12. November 2022 / 15:09 Uhr

2. Liga kompakt: HSV überwintert auf Aufstiegsplatz – Heidenheim gewinnt Neun-Tore-Spektakel

2. Liga kompakt: HSV überwintert auf Aufstiegsplatz – Heidenheim gewinnt Neun-Tore-Spektakel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Hamburger SV bezwang den SV Sandhausen in einer torreichen Partie. Der 1. FC Heidenheim blieb dem HSV dank einer irren Schlussphase dicht auf den Fersen.
Der Hamburger SV bezwang den SV Sandhausen in einer torreichen Partie. Der 1. FC Heidenheim blieb dem HSV dank einer irren Schlussphase dicht auf den Fersen. © IMAGO/Eibner/Zink (Montage)
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Der Hamburger SV hatte bei einem spektakulären Schlagabtausch mit dem SV Sandhausen das besser Ende für sich und überwintert auf einem direkten Aufstiegsplatz. Der 1. FC Heidenheim gewann in einer irren Partie gegen Jahn Regensburg. Der Karlsruher SC und der FC St. Pauli trennten sich nach Pyro-Chaos mit einem Remis.

Hamburger SV – SV Sandhausen 4:2 (1:0)

Der Hamburger SV hat sich mit einem Sieg in die WM-Pause verabschiedet. Das Team von Trainer Tim Walter gewann am Samstagnachmittag im Volksparkstadion verdient mit 4:2 (1:0) gegen den SV Sandhausen und beendet das Zweitliga-Jahr damit auf Platz zwei. Von Beginn an übernahmen die Hanseaten die Initiative, drückten die Gäste tief in die eigene Hälfte und belohnten sich nach einer knappen halben Stunde mit dem Führungstreffer. Torjäger Robert Glatzel nahm einen Steckpass von Jean-Luc Dompé gekonnt mit, umkurvte Sandhausen-Keeper Nikolai Rehnen und schob den Ball ins Tor (27.).

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Nach der Pause kam Sandhausen durch Cebio Soukou zwar zunächst zum schmeichelhaften Ausgleich (49.), doch der HSV hatte prompt die passende Antwort parat und ging dank eines Tores von Ludovit Reis, der erst vor sechs Tagen seinen Vertrag in der Hansestadt verlängerte, schnell wieder in Führung (56.). Ein kapitaler Fehler von HSV-Verteidiger Miro Muheim, den Christian Kinsombi eiskalt ausnutzte, brachte die Gäste zwar nochmals zurück in die Partie (68.). Die "Rothosen" stemmten sich in der Schlussphase dann aber mit aller Macht gegen den drohenden Patzer – und belohnten sich durch ein Eigentor von Aleksandr Zhirov (74.) und den zweiten Treffer von Glatzel (80.) für den hohen Aufwand.

1. FC Heidenheim – Jahn Regensburg 5:4 (3:2)

Der 1. FC Heidenheim überwintert in der 2. Bundesliga auf einem starken dritten Tabellenplatz. Das Team von Trainer Frank Schmidt gewann am Samstag zuhause gegen Jahn Regensburg in einer irren und spektakulären Partie mit 5:4 (3:2) und darf somit weiter vom Aufstieg ins deutsche Oberhaus träumen. Die Tore für die Gastgeber erzielten Tim Kleindienst (21., 39.), Adrian Beck (36.) und Denis Thomalla (76.), für die Gäste aus Bayern waren Prince Owusu (13.), Charalambos Makridis (45.+1) und Nicklas Shipnoski (55.) erfolgreich – ehe es in der Nachspielzeit völlig verrückt wurde. Aygün Yildirim traf zunächst zum umjubelten 4:4-Ausgleich (90.+2) für Regensburg, doch dann schlug die große Stunde von Stefan Schimmer, der für seine Heidenheimer tief in der Nachspielzeit (90.+4) zum 5:4 traf.

Karlsruher SC – FC St. Pauli 4:4 (3:3)

Die Partie zwischen dem Karlsruher SC und St. Pauli begann mit gut 15-minütiger Verspätung. KSC-Fans zündeten vor dem Anpfiff derart viel Pyrotechnik, dass die Sicht enorm eingeschränkt und an Fußballspielen vorerst nicht zu denken war. Die 22 Spieler ließen sich von der Verzögerung aber nicht beeinflussen, im Gegenteil: Als die dichten Rauchschwaden das Wildparkstadion verlassen hatten, legten beide Teams los wie die Feuerwehr – und boten den Zuschauern ein wahres Torspektakel. In einer unterhaltsamen Partie trennten sich beide Mannschaften mit einem 4:4 (3:3). Die Tore für den KSC erzielten Fabian Schleusener (12., 31.), Marvin Wanitzek (20.) und Mikkel Kaufmann (50.), für die Gäste aus Hamburg waren Johannes Eggestein (24., 35.), Marc Smith (43.) und Lukas Daschner (61.) erfolgreich. Beide Mannschaften beenden das Jahr damit im unteren Mittelfeld, St. Pauli könnte am Sonntag sogar noch auf Relegationsplatz 16 abrutschen.

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