29. Dezember 2020 / 08:51 Uhr

20 Jahre im Motorsport-Geschäft: Marvin Kirchhöfer im PS-Rausch auf den Rennstrecken dieser Welt

20 Jahre im Motorsport-Geschäft: Marvin Kirchhöfer im PS-Rausch auf den Rennstrecken dieser Welt

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
Zeugt von Erfolg: Marvin Kirchhöfer mit seinen Trophäen. 
Zeugt von Erfolg: Marvin Kirchhöfer mit seinen Trophäen.  © Privat
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Vom Kart-Champion bis in die Liga der Supersportwagen: Rennfahrer Marvin Kirchhöfer feiert sein 20-jähriges Motorsport-Jubiläum. Doch coronabedingt war es für den Adrenalin-Junkie leider eine ausgebremste Saison. Dafür engagierte sich der 26-Jährige erneut für einige Charity-Projekte.

Leipzig/Luzern. Mit der Tradition bleibt er geradewegs auf Kurs. Rennsport-Ass Marvin Kirchhöfer (26) lobt sich sein Leipzig und taucht regelmäßig in heimischen Gefilden auf. „MK“, der seinen Lebensmittelpunkt in Luzern gefunden hat, ließ diese Serie auch über Weihnachten nicht reißen. Gefeiert wurde im kleinen Familienkreis und dabei das spezielle Jahr noch einmal unter die Lupe genommen.

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„Es gab ja relativ wenig Möglichkeiten, um Punkte und Pokale zu fahren“, bedauert der Adrenalin-Junkie und zieht das Positive aus der eingebremsten Saison. „Ich konnte mich um Dinge kümmern, die sonst aufgrund des vollgepackten Rennsport-Kalenders immer zu kurz kamen. Zum Beispiel meine Freunde treffen, mit ihnen was unternehmen. Im Sommer waren wir viel in der Natur unterwegs“, berichtet Kirchhöfer.

DURCHKLICKEN: Bilder aus der Karriere von Marvin Kirchhöfer

Dezember 2012: Der 18-jährige Marvin Kirchhöfer (hier mit Manager Jens Werner) fährt nun Formel 3. Zur Galerie
Dezember 2012: Der 18-jährige Marvin Kirchhöfer (hier mit Manager Jens Werner) fährt nun Formel 3. ©

Zeit für diese und andere Sachen hatte der Sachse in diesen Jahr genug – und das ausgerechnet im 20. Jahr seiner Motorsport-Karriere. Eigentlich auf den Strecken dieser Welt im PS-Rausch, wurde er wie viele andere auch durch den lästigen C-Mitfahrer ausgebremst. Sein Hauptarbeitgeber R-Motorsport bestritt keine Rennen. Die Boliden, speziell der Aston Martin Vantage GT 3, blieben in der Garage.

Stattliche Trophäen-Sammlung

Alternativ wählte Kirchhöfer, der sich seit Jahren schon für das Myelin-Projekt und andere soziale Aufgaben engagiert, erneut die Charity-Spur. Im April düste er dafür auf dem Fahrrad durch Leipzig. Motor der Gute-Zweck-Geschichten war/ist Sven Rübner, Chef des Sportwagen Clubs e.V., der wiederum Marvin als zuverlässiger Partner unterstützt. Ein weiteres Projekt ging im Juli mit dem 1. Sportwagen-Club-Charity-Golfturnier in Markkleeberg über die Bühne. Es gab auch Vorhaben für den Jahresendspurt, doch die fielen wegen der erneuten Einschränkungen aus.

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Sprechen wir über Trophäen. Auf Dezember-Heimaturlaub hatte der Pokalheld auch Muse, die stattliche Sammlung im Autohaus seines Vaters und Sponsors Uwe Baade anzuschauen. Diese zeigt den Erfolgskurs vom Kart-Champion bis in die Liga der Supersportwagen. „Sehr viele“, umgeht Kirchhöfer die genaue Anzahl, weiß aber zum Prunkstück, dass er das 2017 bei den 24-Stunden von Spa gewonnen hat. Der jüngste Cup vom Langstreckenrennen auf dem französischen Circuit Paul Ricard steht „bei mir zuhause“.

Zukunft schwer zu planen

Das Energiebündel blickt auf 20 Jahre unter dem Motto: Tempo, Tempo, Tempo. Unzählige Ereignisse, noch mehr Erlebnisse. Ist darunter eine ganz besondere Erinnerung? „Ja, das Rennen 2016 in der Formel 2 in Monaco. Das war ein einzigartiges Wochenende“, schaut der silberne Marvin zurück. Damals habe er sich so darüber geärgert, dass es nicht mit dem Sieg geklappt hat. „Heute bekomme ich immer noch Gänsehaut, wenn ich an diese Zeit denke.“

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Zum großen Ganzen reflektiert der Schweizer mit sächsischen Wurzeln. „Es ist viel passiert und ich bin froh, dass ich diesen Weg vom Vater-Sohn-Hobby bis zum Job im großen Team gegangen bin. Die Zeit hat mich unheimlich geprägt, in der ich sehr auf mich angewiesen war, aber immer auch auf andere. Dafür bin ich sehr dankbar. “ Ehrgeiz, Durchhaltevermögen und Disziplin sieht Marvin Kirchhöfer als gewinnbringende Eigenschaften seines Motorsport-Kapitels.

Es geht immer weiter. Für 2021 gebe es schon viele Ideen. „Doch in dieser Zeit ist es sehr schwer zu planen und einzuschätzen, wie die Saison aussehen wird.“ Auf jeden Fall soll das 20-jährige Jubiläum mit zahlreichen Wegbegleitern nachgefeiert werden. Silvester wird das vergangene Jahr „eher ruhig abgehakt“. Auf das es bald wieder rasant auf bekanntem Kurs laufen kann.

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