29. November 2020 / 15:26 Uhr

2. Liga kompakt: Ulreich schenkt Heidenheim Sieg gegen HSV – Fürth Erster – Hannover implodiert

2. Liga kompakt: Ulreich schenkt Heidenheim Sieg gegen HSV – Fürth Erster – Hannover implodiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Heidenheim hat den Hamburger SV erneut düpiert. Simon Falette (kl. Foto) flog bei der klaren Niederlage von Hannover 96 gegen Kiel vom Platz.
Heidenheim hat den Hamburger SV erneut düpiert. Simon Falette (kl. Foto) flog bei der klaren Niederlage von Hannover 96 gegen Kiel vom Platz. © imago images/HMB-Media
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Ein turbulenter Sonntagnachmittag in der 2. Liga. Ein mitreißendes Franken-Derby, das ereignisreiche Nord-Duell zwischen Hannover und Kiel sowie das torreiche Angst-Duell der Fast-Aufsteiger Hamburg und Heidenheim lieferten am 1. Advent beste Unterhaltung.

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1.FC Heidenheim - Hamburger SV 3:2 (2:2)

Mit neuem Trainer kehrte der Hamburger SV an den Ort zurück, wo in der vergangenen Saison der Aufstiegstraum jäh zerplatzte. Daniel Thioune versprach, sich nicht von der bittereren HSV-Vergangenheit gegen den 1. FC Heidenheim beeinflussen zu lassen. Doch seine Mannschaft zeigte sich gegen den Angstgegner der Vorsaison abermals anfällig, verlor trotz klarer Führung mit 2:3 (2:2). Die Norddeutschen hatten zunächst konzentriert und mit deutlich größeren Spielanteilen begonnen und konnten diese Überlegenheit in Tore ummünzen. Das 1:0 durch Sonny Kittel fiel indes nach einem Konter (16.), das 2:0 durch Toni Leistner nach einer Ecke (24.) - beide Male leistete Manuel Wintzheimer die Vorarbeit. Heidenheim blieb allerdings dran, kam durch Christian Kühlwetter umgehend zum Anschluss (27.). Nachdem den Gastgebern zunächst ein Treffer wegen Abseits aberkannt wurde, gelang Kühlwetter (44.) kurz vor der Pause dann der schmeichelhafte Ausgleich. Ein schwerer Patzer von HSV-Keeper Sven Ulreich, der vor seinem Tor den Ball verlor, schenkte den Gastgebern in der Nachspielzeit den Sieg - Kühlwetter schob ein (90.) - und der HSV ist die Tabellenführung los.

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1.FC Nürnberg - Greuther Fürth 2:3 (1:2)

Das 267. Frankenderby unter der Leitung von FIFA-Schiedsrichter Felix Brych wurde vor allem in der Anfangsphase mitreißend - das das zuletzt starke Greuther Fürth gewann letztlich mit 3:2 (2:1) beim 1. FC Nürnberg. Bereits in der dritten Minute erzielte Havard Nielsen mit einem Lupfer über FCN-Keeper Christian Mathenia das 1:0 für die Fürther. Nürnberg kam durch Manuel Schäffler jedoch prompt zum Ausgleich (8.). Die Partie blieb kurzweilig und insgesamt ausgeglichen, auch wenn Fürth mehr vom Ball hatte. Das machte sich bezahlt, als Nielsen mit einem schönen Fernschuss die erneute Führung für das Kleeblatt erzielte (37.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff sorgte Branimir Hrgota mit seinem 3:1 für die Vorentscheidung (47.). Der eingewechselte Nikola Dovedan konnte für den FCN nur noch den Anschluss erzielen (78.). Der "Club" hatte die Großchance zum 3:3, Schleusener scheiterte aber an Fürth-Keeper Sascha Burchert (83.), der weit aus seinem Tor gekommen war.

Hannover 96 - Holstein Kiel 0:3 (0:0)

Zuletzt präsentierte sich Hannover 96 verunsichert. Im Nord-Duell gegen Holstein Kiel war davon zunächst wenig zu spüren - ehe die Niedersachsen innerhalb von nur vier Minuten vollständig kollabierten, drei Gegentore zuließen und letztlich mit 0:3 (0:0) verloren. Nach einer ersten Halbzeit, in der 96 keinesfalls die schlechtere Mannschaft war, begann das 96-Fiasko in der 56. Minute. Alexander Mühling verwandelte einen Handelfmeter zum 1:0 (56.), nur eine Minute später unterlief Dominik Kaiser nach einem Querpass von Kiels Fabian Reese ein Eigentor zum 0:2 (57.). Das Desaster komplett machte das 3:0 durch Janni Serra, der eine Flanke von Fin Bartels einköpfte (60.). Der Tag von Hannover-Coach Kenan Kocak wurde nicht besser: Sein Abwehrchef Simon Falette sah binnen weniger Sekunden Gelb-Rot - nachdem er für ein Foul verwarnt worden war, meckerte er immer weiter und kassierte von Schiedsrichter Markus Schmidt die Ampelkarte (71.).