23. Mai 2021 / 17:27 Uhr

2. Liga kompakt: Bochum und Fürth machen Aufstieg perfekt, Braunschweig abgestiegen

2. Liga kompakt: Bochum und Fürth machen Aufstieg perfekt, Braunschweig abgestiegen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfL Bochum steigt als Zweitliga-Meister auf, Fürth wird Zweiter und spielt ebenfalls in der kommenden Saison in der Bundesliga. Eintracht Braunschweig steigt aus der 2. Liga ab.
Der VfL Bochum steigt als Zweitliga-Meister auf, Fürth wird Zweiter und spielt ebenfalls in der kommenden Saison in der Bundesliga. Eintracht Braunschweig steigt aus der 2. Liga ab. © IMAGO/foto2press/Hübner/Montage
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Großer Jubel beim VfL Bochum und der SpVgg Greuther Fürth: Beide Teams machen am Sonntagnachmittag den direkten Aufstieg in die Bundesliga perfekt. Holstein Kiel patzt und muss in die Aufstiegs-Relegation gegen den 1. FC Köln. Eintracht Braunschweig steigt nach nur einer Saison wieder in die 3. Liga ab.

VfL Bochum - SV Sandhausen 3:1 (1:0)

Mit einem 3:1 (1:0) gegen den SV Sandhausen hat sich der VfL Bochum nicht nur die Bundesliga-Rückkehr nach elf Jahren gesichert, sondern auch den Meistertitel der 2. Liga eingeheimst. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Thomas Reis, die zunächst etwas nervös aufgetreten war, ging in der 29. Minute durch Milos Pantovic in Führung, der nach einem Konter von Simon Zoller bedient wurde und das verdiente 1:0 köpfte. Nach der Pause kam Sandhausen zum 1:1 durch Kevin Behrens (60.), Anthony Losilla (78.) und Robert Zulj (87.) sicherten Bochum aber doch noch den Sieg.

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Während Bochum die Meisterschale in Empfang nahm, konnte sich trotz der Niederlage auch der SVS freuen. Die Süddeutschen konnten nach monatelangem Abstiegskampf doch den Klassenerhalt absichern und beenden die Saison auf dem 15. Platz, weil der VfL Osnabrück mit 1:2 gegen Erzgebirge Aue verlor.

Holstein Kiel - Darmstadt 98 2:3 (1:0)

Holstein Kiel hat den erhofften Aufstieg nach der regulären Saison letztlich klar verpasst. Trotz einer 1:0-Pausenführung verloren die Norddeutschen noch mit 2:3 gegen Darmstadt 98 und müssen nun über die Relegation versuchen, doch noch den ersten Sprung eines schleswig-holsteinischen Vereins in die Bundesliga zu schaffen. Gegner ist am 26. und 29. Mai der Tabellen-16. der ersten Liga, der 1. FC Köln. Für die Kieler sah es zunächst gut aus, zur Pause stand es dank eines Kopfballtreffers von Janni Serra 1:0 für die Gastgeber, die der erste Bundesligist aus Schleswig-Holstein werden konnten.

Der Matchplan von Trainer Ole Werner schien aufzugehen - während Verfolger Fürth zur Pause in Rückstand lag. Nach Wiederanpfiff wurde es binnen kurzer Zeit jedoch bitter für die Gastgeber: Innerhalb von sieben Minuten schockte Zweitliga-Toptorjäger Serdar Dursun Kiel per Doppelschlag (51. und 58.) und zog der Werner-Elf damit den Zahn. Immanuel Höhn (75.) machte mit seinem 3:1 alles zu Gunsten der Gäste klar. Kurz zuvor hatte Serra (73.) eine Riesenchance zum 2:2 vergeben. Fin Bartels (87.) erzielte das letztlich bedeutungslose 2:3.

SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf 3:2 (0:1)

Greuther Fürth hieß der Nutznießer der Kieler Niederlage. Die Franken erkämpften trotz Rückstand und Unterzahl gegen Fortuna Düsseldorf ein 3:2 (0:1) und schafften es so, sich mit dem Remis noch vor Holstein zu schieben. Die von Stefan Leitl trainierten Fürther mussten in der 26. Minute einen Rückschlag hinnehmen, als Kristoffer Peterson die Gäste mit einem schönen Schlenzer in Führung schoss. Die Aussichten, mit einem Sieg doch noch Druck auf Kiel und Bochum aufzubauen, erhielten wenig später einen weiteren Dämpfer, als Anton Stach wegen groben Foulspiels (45.+3) vom Platz gestellt wurde.

Doch Fürth bewies Moral und kam per Handelfmeter durch Branimir Hrgota (53.) zum Ausgleich. Auch im weiteren Spielverlauf zeigten die Gastgeber Comeback-Qualitäten: Nach der neuerlichen Fortuna-Führung durch Shinta Appelkamp (56.) kam Fürth stark zurück - und durch Julian Green (69.) und Dickson Abiama (83) zu den Toren, die letztlich den Aufstieg bedeuteten. Allein in der Rückrunde sammelte Fürth, das von zahlreichen Fans vor dem Stadion unterstützt wurde, 19 Punkte nach Rückstand.


Hamburger SV - Eintracht Braunschweig 4:0 (3:0)

Nach nur einer Saison in der 2. Liga ist der frühere deutsche Meister Eintracht Braunschweig wieder in die 3. Liga abgestiegen. Gegen einen bärenstarken Hamburger SV, der vor 100 Zuschauern im Volksparkstadion einen gelungenen Abschluss einer erneut enttäuschenden Spielzeit feierte, setzte es für die Löwen eine deutliche 0:4 (0:3)-Niederlage. Sonny Kittel (7., 21.) Robin Meißner (45.+1) und Simon Terodde (76.) mit seinem 24. Saisontreffer besiegelten mit ihren Treffern den Abstieg der Niedersachsen, die für eine Chance auf den Relegationsplatz gewinnen hätten müssen. Das Team von Daniel Meyer um Felix Kroos, dem Bruder von Weltmeister Toni Kroos, muss damit gemeinsam mit den seit Wochen fix abgestiegenen Würzburger Kickers den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Erzgebirge Aue - VfL Osnabrück 2:1 (0:1)

Der VfL Osnabrück muss in der Relegation zur 3. Liga antreten. Durch die 1:2 (0:1)-Niederlage bei Erzgebirge Aue haben die Niedersachsen den direkten Klassenerhalt verpasst. Nach dem Führungstreffer von Sebastian Kerk (25.) konterte Aue-Stürmer Dima Nazarov (65, 76.) für die Veilchen, die bereits vor dem Spieltag vor dem Abstieg gerettet waren, per Doppelpack. Osnabrück tritt in der Relegation gegen den Drittliga-Dritten FC Ingolstadt an.

Jahn Regensburg - FC St. Pauli 3:0 (2:0)

Großer Jubel beim SSV Jahn Regensburg: Dank eines klaren 3:0 (2:0)-Siegs gegen den FC St. Pauli haben sich die Bayern aus eigener Kraft den Klassenerhalt gesichert. Die Regensburger, die vom abstiegsgefährdeten Quartett als 14. die beste Ausgangsposition im Abstiegskampf hatten, ließen durch die Treffer von Jann George (14.), Andreas Albers (43.) und Sebastian Stolze (64.) keinen Zweifel an ihrer Ligazugehörigkeit in der kommenden Saison.

Die Spiele ohne entscheidenden Einfluss auf den Saison-Ausgang im Überblick

Hannover 96 - 1. FC Nürnberg 1:2 (1:1) - Tore: 0:1 Shuranov (6.), 1:1 Ducksch (36.), 1:2 Shuranov (73.)

Würzburger Kickers - SC Paderborn 1:1 (0:1) - Tore: 0:1 Michel (11.), Nkaka (46., Eigentor)

1. FC Heidenheim - Karlsruher SC 1:2 (0:1) - Tore: 0:1 Bormuth (39.), 0:2 Gueye (56.), Schimmer (80.)