19. Mai 2019 / 17:26 Uhr

2. Liga kompakt: Paderborn gelingt Bundesliga-Aufstieg - Union Berlin in der Relegation 

2. Liga kompakt: Paderborn gelingt Bundesliga-Aufstieg - Union Berlin in der Relegation 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Paderborner Philipp Klement (l.) und Sven Michel steigen trotz der Niederlage gegen Dynamo Dresden in die Bundesliga auf. Union Berlin (r.) muss dagegen in die Relegation gegen den VfB Stuttgart.
Die Paderborner Philipp Klement (l.) und Sven Michel steigen trotz der Niederlage gegen Dynamo Dresden in die Bundesliga auf. Union Berlin (r.) muss dagegen in die Relegation gegen den VfB Stuttgart. © (c) dpa-Zentralbild
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Der SC Paderborn schafft den Durchmarsch von der 3. Liga in die 1. Bundesliga. Der SCP verlor zwar gegen Dynamo Dresden, profitierte aber vom Patzer des Verfolgers Union Berlin, der in die Relegation gegen den VfB Stuttgart muss. Dem SV Sandhausen gelingt im Tabellenkeller der Klassenerhalt, während der FC Ingolstadt 04 in den Relegationsspielen der 2. und 3. Liga auf den Drittliga-Dritten Wehen-Wiesbaden trifft.

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Dynamo Dresden - SC Paderborn 3:1 (2:1)

Der bisherige Tabellenzweite Paderborn ging mit dem Vorteil eines Punktes und einer besseren Tordifferenz in das Fernduell mit Union Berlin. Das gab Selbstvertrauen, den siebten Durchmarsch eines Vereins aus der 3. in die 1. Bundesliga zu fixieren. So spielte die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart gleich gut auf und kam durch Mittelfeld-Goalgetter Philipp Klement (10.) frühzeitig zur Führung.

Diese Teams schafften den Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga

Der SC Paderborn ist die achte Mannschaft, die den Durchmarsch aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga perfekt gemacht hat. Diese Teams schafften es vor den Ost-Westfalen! Zur Galerie
Der SC Paderborn ist die achte Mannschaft, die den Durchmarsch aus der Drittklassigkeit in die Bundesliga perfekt gemacht hat. Diese Teams schafften es vor den Ost-Westfalen! ©
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Dann der Rückschlag im Form eines Eigentors von SCP-Keeper Leopold Zingerle. Der 25-Jährige kam nach einer überragenden Einzelaktion des Dresdners Atik nicht mehr an den Ball, der an den Innenpfosten prallte und von dort ausgerechnet an den Rücken Zingerles. Der Schlussmann konnte nichts dafür, doch die Kugel lag plötzlich im Kasten der Gäste - 1:1! Und damit nicht genug: Ein überragender Konter nach Paderborner Ballverlust hebelte die Abwehr aus und kam durch Atik (37.) sogar zur Führung der Gastgeber.

Paderborn bekleckerte sich auch im zweiten Durchgang nicht mit Ruhm, ging sogar mit 1:3 in Rückstand, weil die SCP-Abwehr Baris Atik einfach nicht in den Griff bekam. Der spielstarke 24-Jährige schoss in der 63. Minute - diesmal gegen den aus Verletzungsgründen eingewechselten Ersatzkeeper Ratajczak - sein zweites Tor. Paderborns Niederlage stand damit fest. Das machte jedoch nichts - weil auch Union patzte.

VfL Bochum - 1. FC Union Berlin 2:2 (1:0)

Bei strömendem Regen wollte Union den Aufstieg perfekt machen - doch zunächst ging nicht viel für die Berliner. Der heimstarke Gastgeber legte besser los, drückte auf die Führung, die sich in der 24. Minute einstellte. Nach einem Danilo-Zuspiel schoss Losilla mit links auf den Kasten der Unioner und überwand den chancenlosen Torwart Gikiewicz zum Bochumer 1:0.

