16. Mai 2021 / 17:30 Uhr

2. Liga kompakt: Bochum und Kiel verpassen vorzeitigen Aufstieg - HSV bleibt zweitklassig

2. Liga kompakt: Bochum und Kiel verpassen vorzeitigen Aufstieg - HSV bleibt zweitklassig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der VfL Bochum und Holstein Kiel haben den direkten Aufstieg verpasst - der HSV kann nicht mehr aufsteigen.
Der VfL Bochum und Holstein Kiel haben den direkten Aufstieg verpasst - der HSV kann nicht mehr aufsteigen. © IMAGO/Montage
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Es bleibt spannend bis zum Schluss in der zweiten Liga: Der VfL Bochum und Holstein Kiel haben den vorzeitigen Aufstieg verpasst, der große Sieger des Spieltags ist Greuther Fürth, das den Relegationsplatz sicher hat. Der Hamburger SV bleibt ein weiteres Jahr zweitklassig, der VfL Osnabrück übergibt den direkten Abstiegsplatz an Eintracht Braunschweig. 

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1. FC Nürnberg - VfL Bochum 1:1 (1:0)

Der VfL Bochum hat sich im Aufstiegskampf der 2. Liga einen Patzer geleistet und den vorzeitigen direkten Aufstieg in die Bundesliga verpasst. Nach einem nervösen Auftritt beim bereits vor dem Abstieg geretteten 1. FC Nürnberg kam der VfL nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Georg Margreitter (38.) erzielte das erste Tor der Partie gegen Bochumer, die sich lange nicht in Bestform befanden. Bochum legte erst gegen Ende einen Zahn zu. Robert Zulj (75.) ließ die Gäste mit seinem Treffer kurz vor Schluss nochmal hoffen - doch es sollte auch trotz fünfminütiger Nachspielzeit nicht zum Siegtreffer zum Aufstieg reichen. Bochum bleibt trotzdem Tabellenführer und hat vor dem letzten Spieltag drei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz drei, den Fürth belegt.

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Karlsruher SC - Holstein Kiel 3:2 (0:1)

Holstein Kiel muss die Aufstiegs-Party um mindestens eine Woche verschieben. Nach einer schwachen Vorstellung haben die "Störche" den direkten Aufstieg zwei Spieltage vor Saisonende verpasst und können immer noch von der SpVgg Greuther Fürth von Platz zwei abgefangen werden. Kiel verlor trotz Führung noch mit 1:3 (1:0) gegen den KSC. Janni Serra (41.) brachte die Gäste in Führung - doch Karlsruhe nutzte die Nervosität der Kieler, die vor dem erstmaligen Bundesliga-Aufstieg stehen: Malik Batmaz (52.) sowie Philipp Hofmann (60., 76.) schossen den KSC in Front. Der Anschlusstreffer von Alexander Mühling (83.) per Elfmeter kam zu spät. Der Ausgleichstreffer Benjamin Girth (90.+2) wurde wegen einer Abseitsstellung durch den Videobeweis annulliert. Kiel bleibt Zweiter mit einem Punkt Vorsprung vor Rang drei.

SC Paderborn - SpVgg Greuther Fürth 2:4 (2:2)

Fürth darf auf die Bundesliga hoffen. Die Spielvereinigung hat nach dem 3:2-Sieg in Paderborn zumindest den Relegationsplatz sicher, kann von diesem nicht mehr verdrängt werden. In der ersten Halbzeit fallen in Paderborn schon vier Treffer. Der SC geht durch ein Eigentor von Paul Jaeckel (22.) in Führung, doch nur wenig später schlägt Fürth zurück: Havard Nielsen trifft nur sechs Minuten später zum Ausgleich (28.). Vor der Halbzeit wird's dann wild: Erst trifft Branimir Hrgota nach einem schönen Spielzug zur Greuther Führung (42.), in der Nachspielzeit erzielt Chris Führich den Ausgleich (45.+3). In der zweiten Halbzeit legt Fürth einen Turbo-Start hin, trifft schon nach zwei Minuten. Paul Seguin hat einen Flachschuss aus 16 Metern ins Netz (47.). In der Nachspielzeit machte Dickson Abiama (90.+6) nach einem schweren Abwehrfehler dann endgültig den Deckel auf den Fürther Sieg.



