12. Mai 2019 / 17:27 Uhr

2. Liga kompakt: HSV verpasst Wiederaufstieg - Magdeburg und Duisburg steigen ab

2. Liga kompakt: HSV verpasst Wiederaufstieg - Magdeburg und Duisburg steigen ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mit einer bitteren Klatsche gegen den SC Paderborn hat der HSV die Chancen auf den Aufstieg vergeben. 
Mit einer bitteren Klatsche gegen den SC Paderborn hat der HSV die Chancen auf den Aufstieg vergeben.  © 2019 Getty Images
Anzeige

Desaster für den HSV! Nach der deutlichen Niederlage gegen Paderborn sind alle Hoffnungen auf die Rückkehr in die Bundesliga für die Hamburger passé. Dagegen können der SCP und Union Berlin weiter auf den Sprung in die 1. Liga hoffen.

Anzeige
Anzeige

SC Paderborn - Hamburger SV 4:1 (1:0)

Die Sensation ist perfekt - der HSV verpasst den Wiederaufstieg in die Bundesliga! Die Hamburger unterlagen beim direkten Konkurrenten Paderborn und können wegen des Sieges von Union Berlin (siehe unten) angesichts der desaströsen Tordifferenz auch die Relegation nicht mehr erreichen. Für die Norddeutschen ist das Nicht-Erreichen der Aufstiegsränge ein sportlicher und wirtschaftlicher GAU, der sich nach einer desaströsen Rückrunde aber angebahnt hatte. In der zweiten Saisonhälfte stehen die Hamburger kumuliert auf einem Abstiegsplatz.

HSV in der Einzelkritik gegen den SC Paderborn

Der Hamburger SV kann den Aufstieg in die Bundesliga nach der Niederlage beim SC Paderborn wegen der schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der Hamburger SV kann den Aufstieg in die Bundesliga nach der Niederlage beim SC Paderborn wegen der schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. ©
Anzeige

Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und begegneten sich auf Augenhöhe. Nach einer starken Phase der Gäste aus Hamburg stellte Paderborn plötzlich auf 1:0 - und schockte den HSV bis ins Mark. Vasiliadis (25.) überwand Keeper Tom Mickel, der den erkrankten Julian Pollersbeck vertrat. Zuvor hatte die Hamburger Abwehr Pröger auf der rechten Seite viel zu viel Platz gelassen. Die Hamburger kamen schläftig aus der Kabine, nach einem dicken Patzer von Lacroix erhöhte Vasiliadis (46.) sofort auf 2:0. Der HSV kam durch van Drongelen (71.) per Kopf zum Anschluss, doch die Paderborner kamen nach einem Fehler von van Drongelen durch Antwi-Adjej (81.) zum entscheidenden 3:1. Der Angreifer erhöhte in der 86. Minute sogar noch auf 4:1.

Die Paderborner von Trainer Steffen Baumgart stehen nach dem Kantersieg unmittelbar vor dem Durchmarsch aus der 3. in die 1. Liga, kann aber am letzten Spieltag noch von Union Berlin auf den Relegationsplatz verdrängt werden.

Union Berlin - 1. FC Magdeburg 3:0 (2:0)

Im Ost-Duell nutzte Union Berlin den Patzer des HSV und sicherte den Relegationsplatz am. Im letzten Spiel hat der Hauptstadtklub sogar die große Chance, Paderborn noch vom zweiten Platz zu verdrängen. Der ungefährdete Sieg gegen die Magdeburger, die nun als Absteiger aus der 2. Liga feststehen, stand schnell fest. Nach einem Abpraller schaltete Prömel (8.) am Schnellsten und köpfte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Magdeburger Tor.

Der FCM versuchte, sich im letzten Auswärtsspiel der Saison nochmal offensiv zu zeigen. Das Tor fiel aber auf der Gegenseite. Sebastian Polter (31.) stellte nach einem Magdeburger Abwehrfehler auf 2:0 und beendete damit die Hoffnungen der Gäste, doch noch den Relegationsplatz erreichen zu können. In der Nachspielzeit schoss Polter sogar noch das 3:0. Um Klassenerhalt den kämpfen am letzten Spieltag nun aber andere Mannschaften - und nicht die Magdeburger.

FC Ingolstadt - SV Darmstadt 3:0 (2:0)

Nach einer deaströsen Saison winkt den Ingolstädtern doch noch ein Happy End, denn unter Trainer Tomas Oral ist der "Great Escape", die große Rettung, plötzlich zum Greifen nah. Den ersten Schritt zum Heimsieg machten die Bayern durch Sonny Kittel. Der Ex-Frankfurter verwandelte in der 21. Minute einen direkten Freißstoß. SCD-Keeper Heuer Fernandes war chancenlos. Noch vor der Pause legte der ehemalige Bundesligist nach und kam durch Dario Lezcano (45.) zum zweiten Treffer.

Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennst Du von oben?

Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennt ihr? Macht mit bei der <b>SPORT</b>BUZZER-Challenge!  Zur Galerie
Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennt ihr? Macht mit bei der SPORTBUZZER-Challenge!  ©

Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis wechselte zur Pause offensiv, für den angeschlagenen Dursun kam Felix Platte ins Spiel. Gefährlicher blieben die formstarken "Schanzer", für die Kutschke kurz nach Wiederanpfiff sogar das dritte Tor schoss. Vorausgegangen war dem Treffer aus mittlerer Distanz ein starkes Zuspiel von Paulo Otavio.

MSV Duisburg - 1. FC Heidenheim 3:4 (1:2)

So steigt man ab. Der MSV Duisburg kann nach einer verkorksten Saison nicht mehr auf die Rettung am letzten Spieltag hoffen. Bezeichnend: Das 2:3 durch Dustin Bomheuer (58.), der sich nach Rettungstaten von Wiedwald und Schnellhardt per Kopf völlig freistehend ins eigene Tor köpfte. Zuvor waren die Duisburger in einem rasanten Spiel mindestens ebenbürtig gewesen und hatten wie die Heidenheimer zahlreiche Torchancen kreiert.

Die Gäste waren in der 27. Minute durch Glatzel in Führung gegangen, dessen Schuss Nauber noch entscheidend abgefälscht hatte. Heidenheims Torwart Müller (33.) konnte sich dann auszeichnen, er hielt einen Handelfmeter von Wolze. Den Abstauber jedoch drückte Stoppelkamp über die Linie. Das 1:1 hielt jedoch nur vier Minuten, dann war wieder Heidenheim am Start. Thomalla (37.) überwand Wiedwald. Duisburg hievte sich durch Bomheuer (51.) wieder zum Remis, doch der Torschütze avancierte nur kurze Zeit später zum Unglücksraben. Doch Duisburg gab sich nicht geschlagen: Daschner (80.) glich für seinen MSV wieder aus, Dorsch (82.) aber hatte für Heidenheim eine prompte Antwort parat.

1. FC Köln - Jahn Regensburg 3:5 (0:3)

Nach dem bereits im Vorfeld feststehenden Wiederaufstieg in die Bundesliga ließen die Kölner es gegen ihren mutmaßlichen neuen Cheftrainer Achim Beierlorzer ruhig angehen. Dessen Regensburger spielen eine gute Saison und werden sicher in der oberen Tabellenhälfte landen.

Glanz im Unterhaus: Diese Nationalspieler spielten in der 2. Liga

Jonas Hector ist nicht der erste Nationalspieler, der zweitklassig spielt. Lukas Podolski und Aleksandar Mitrovic sind weitere Beispiele. Der <b>SPORT</b>BUZZER hat die bekanntesten Zweitliga-Nationalspieler zusammengestellt. Zur Galerie
Jonas Hector ist nicht der erste Nationalspieler, der zweitklassig spielt. Lukas Podolski und Aleksandar Mitrovic sind weitere Beispiele. Der SPORTBUZZER hat die bekanntesten Zweitliga-Nationalspieler zusammengestellt. ©

Das 1:0 der Oberfranken fiel frühzeitig - und aufgrund eines Kölner Fehlers. Nach einer Ecke von Geipl kamen sich beim Abwehrversuch Czichos (7.) und Keeper Timo Horn ins Gehege. Das Ergebnis: Ein Eigentor des Ex-Kielers. Die Kölner Abwehr, seit Monaten eine Problemzone des Meisters, leistete sich noch einen Patzer: HSV-Schreck Sargis Adamyan (34.) stand nach einem Pfostenschuss von Stolze richtig und überwand Horn. Es war nicht Kölns Tag - kurz vor der Pause sah Kölns Torjäger Cordoba (45.+3) wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Al Ghaddioui (25.) zum 3:0. Jonas Hector (65.) köpfte den Anschlusstreffer nach einer Standardsituation, dann aber Adamyan (68.) schlug sofort zurück.

Doch Köln zeigte seine große offensive Klasse: Hector (73.) verkürzte mit seinem zweiten Treffer auf 2:4, dann schoss Joker Anthony Modeste (76.) nach Vorlage von Drexler sogar das 3:4. Ging da noch was für den Meister? Nein. Föhrenbach (90.) schoss nach einem Konter das fünfte Tor für die Gäste.

Holstein Kiel - Dynamo Dresden 3:0 (1:0)

Holstein Kiel hat nach drei Niederlagen in Folge wieder gewonnen. Im wohl letzten Heimspiel unter ihrem vom VfB Stuttgart umworbenen Trainer Tim Walter bezwangen die Norddeutschen am Sonntag Dynamo Dresden völlig verdient mit 3:0. Jae Sung Lee (19. Minute), Jonas Meffert (69.) und Hauke Wahl (77.) erzielten im Holstein-Stadion die Tore für die „Störche“, die zum Saisonabschluss am nächsten Sonntag bei Arminia Bielefeld gastieren.