Union hatte in Bochum auch in der zweiten Hälfte einfach nur Pech. Die Gäste kamen eigentlich mit Druck aus der Kabine, wollten den Ausgleich machen und so Paderborn unter Druck setzen. Nach einem krassen defensiven Aussetzer von Prömel wusste sich der Berliner Abwehrspieler jedoch nur mit einem Foul zu helfen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Bochums Ganvoula (49.) an Gikiewicz vorbei zum 2:0. Eine strittige Gelb-Rote Karte für den Bochumer Torschützen Ganvoula (72.) ließ nochmal so etwas wie Spannung aufkommen, aber schwache Berliner brachten selbst in Überzahl wenig zustande.

Erst der 24. Torschuss passte bei Union - und es war Grischa Prömel, der sich sieben Minuten vor dem Ende ein Herz fasste und mit einem satten Fernschuss zumindest den Anschlusstreffer erzielte. Damit brauchten die Haupstädter auf einmal nur noch zwei Tore, um den direkten Aufstieg perfekt zu machen. Ging da also noch etwas vor immerhin 6000 mitgereisten Fans? Die Antwort: JA! Der eingewechselte Joshua Mees (86.) überwand Riemann nur zwei Minuten nach dem Anschluss zum Ausgleich. Nur noch ein Tor fehlte den "Eisernen" jetzt. Doch das wollte trotz mehrfacher Möglichkeiten in einer hochspannenden Nachspielzeit einfach nicht fallen.

Hamburger SV - MSV Duisburg 3:0 (1:0)

Der Nicht-Aufstieg des HSV stand bereits nach der klaren Niederlage gegen Paderborn am vergangenen Wochenende fest - diesmal wollten sich die Hamburger versöhnlich vom eigenen Publikum verabschieden, das die junge Hamburger Mannschaft (22,27 Jahre im Schnitt) vor der Partie überraschend nicht auspfiff. Das Team des scheidenden Trainers Hannes Wolf dankte die Milde mit einer gefälligen Leistung und dem frühen 1:0 in der 15. Minute. Nach einem Eckball von Santos stand Leo Lacroix völlig frei und köpfte die hochverdiente HSV-Führung.

Mehr zur HSV-Krise

Anschließend ließ der HSV, der den Relegationsplatz um einen Punkt verpasste, es mit dem 1:0 im Rücken ruhiger angehen. Trotzdem blieb der Gastgeber gefährlicher und besser. Der zuletzt gute Wintzheimer (49.) stellte kurz nach Wiederanpfiff, wieder nach einem Eckball, auf 2:0.

Der HSV blieb im Volksparkstadion gegen schwächer werdende Duisburger am Drücker. Nach starker Vorarbeit von Gideon Jung erzielte Fiete Arp (64.) in seinem letzten Spiel für die Hamburger das dritte Tor - und brach anschließend in Tränen aus. Der Youngster, einst als "Uns Fiete" geadelt, dann aber abgestürzt, wechselt zur neuen Saison zum FC Bayern.

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Der Hamburger SV hat sein letztes Saisonspiel gegen den MSV Duisburg locker gewonnen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der Hamburger SV hat sein letztes Saisonspiel gegen den MSV Duisburg locker gewonnen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. ©

Jahn Regensburg - SV Sandhausen 2:2 (1:1)

Nach einem Regensburger Abwehrfehler gingen die Sandhäuser frühzeitig in Führung und kamen durch Kevin Behrens (5.) zur frühen Führung, die im Kampf um den Klassenerhalt wichtigen Rückenwind gab. Ein desaströser Abwehrfehler nahm den Gästen dieses Gefühl jedoch wieder weg - Al Ghaddioui (42.) nahm Zhirov den Ball ab und ballerte ihn volley in die Maschen.

Sandhausen setzte sich selbst unter Druck, verlor nicht nur die Führung sondern auch den Punkt, der bei einem Remis nach Sandhausen gewandert wäre: Wieder war es Al Ghaddioui (60.), der per Kopf für Regensburg traf und die Partie drehte. Doch Sandhausen schlug zurück - und kam wieder durch Behrens (86.) zum Ausgleich. Angesichts der Ingolstädter Niederlage im Parallelspiel war das jedoch nicht mehr entscheidend. Sandhausen bleibt zweitklassig.

1. FC Heidenheim - FC Ingolstadt 04 4:2 (2:0)

Nicht nur das 1:0 der Sandhäuser sorgte bei Ingolstadt, das auf einen Ausrutscher der Süddeutschen angewiesen war, für besorgte Mienen. In der elften Minute rutschte Trainer Tomas Oral und allen, die es mit dem FCI hielten, das Herz kurzzeitig in die Kniekehlen: Da landete der Ball im Ingolstädter Netz, nachdem Andrich für Heidenheim getroffen hatte. Doch der Schiedsrichter Sören Storks entschied auf Abseits.

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Ingolstadt konnte zunächst aufatmen, musste aber nach einer halben Stunde per Doppelschlag den Rückstand hinnehmen. Mainka (27.) erzielte nach einem abgewehrten Schuss per Hacke (!) elegant das 1:0. Nur fünf Minuten später folgte durch Andrich (32.) nach Zuspiel von Schnatterer das 2:0. Die Ingolstädter schöpften bei mittlerweile strömendem Regen wieder Hoffnung, als Sonny Kittel (59.) mit einem Fernschuss Heidenheims Keeper Müller überwand. Die Auswärtsfans drehten endgültig frei, als Marcel Gaus (76.) bei Fritz-Walter-Wetter in Heidenheim sogar den Ausgleich markierte - der FCI brauchte plötzlich nur noch ein Tor, um den Klassenerhalt zu fixieren.

Dieser Traum währte jedoch nur kurz: Vollkommen freistehend erzielte Arne Feick die erneute Heidenheimer Führung, die Robert Leipertz (88.) kurz vor dem Ende entscheidend ausbauen konnte. Ingolstadt muss in die Relegation.

Arminia Bielefeld - Holstein Kiel 1:0 (0:0)

Arminia Bielefeld hat einen erfolgreichen Saisonabschluss gefeiert. Beim 1:0 (0:0) über Holstein Kiel gelang dem Team von Trainer Uwe Neuhaus der dritte Sieg in Serie. Dank des Treffers von Jonathan Clauss (72. Minute) in der Schüco-Arena verbesserten sich die Ostwestfalen auf Tabellenplatz sieben und schlossen die Rückrunde als zweitbestes Team ab. Die punktgleichen Kieler, die zwischenzeitlich sogar um den Aufstieg mitgespielt hatten, müssen sich am Ende der Spielzeit mit Rang sechs begnügen.

Das sportlich bedeutungslose Spiel nahm erst von der 20. Minute an Fahrt auf. Dafür sorgten vor allem die Bielefelder, die in der 32. und 38. Minute gute Chancen zur Führung ausließen. Die Gäste erhöhten nach der Pause das Tempo. So traf Alexander Mühling in der 49. Minute die Latte. Doch der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Clauss sorgte mit einer sehenswerten Direktabnahme für den insgesamt verdienten Sieg der Bielefelder.

Bilder von der Zweitliga-Partie zwischen Arminia Bielefeld und Holstein Kiel

Bielefelds Fans halten ihre Schals nach oben. Zur Galerie
Bielefelds Fans halten ihre Schals nach oben. ©

Greuther Fürth - FC St. Pauli 2:1 (0:0)

Die SpVgg Greuther Fürth hat zum Saisonabschluss einen späten Sieg bejubelt. Richard Magyar sorgte am Sonntag in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den Erfolg gegen den FC St. Pauli. Beim Heimspiel brachte Fabian Reese (52. Minute) die Gastgeber in Führung, fast postwendend erzielte Dimitrios Diamantakos (54.) den Ausgleich. Die Gäste mussten die letzte halbe Stunde vor 13 890 Zuschauern nach der harten Gelb-Roten Karte für Brian Koglin in Unterzahl bestreiten (61.).

Die Hanseaten erwischten den besseren Start, doch einen Nutzen konnten sie daraus nicht schlagen. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatten die Gastgeber, die immer besser ins Spiel fanden. Nach Vorarbeit von Maximilian Wittek zog Julian Green ab, traf aber nur die Unterkante der Latte (39.). Nach dem Seitenwechsel nutzten beide Teams gleich die erste Chance. Ein Freistoß von Green wurde von Magyar vor das Pauli-Tor geköpft. Dort verwandelte die Schalke-Leihgabe Reese. Die Gäste antworteten schnell. Nach gutem Zuspiel von Finn Ole Becker glich Diamantakos aus. Pech hatten die Fürther bei weiteren Lattentreffer, jeweils durch den eingewechselten David Atanga. Nach einem Eckball von Green belohnte Magyar die Gastgeber.

1. FC Magdeburg - 1. FC Köln 1:1 (0:1)

Absteiger 1. FC Magdeburg hat sich zum Abschluss der Zweitliga-Saison gegen Meister und Aufsteiger 1. FC Köln ein 1:1 (0:1) erkämpft. Die Rheinländer gingen dank Torjäger Simon Terodde schon in der dritten Spielminute in Führung. Felix Lohkemper (53.) glich für die Gastgeber aus, ehe Schiedsrichter Sven Waschitzky zwei Minuten später die Begegnung wegen Ausschreitungen auf der Tribüne zwischen den Fanlagern sowie gezündeter Pyrotechnik unterbrechen musste.

Die erste Chance nutzte Terodde per Kopfball, nachdem er bei einer langen Flanke nicht eng genug gedeckt wurde. Gegen die Laufrichtung von FCM-Keeper Giorgi Loria erzielte er seinen 29. Saisontreffer. Noch vor der Spielunterbrechung sorgte Loohkemper für den verdienten Ausgleich. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld steckt Rico Preißinger auf Lohkemper durch, der seinen beiden Gegenspielern entwischt. Aus halblinker Position schob er den Ball durch die Beine von FC-Torhüter Thomas Kessler zum Ausgleich.

Die sechs Aufstiege des 1. FC Köln in die Bundesliga

<b>1999/2000:</b> Nachdem Bernd Schuster im ersten Jahr nach dem ersten Abstieg grandios scheitert, führt Ewald Lienen (Foto) den FC souverän zurück in die Bundesliga. Den Aufstieg sichert das Team am 30. Spieltag durch ein 5:3 in Hannover. Im Jahr darauf erlebt Köln als Zehnter eine sorgenlose Saison, steigt dann aber wieder ab. Zur Galerie
1999/2000: Nachdem Bernd Schuster im ersten Jahr nach dem ersten Abstieg grandios scheitert, führt Ewald Lienen (Foto) den FC souverän zurück in die Bundesliga. Den Aufstieg sichert das Team am 30. Spieltag durch ein 5:3 in Hannover. Im Jahr darauf erlebt Köln als Zehnter eine sorgenlose Saison, steigt dann aber wieder ab. ©

SV Darmstadt 98 - FC Erzgebirge Aue 1:0 (1:0)

Der SV Darmstadt 98 hat eine phasenweise turbulente Saison mit einem Sieg über Erzgebirge Aue versöhnlich abgeschlossen. Beim 1:0 am Böllenfalltor erzielte Tobias Kempe (15. Minute) den einzigen Treffer. Beide Teams hatten bereits mehrere Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt geschafft, so dass es am letzten Spieltag nur noch um eine Platzierung im unteren Mittelfeld der Tabelle ging.

Yannick Stark leitete das Tor mit einem großartigen Diagonalpass ein. Kempe nahm den Ball gekonnt an, zog nach innen und verwandelte sicher. Es war sein zehntes Saisontor. Aue hatte in der ersten Hälfte durch Pascal Testroet (23.) die Chance zum Ausgleich, die Daniel Heuer Fernandes im Nachfassen vereitelte. Auch im zweiten Durchgang drängten die Gäste auf den Ausgleich. Vor allem Testroet (50., 58. und 74.) ließ mehrere Gelegenheiten aus.

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