21. Dezember 2019 / 14:54 Uhr

2. Liga kompakt: St. Pauli stoppt Lauf von Spitzenreiter Bielefeld - HSV und Stuttgart mit Remis

2. Liga kompakt: St. Pauli stoppt Lauf von Spitzenreiter Bielefeld - HSV und Stuttgart mit Remis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
St. Pauli hat Tabellenführer Bielefeld einen deutlichen Dämpfer verpasst. Der HSV mit Torschütze Jatta kam über ein Unentschieden in Darmstadt nicht hinaus.
St. Pauli hat Tabellenführer Bielefeld einen deutlichen Dämpfer verpasst. Der HSV mit Torschütze Jatta kam über ein Unentschieden in Darmstadt nicht hinaus. © imago images/Nordphoto
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Arminia Bielefeld hat nach neun Zweitligaspielen ohne Niederlage in Folge beim FC St. Pauli verloren. Der Tabellenführer kassierte am Millerntor eine deutliche 0:3-Pleite. Der HSV (gegen Darmstadt) und Stuttgart (gegen Hannover) kamen am 18. Spieltag nicht über ein Unentschieden hinaus.

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SV Darmstadt 98 - Hamburger SV 2:2 (1:2)

Die Auswärtsflaute des Hamburger SV in der 2. Bundesliga dauert an. Am Samstag reichte es für die Hanseaten bei Darmstadt 98 nur zu einem 2:2 (2:1). Lukas Hinterseer (18.) und Bakery Jatta (45.) hatten den HSV zweimal in Führung gebracht, doch der gebürtige Hamburger Serdar Dursun (32., 58.) schaffte vor den 14 875 Zuschauern am Böllenfalltor jeweils den Ausgleichtreffer. Das vermeintliche Siegtor durch HSV-Verteidiger Rick van Drongelen (78.) wurde nach einem Videobeweis aberkannt.

„Es ist sehr ärgerlich, weil wir unbedingt mit einem Sieg in die Winterpause gehen wollten“, sagte Torschütze Hinterseer nach dem achten sieglosen Auswärtsspiel des HSV in Serie. Mit dem Remis verpasste es die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking, noch näher an Spitzenreiter Arminia Bielefeld heranzurücken, der beim FC St. Pauli verlor.

HSV in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel beim SV Darmstadt 98

Daniel Heuer Fernandes - NOTE 5: Der Torwart lässt den Ball vor dem Gegentreffer zum 2:2 nach vorne abklatschen und ermöglicht dadurch den Ausgleichstreffer – ein klarer Torwartfehler. Am Gegentor zum 0:1 ist ihm hingegen kein Vorwurf zu machen. Positiv war, dass er in der 43. Minute ein mögliches Eigentor von Timo Letschert verhindert. Zur Galerie
Daniel Heuer Fernandes - NOTE 5: Der Torwart lässt den Ball vor dem Gegentreffer zum 2:2 nach vorne abklatschen und ermöglicht dadurch den Ausgleichstreffer – ein klarer Torwartfehler. Am Gegentor zum 0:1 ist ihm hingegen kein Vorwurf zu machen. Positiv war, dass er in der 43. Minute ein mögliches Eigentor von Timo Letschert verhindert. ©

Hannover 96 - VfB Stuttgart 2:2 (1:0)

Der VfB Stuttgart beendet das Fußball-Jahr 2019 mit einer Krise. Durch ein 2:2 (0:1) bei Hannover 96 sicherte der große Aufstiegsfavorit zwar wenigstens seinen dritten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga ab. Trotzdem droht Trainer Tim Walter, noch an diesem Wochenende seinen Job zu verlieren. Sportdirektor Sven Mislintat vermied bereits vor dem lange Zeit schwachen und passiven Auftritt in der HDI-Arena ein Bekenntnis zu dem 44 Jahre alten Coach und kündigte in einem Sky-Interview eine intensive Analyse der Situation für diesen Sonntag an.

