05. Dezember 2020 / 14:54 Uhr

2. Liga kompakt: HSV verliert nach Kittel-Rot auch gegen Hannover – Karlsruhe düpiert Osnabrück

2. Liga kompakt: HSV verliert nach Kittel-Rot auch gegen Hannover – Karlsruhe düpiert Osnabrück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hannover jubelte im Duell der ehemaligen Bundesligisten gegen den Hamburger SV.
Hannover jubelte im Duell der ehemaligen Bundesligisten gegen den Hamburger SV. © dpa
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Die Ergebniskrise des Hamburger SV geht unvermindert weiter. Der Zweitliga-Favorit verlor das Nordduell gegen Hannover 96 und rutschte auf den vierten Platz ab. Die Konkurrenz ließ indes ebenfalls Federn: Auch der VfL Osnabrück und Greuther Fürth konnten nicht gewinnen.

Hamburger SV - Hannover 96 0:1 (0:1)

Der Hamburger SV hat auch das fünfte Spiel in Folge nicht gewinnen können. Der Topfavorit der 2. Liga verlor sein Heimspiel gegen Hannover 96 mit 0:1 (0:1) und stürzte vorübergehend auf Platz vier ab. Das frühe 1:0 für Hannover war mit Glück verbunden: Nach einer Ecke verlängerte Bijol den Ball genau auf den Hamburger Narey, der am langen Pfosten aber zu verdutzt war. Der Abpraller fiel dann vor die Füße von 96-Stürmer Weydandt, der nur noch einschieben musste und HSV-Keeper Ulreich keine Chance ließ (13.).

Kurze Zeit später war der HSV plötzlich auch noch in Unterzahl. Offensivspieler Sonny Kittel, der nach einem Foul unmittelbar nach dem Rückstand verwarnt worden war, sah in der 25. Minute von Schiedsrichter Bastian Dankert die Gelb-Rote Karte. Beide Foulspiele hatte sich der Ex-Ingolstädter gegen Hannovers Rechtsverteidiger Sei Muroya erlaubt. Kurz vor der Pause hatten die Hamburger durch Terodde und Vagnoman die Doppelchance, Hannover-Torwart Esser hielt den Ball aber jeweils. Der spürbar verunsicherte HSV hatte auch nach der Pause weiter Probleme, wurde erst nach einer Stunde besser: Terodde flog nur knapp einer Flanke von Vagnoman vorbei (57.). Die Hamburger hatten trotz Unterzahl ein deutliches Chancen-Plus, vergaben diese jedoch - etwa durch den eingewechselten Aaron Hunt, der aus aussichtsreicher Position vorbei schoss (85.). Immer wieder im Fokus stand der starke 96-Torwart Esser.

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Greuther Fürth - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:0)

Der Patzer von Hamburg eröffnete Greuther Fürth die Chance, die zuletzt errungene Tabellenführung abzusichern. Doch auch die Franken leisteten sich einen Patzer, verloren mit 0:1 (0:1) gegen den 1. FC Heidenheim. Die Gäste von Trainer Frank Schmidt schoben sich ihrerseits vor und haben nur noch vier Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Nachdem sich die insgesamt zu harmlosen Gastgeber an den Heidenheimern abgearbeitet hatten, setzten diese durch Norman Theuerkauf ein Ausrufezeichen - das 1:0 (60.).

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VfL Osnabrück - Karlsruher SC 1:2 (1:0)

Der VfL Osnabrück hat den möglichen Sprung auf den zweiten Platz verpasst. Gegen den KSC verloren die Niedersachsen unglücklich mit 1:2 (1:0). Dem überlegenen VfL half ein Standard im ersten Durchgang zur Führung. Ein Freistoß von Sebastian Kerk überlistete die Hintermannschaft der Badener, Innenverteidiger Timo Beermann köpfte die Gastgeber zum 1:0 (28.). Das mögliche zweite VfL-Tor verhinderte KSC-Keeper Marius Gersbeck, der einen von Jerome Gondorf abgefälschten Schuss von Kerk noch klären konnte (33.). Osnabrück zog sich nach der Pause immer weiter zurück. Das rächte sich, als Dominik Kother mit der ersten Chance des KSC in der 77. Minute der Ausgleich gelang. Bitter für Osnabrück, dass die eigentlich schwachen Karlsruher durch Philipp Hofmann (88.) sogar noch den Siegtreffer schossen.

Eintracht Braunschweig - FC St. Pauli 2:1 (0:1)

Der FC St. Pauli schlittert durch die 1:2 (1:0)-Niederlage im Kellerduell gegen Eintracht Braunschweig immer tiefer in die Krise. Die Gastgeber hatten im Duell der Norddeutschen unterm Strich die bessere erste Hälfte, lagen allerdings schon nach 76 Sekunden hinten: Nach einem blitzartig vorgetragenen Angriff traf Maximilian Dittgen gegen Braunschweigs langsam reagierenden Torwart Jasmin Fejzic (2.). Die Führung verwalteten die Hamburger fortan gekontert, die Eintracht biss sich indes die Zähne aus. Bis zur 67. Minute: Nick Proschwitz setzte Marcel Bär in Szene, der Pauli-Keeper Robin Himmelmann keine Abwehrchance ließ - der verdiente Ausgleich. Und dabei blieb es nicht: Fabio Kaufmann gelang die Führung der Eintracht, die in der Schlussphase die bessere Mannschaft war (82.). St. Pauli bleibt als Vorletzter hinter den Erwartungen zurück.