Bilder von der Zweitliga-Partie zwischen Holstein Kiel und Dynamo Dresden

Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert vor der Fantribüne. Zur Galerie
Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert vor der Fantribüne. ©

Die Holsteiner brauchten eine gute Viertelstunde, um zu zwingenden Angriffsaktionen zu finden. Dann hatte Spielmacher Lee keine Mühe, um eine Flanke von Linksverteidiger Johannes van den Bergh zu seinem fünften Saisontreffer über die Linie zu drücken. In der Folge waren die Hausherren weiter spielbestimmend. 

Meffert erzwang vor der Schlussviertelstunde nach einer präzisen Ecke von Alexander Mühling die Vorentscheidung. Dynamo fand in der Offensive bis dahin und auch danach praktisch nicht statt. Erst recht nicht, als Abwehrchef Wahl eine erneute Schwäche der Dresdner Defensive nach einer Ecke per Kopf mit dem dritten Treffer bestrafte.

Erzgebirge Aue - Greuther Fürth 1:1 (1:1)

Die SpVgg Greuther Fürth kann für eine weitere Saison in der 2. Liga planen. Am Sonntag kamen die Franken zu einem 1:1 (1:1)-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue und sicherten mit nunmehr 39 Zählern einen Spieltag vor Saisonende den Klassenerhalt. Im Erzgebirgsstadion hatte Julian Green die Gäste in der 16. Minute in Führung gebracht. Nur vier Minuten später gelang Jan Hochscheidt der Ausgleich für die Hausherren, die bereits am vorherigen Spieltag den Klassenerhalt gesichert hatten.

Fürths Coach Stefan Leitl musste ein letztes Mal auf den gesperrten Torjäger Daniel Keita-Ruel verzichten, bei Aue vertrat Robert Jendrusch den verletzten Kapitän Martin Männel im Tor. Nach einer kurzen Abtastphase nutzte Green eine Unaufmerksamkeit in der Auer Abwehr und brauchte nach einer Hereingabe von Maximilian Sauer nur noch einzunicken. Die Freude dauerte jedoch nur vier Minuten, ehe Hochscheidt mit einem trockenen Schuss aus rund 20 Metern den Ausgleich erzielte. Im zweiten Spielabschnitt verlor die zuvor unterhaltsame Partie an Tempo. Beide Mannschaften arrangierten sich mit dem Remis.

SV Sandhausen - Arminia Bielefeld 0:3 (0:2)

Der SV Sandhausen muss am letzten Spieltag doch noch um den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga zittern. Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat verlor am Sonntag klar mit 0:3 gegen Arminia Bielefeld. Durch die erste Pleite nach zuletzt acht Begegnungen ohne Niederlage haben die Kurpfälzer nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den FC Ingolstadt 04 auf dem Relegationsrang und könnten am kommenden Sonntag noch auf den 16. Tabellenplatz zurückfallen. Am 34. Spieltag muss Sandhausen gegen Jahn Regensburg antreten.

Fabian Klos (15. Minute), Reinhold Yabo (42.) und Andreas Voglsammer (71.) schossen die Tore für die effektiven Gäste aus Bielefeld. Weil Ingolstadt sein Heimspiel gegen Darmstadt gewann, hätte Sandhausen das Duell mit Bielefeld gewinnen müssen, um den Verbleib in der 2. Liga perfekt zu machen.

FC St. Pauli - VfL Bochum 0:0

Der FC St. Pauli hat am Sonntag einen erfolgreichen Saisonabschluss vor eigenem Publikum verpasst. Im letzten Heimspiel der Spielzeit gegen den VfL Bochum mussten sich die stark ersatzgeschwächten Kiezkicker mit einem torlosen Unentschieden gegen den VfL Bochum begnügen und rutschten in der Tabelle auf Rang sieben ab. Im ausverkauften Millerntor-Stadion hatte St. Pauli zwar ein Plus an Torchancen, konnte aber den fünften Sieg in Serie gegen seinen Lieblingsgegner aus dem Ruhrrevier nicht einfahren.

Der vom Verletzungspech gebeutelte Kiezklub musste nach dem kurzfristigen Ausfall von Jeremy Dudziak (Sprunggelenk) und Marvin Knoll (muskuläre Probleme) auf insgesamt zehn Akteure verzichten. Dennoch kamen die Gastgeber besser in die Partie und hätten schon nach 44 Sekunden in Führung gehen können, doch Sami Allagui traf nur den Pfosten. Letztlich hatte es der VfL seinem starken Torwart Manuel Riemann zu verdanken, dass die Gäste einen Punkt mitnehmen konnten.

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN