburgs Trainer Nico Knaubel. Immerwieder gelang es den Grimmaern nach Ballgewinnen schnell zu nach vorn zu spielenund belohnten sich mit dem 2:1-Führungstreffer. Von Michel Schwarz sehenswert eingeleitet, fand eine langgezogene Flanke von Moritz Griesbach dem am zweiten Pfosten einlaufenden Maximilian Sommer, der mit einer herrlichen Direktabnahme ins lange Eck den Oberligisten abermals in Führung brachte (44.).

Zur Halbzeit brachte Gäste-Coach Knaubel dann eine Reihe von arrivierten Spielern, die bereits seit Jahren das FCE-Trikot tragen und daher eingespielt sind. So setzten Dennis Kummer (52.) und Adam Fiedler (59.) mit einem Freistoß die ersten Achtungszeichen. Kurz darauf war Grimmas Schlussmann Pascal Birkigt jedoch machtlos. Einen Eckball von Adam Fiedler hämmerte Alexandros Dimespyra ungehindert zum 2:2 in die Maschen (64.).


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Fortan war von jeglichem Selbstvertrauen nichts mehr zu sehen, im Offensivspiel wurde überhaupt keine Entlastung mehr geschaffen. „Wir waren in der Defensive nun teilweise vogelwild, niemand warvon meinen Spielern in der Lage, in dieser kritischen Phase das Zepter in die Hand zu nehmen“, resümierte Grimmas Trainer Kunert den Leistungsabfall in den letzten 30 Minuten. „Wenn man merkt, dass nach vorn recht wenig geht, muss man ebenverstärkte Prioritäten auf die Sicherung des eigenen Tores legen“, legte der FCG-Coach den Finger in die Wunde.

Am Ende wird es deutlich

So profitierten die Gäste fortan von Grimmaer Unzulänglichkeiten und Schaltpausen im Rückwärtsgang. Sorettete Birkigt zunächst grandios gegen Bartlog (69.), doch konnte auch der FCG-Keeper vier Minuten später den Rückstand nicht verhindern – erneut war Dimespyra zum 2:3 zur Stelle (73.). Nun rollte Angriff auf Angriff auf das Grimmaer Tor, sechs Minuten vor Abpfiff war die Partie dann entschieden. Nach einem Grimmaer Fehlpass im Spielaufbau schloss Bartlog den Angriff mit dem 2:4 ab (84.).

Doch damit noch nicht genug. In den letzten fünf Minuten verdarben sich die Kunert-Schützlinge die positiven ersten 60 Minuten ganz und gar. Zunächst ließ man die Gäste am Strafraum munter kombinieren – Philipp Sauer hatte daraufhin wenig Mühe zum 2:5 zu vollenden (86.). Anschließend brachten die Einheimischen den Ball nach einer unübersichtlichen Situation nicht weit genug aus der Gefahrenzone – Dong-Min Kims Schuss von der Strafraumgrenze schlug zum 2:6-Endstand ein (90.).