Vor 35 200 Zuschauern glich Nicolas Gonzalez nur zwölf Sekunden nach seiner Einwechselung und nach dem Beginn der zweiten Halbzeit Hannovers frühe Führung durch Marvin Ducksch (13. Minute) aus. Silas Wamangituka brachte den VfB in der 63. Minute sogar in Führung. Doch Edgar Prib gelang noch der verdiente Ausgleich für 96 (74.).

96 zeigte in diesem Duell der beiden Bundesliga-Absteiger seine bislang beste Saisonleistung, verpasste es aber bei zahlreichen Chancen, dieses Spiel schon in der ersten Halbzeit zu entscheiden. Trotz einer Steigerung in der zweiten Halbzeit und mehreren klaren Chancen in der Schlussphase hat der VfB nun seit Oktober nur drei von zehn Zweitliga-Partien gewonnen.

Die Roten in Noten: So waren die Profis von Hannover 96 gegen den VfB Stuttgart in Form

Rob-Robert Zieler: Bekommt in der ersten Hälfte nur mit dem Fuß was zu tun. Stuttgart gibt seinem Ex-Torwart freie erste 45 Minuten. Gegen Gonzales rettet er stark zur Ecke. Rettet den Punkt mit der Faust nach Schuss von Mangala. Note 2 Zur Galerie
Rob-Robert Zieler: Bekommt in der ersten Hälfte nur mit dem Fuß was zu tun. Stuttgart gibt seinem Ex-Torwart freie erste 45 Minuten. Gegen Gonzales rettet er stark zur Ecke. Rettet den Punkt mit der Faust nach Schuss von Mangala. Note 2 ©

FC St. Pauli - Arminia Bielefeld 3:0 (2:0)

Überraschung am Millerntor: Der Tabellen-16. FC St. Pauli hat dem Spitzenreiter Arminia Bielefeld ein Bein gestellt und das laut Tabelle ungleiche Duell am Samstag mit 3:0 für sich entschieden. Zum Matchwinner für die Hamburger avancierte Doppeltorschütze Henk Veerman. Der Niederländer brachte die Hausherren durch einen Kopfballtreffer nach einer Ecke (3.) und einem Volleytor (25.) früh mit 2:0 in Führung.

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In der zweiten Halbzeit erhöhte Viktor Gyökeres (54.) nach einem Konter sogar auf 3:0. Zwar hatte der Herbstmeister zu großen Teilen mehr vom Spiel, doch St. Pauli erwies sich in diesem Heimspiel als die effizientere Mannschaft.

Erzgebirge Aue - SpVgg Greuther Fürth 3:1 (1:0)

Erzgebirge Aue hat mit einem Sieg zum Auftakt der Rückrunde die Aufstiegshoffnungen genährt. Im letzten Spiel vor der Winterpause kam die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster im Erzgebirgsstadion am Samstag zu einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth. Routinier Jan Hochscheidt (12.), Dimitri Nazarov mit einem verwandelten Foulelfmeter (64.) sowie Florian Krüger in der 66. Minute erzielten vor 13 200 Zuschauern die Tore für die Gastgeber, die mit nunmehr 23 Zählern das heimstärkste Team der Liga sind. Der verwandelte Foulstrafstoß von Branimir Hrgota (80.) reichte für Fürth nicht aus, nach zwei Siegen in Folge weitere Zähler mit in die Winterpause zu nehmen.

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Während Aue mit 29 Zählern zumindest bis Sonntag den vierten Tabellenplatz einnimmt, bleibt die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bei 25 Punkten nach 18 Spieltagen. Dabei waren die Gäste aus Fürth in einer an Torchancen mauen Halbzeit das aktivere Team und hatten Pech mit einem Pfostentreffer. Aue dagegen zeigte sich effektiv und nutze die einzige Chance zur Führung durch Hochscheid. Ein Doppelschlag sorgte dann für die Vorentscheidung. Nach einem Foul an Krüger verwandelte Nazarov den fälligen Elfmeter souverän. Nur zwei Minuten später schloss Krüger selbst eine Kombination erfolgreich ab. Der von Hrgota verwandelte Elfmeter kam zu spät für eine Wende.