01. Oktober 2021 / 20:29 Uhr

2. Liga kompakt: HSV-Remis dank Last-Minute-Eigentor in Aue – Werder schlägt Heidenheim klar

2. Liga kompakt: HSV-Remis dank Last-Minute-Eigentor in Aue – Werder schlägt Heidenheim klar

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erzgebirge Aue gibt in letzter Sekunde durch ein Eigentor einen Sieg aus der Hand. Werder schießt sich gegen Heidenheim den Frust von der Seele.
Erzgebirge Aue gibt in letzter Sekunde durch ein Eigentor einen Sieg aus der Hand. Werder schießt sich gegen Heidenheim den Frust von der Seele. © IMAGO/Jan Huebner/dpa/Montage
Anzeige

Der Hamburger SV hat am Freitag gegen Erzgebirge Aue die zweite Saison-Pleite gerade noch abwenden können. Gegen das vorherige Zweitliga-Schlusslicht errungen die Hanseaten ein spätes Remis. Nord-Rivale Werder Bremen entledigte sich gegen den 1. FC Heidenheim indes seiner Ergebnis-Krise.

Erzgebirge Aue - Hamburger SV 1:1 (1:0)

Der Hamburger SV hat beim Auswärtsspiel am Freitagabend die zweite Saisonpleite gerade noch abwenden können. Gegen Schlusslicht Erzgebirge Aue holten die Hanseaten ein spätes 1:1 (0:1). Ein Billiard-Tor von Antonio Jonjic (23.) hatte den Underdog im ersten Durchgang in Führung gebracht. Ein kurioses Eigentor von Dirk Carlson sorgte für den späten Ausgleich (90.+4). Aue musste nach einer Roten Karte für Aue-Profi Soufiane Messeguem (69.) in Unterzahl agieren.

Anzeige

Die Hamburger starteten nach fünf Spielen in Serie ohne Niederlage merklich selbstbewusst in die Partie, konnten das Abwehrbollwerk der Hausherren in den Anfangsminuten jedoch nicht knacken. Wirklich gefährlich wurde es stattdessen auf der Gegenseite – und Aue belohnte sich direkt. Nach einer Flanke von John-Patrick Strauß versuchte HSV-Verteidiger Jonas David zu klären, köpfte jedoch Jonjic an, von dessen Hinterkopf der Ball unhaltbar im Tor von Daniel Heuer Fernandes einschlug. Im zweiten Durchgang verteidigte Aue den Vorsprung zunächst leidenschaftlich, die Rote Karte gegen Messeguem nach überhartem Einsteigen gegen Sonny Kittel gestaltete das Unterfangen in Unterzahl jedoch deutlich schwieriger. Bis zur Schlussminute hielt die Führung jedoch an – dann sorgte ein Kopfball-Eigentor von Carlson für das Remis.

Der HSV verpasst zwar den Dreier, liegt als Fünfter mit 14 Punkten aber nur einen Zähler hinter Relegationsplatz drei. Aue bleibt im zweiten Spiel unter Interimstrainer Marc Hensel, der die sportlichen Geschicke des FCE nach der Entlassung von Aleksey Shpilevski übergangsweise übernahm, sieglos. Als einziges Team im deutschen Unterhaus ist der Tabellenvorletzte damit noch ohne einen Erfolg, springt aber vorübergehend auf Platz 17.

Werder Bremen - 1. FC Heidenheim 3:0 (0:0)

Dank einer bärenstarken zweiten Spielhälfte hat Werder Bremen am Freitag einen wichtigen Sieg eingefahren. Die Schützlinge von Trainer Markus Anfang setzten sich nach zuvor zwei Pleiten in Serie gegen den 1. FC Heidenheim deutlich mit 3:0 (0:0) durch. Marco Friedl (50.) und Neuzugang Marvin Ducksch (52.) stellten mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten kurz nach dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg. Ein Eigentor von Denis Thomalla (64.) besiegelte den Erfolg, der den Bundesliga-Absteiger auf Platz sieben des Zweitliga-Klassements hievt. Heidenheim bleibt mit einem Zähler mehr auf Relegationsplatz drei.

Nach den Niederlagen im Nord-Derby gegen den HSV (0:2) und dem deutlichen 0:3 gegen Dynamo Dresden zeigten sich die Bremer gewillt, eine Reaktion zu zeigen. Nach anfänglicher Überlegenheit kamen jedoch die Gäste stetig besser in die Partie, hatten ihre beste Szene kurz vor der Pause, als Thomalla freistehend mit einem Lupfer an Werder-Keeper Michael Zetterer scheiterte (44.). Durchgang zwei begann dann mit dem Schock für Heidenheim. Erst überwand Friedl den chancenlosen Kevin Müller nach einem Freistoß, nur zwei Zeigerumdrehungen später erhöhte Ducksch nach einem Patzer des Heidenheim-Keepers auf 2:0. Der vermeintlich schnellen Antwort der Gäste wurde die Zustimmung verweigert. Tim Kleindienst befand sich vor seinem Tor im Abseits (54.). Die Vorentscheidung brachte schließlich dennoch ein Heidenheimer: Thomalla brachte den Ball nach einer Ducksch-Flanke im eigenen Tor unter und setzte damit den Schlusspunkt (64.).