24. Oktober 2020 / 14:57 Uhr

2. Liga kompakt: Terodde rettet perfekte HSV-Bilanz – Düsseldorf kassiert Klatsche in Hannover

2. Liga kompakt: Terodde rettet perfekte HSV-Bilanz – Düsseldorf kassiert Klatsche in Hannover

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Simon Terodde hat dem HSV drei Punkte beschert, während Hannover ebenfalls gewonnen hat.
Simon Terodde hat dem HSV drei Punkte beschert, während Hannover ebenfalls gewonnen hat. © dpa/imago images/Eibner (Montage)
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Der Hamburger SV setzt seinen perfekten Saisonstart fort - gegen Tabellenschlusslicht Würzburg gelang der Mannschaft von Daniel Thioune in der 2. Bundesliga der fünfte Sieg im fünften Spiel. Auch Hannover 96 feierte gegen eine zunehmend kriselnde Fortuna Düsseldorf einen Heimsieg.

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Hamburger SV - Würzburger Kickers 3:1 (0:1)

Der Hamburger SV hat trotz eines Rückstands gegen Aufsteiger Würzburger Kickers seine perfekte Bilanz bewahrt und beim 2:1 (0:1) den fünften Sieg im fünften Spiel gefeiert. Die Franken waren vor dem Spiel von drei positiven Corona-Fällen aus der Bahn geworfen worden - zunächst war nicht klar, ob die Partie im Volksparkstadion wie geplant stattfinden könnte. Der HSV hatte durch Wintzheimer die erste Möglichkeit, der Stürmer köpfte aber drüber (19.). Zum Torerfolg kam jedoch der Aufsteiger, der vor dem Spiel Tabellenschlusslicht war: Nach einer Ecke stand Dominic Baumann am langen Pfosten frei, sein Torversuch landete auf dem Fuß von Lars Dietz, der nur noch einschieben musste und HSV-Keeper Sven Ulreich überwand (40.). Aaron Hunt vergab mit einem Fernschuss den möglichen Ausgleich (45.+2). Nach Wiederanpfiff war der HSV weiterhin dominant, Stephan Ambrosius (55.) köpfte jedoch vorbei und Khalid Narey (56.) traf nur die Latte. Goalgetter Simon Terodde gelang mit einem Drehschuss erst der Ausgleich (65.) und nach schwacher Abwehrleistung sogar das Siegtor (82.). Tim Leibold gelang mit einem Kontertor gegen weit aufgerückte Gäste das entscheidenden 3:1 (90.+2).

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Holstein Kiel - Greuther Fürth 1:3 (0:2)

Das bisher ungeschlagene Holstein Kiel erwischte einen schwachen Nachmittag und lag gegen ein abgezocktes Greuther Fürth nach einer Stunde hochverdient mit 0:3 hinten - letztlich gab es ein 1:3 (0:2). Paul Seguin (7.), Branimir Hrgota (29.) und Havard Nielsen (61.) erzielten die Tore für die Gäste aus Franken, ehe Alexander Mühling (65.) für zuvor harmlose Schleswig-Holsteiner immerhin den Anschlusstreffer markierte. Mit einer Aufholjagd sollte es aber nichts werden, Fabian Reese sah wegen gefährlichen Spiels eine umstrittene Rote Karte (72.), als er Timothy Tillmann bei einem Luft-Zweikampf mit dem Fuß am Kopf traf.

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Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf 3:0 (0:0)

Hannover 96 verbesserte sich mit dem hochverdienten 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf auf den dritten Platz. Vor der bemerkenswerten Kulisse von rund 8000 Fans in der HDI Arena waren die Niedersachsen gegen erneut schwache Düsseldorfer bereits im ersten Durchgang die bessere Mannschaft, kamen jedoch nicht zwingend zum Abschluss. Nach Wiederanpfiff half eine Gelb-Rote Karte für den gerade erst eingewechselten Fortunen Matthias Zimmermann (52.). Hannover nutzte nun die sich präsentierenden Räume aus: Nach starker Vorarbeit von Genki Haraguchi schoss Florent Muslija das 1:0 (57.). Nach einem Foul von Kevin Danso an Haraguchi zeigte Schiedsrichter Bastian Dankert auf den Punkt; den Strafstoß verwandelte Marvin Ducksch mit Unterstützung des Pfostens (63.). Für die Fortuna wurde es in der Schlussphase richtig bitter, ein schlimmer Patzer von Florian Kastenmeier, der sich den Ball nach einem Rückpass ins eigene Tor legte (85.), bescherte 96 einen letztlich ungefährdeten Erfolg.

SV Darmstadt 98 - FC St. Pauli 2:2 (1:0)

Der FC St. Pauli hat in einer engagierten Schlussphase bei Aufstiegsaspirant Darmstadt 98 noch ein 2:2 (0:1) erkämpft - dabei profitierte der Nordklub allerdings von einem umstrittenen Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Marco Fritz. Insgesamt hatten die Gäste aus Hamburg im ersten Durchgang mehr vom Spiel, mit dem Pausenpfiff gelang Serdar Dursun mit einem eingesprungenen Elfmeter, der an die Premier-League-Profis Bruno Fernandes und Jorginho erinnerte, allerdings die Führung für Darmstadt. Statt in der zweiten Hälfte auf den Ausgleich zu gehen, enttäuschte St. Pauli - Darmstadt war nun besser und hätte durch Dursun (56.) und Tim Skarke (60.) schon auf 2:0 stellen können. Erst in der 76. Minute gab es den Treffer - erneut durch Dursun, diesmal per Kopf (76.). St. Pauli blieb aber dran und kam durch Rico Benatelli zum Anschlusstor (80.). Nach einer diffusen Situation im Strafraum gab Fritz in der Nachspielzeit Elfmeter - eine Entscheidung, die der Videoschiedsrichter bestätigte. Rodrigo Zalazar (90.+7) verwandelte sicher zum Ausgleich.