VfL Osnabrück - Hamburger SV 3:2 (1:1)

Der HSV bleibt zweitklassig - im Norduell mit dem VfL Osnabrück verlor das Team von Trainer Horst Hrubesch mit 2:3 und hat damit keine Chance mehr auf den Aufstieg in die Bundesliga. Der VfL Osnabrück schöpft hingegen durch den Sieg und der gleichzeitigen Pleite von Eintracht Braunschweig Hoffnung im Abstiegskampf. Das Team von Trainer Markus Feldhoff steht jetzt auf dem Relegationsplatz. Christian Santos (34.) erzielte die Führung für den VfL, aber nur drei Minuten schlug der HSV zurück: Robin Meißner schweißte den Ball aus 20 Metern in die Maschen (37). Kurze Zeit später hatte Meißner Pech als sein Schuss an der Latte landete (41.). Nach der Pause kamen beide Team nur schwer in Gang, der VfL nutzte einen Konter zur Führung, den Maurice Multhaup (61.) vollendete. Kurz vor Schluss kam der HSV durch Tim Leipold, der eine Flanke ins Tor köpfte zum Ausgleich (82.) - der hielt aber nur zwei Minuten: Nach einem feinen Pass legte Marc Heider nach 3:2 für Osnabrück nach (84.).

Fortuna Düsseldorf - Erzgebirge Aue 3:0 (2:0)

Fortuna Düsseldorf untermauerte mit dem 2:0-Sieg gegen Aue den Status als beste Heimmannschaft der zweiten Liga, aber mit dem Aufstieg hat die Fortuna durch den Sieg von Fürth in Paderborn nichts mehr am Hut. Shinat Appelkamp stellte mit einem Flachschuss aus 16 Metern die Weichen auf Sieg (10.). Nur acht Minuten später legt Marcel Sobottka das 2:0 nach (18.). Bis zur Pause plätschert das Spiel dann so vor sich hin. In der zweiten Halbzeit hat die Fortuna dann noch Chancen, das Ergebnis zu erhöhen, aber allein Emmanuel Iyoha vergibt zwei Riesendinger. Kristoffer Peterson gelingt dann aber kurz vor Schluss doch noch das 3:0 (87.).

SV Darmstadt - 1. FC Heidenheim 5:1 (2:1)

Im bedeutungslosen Spiel zweier Teams, die in dieser Saison zwischenzeitlich Aufstiegschancen besaßen, hat sich der SV Darmstadt im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 5:1 (2:1) durchgesetzt. Nicolai Rapp (18.) und der zur kommenden Saison zum HSV wechselnde Top-Torjäger der Hessen, Serdar Dursun (40., 54., 59., 83.) mit einem Viererpack erzielten die Treffer für das Mittelfeld-Team aus Darmstadt. Der letztjährige Bundesliga-Relegationsteilnehmer Oliver Hüsing (12.) brachte die Gäste aus Heidenheim zunächst in Führung. Der FCH hatte seine Aufstiegschancen durch Niederlagen gegen Bochum und Nürnberg Ende April eingebüßt.

FC St. Pauli - Hannover 96 1:2 (0:1)

Auch für St. Pauli und Hannover 96 ging es nur noch um einen versöhnlichen Saisonabschluss. Im Gastspiel bei den Hamburgern haben die Niedersachsen um den scheidenden Trainer Kenan Kocak ihre Niederlagen-Serie beendet. Nach zuletzt drei Pleiten in Folge gelang 96 ein 2:1 (1:0)-Sieg bei St. Pauli. Marvin Ducksch (13.) brachte die Gäste nach einem Fehler von Pauli-Keeper Dennis Smarsch in Führung. Niklas Hult sorgte mit einer vermeintlich als Flanke geplanten Aktion für das 2:0 (59.). Doch St. Pauli steckte nicht auf, verkürzte durch Torjäger Guido Burgstaller auf 1:2 (70.). James Lawrence (80.) sah die Rote Karte

Eintracht Braunschweig - Würzburger Kickers 1:2 (0:2)

Großer Rückschlag für Eintracht Braunschweig im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Liga. Durch die 1:2 (0:2)-Niederlage gegen die bereits als fixen Absteiger feststehenden Würzburger Kickers und des Sieges von Abstiegs-Konkurrent SV Sandhausen sieht es düster aus für die Niedersachsen. Zwei frühe Treffer von Marvin Pieringer (2. und 19./Foulelfmeter) sorgten für den frühen Rückstand der Hausherren, die sich erst kurz vor Schluss durch einen Treffer von Yassin Ben Balla zurückkämpfen konnten. Trotz spielerischer Überlegenheit reichte es aber nicht zu mehr. Braunschweig ist nun sogar einen Spieltag vor Schluss von Rang 16 auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht. Der Abstand zu Platz 16 beträgt durch den überraschenden Sieg von Osnabrück gegen den Hamburger SV nun sogar zwei Punkte. Dong-Won Ji sah kurz vor Schluss nach einem überharten Einsteigen die Rote Karte.

SV Sandhausen - SSV Jahn Regensburg 2:0 (2:0)

Der SV Sandhausen hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Durch den 2:0 (2:0)-Sieg gegen den SSV Jahn Regensburg bleiben die Baden Tabellen-15. und haben durch die Niederlage von Konkurrent Eintracht Braunschweig nun drei Punkte Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz. Gegen den ebenfalls noch nicht geretteten SSV Jahn Regensburg erzielten Janik Bachmann (5.) und Kevin Behrens (42.) die Tore für die Gastgeber.