19. Mai 2020 / 19:52 Uhr

21 Oberliga-Teams wären „Worst-Case-Szenario“

21 Oberliga-Teams wären „Worst-Case-Szenario“

Christoph Staffen
Lübecker Nachrichten
Klaus Schneider (hier mit Hans-Ludwig Meyer und Karsten Tolle) hofft, das „Worst-Case-Szenario“ verhindern zu können
Klaus Schneider (hier mit Hans-Ludwig Meyer und Karsten Tolle) hofft, das „Worst-Case-Szenario“ verhindern zu können © Agentur 54°
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Der Vorsitzende des Herrenspielausschusses des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Klaus Schneider, kann sich eine kürzere Winterpause und Spiele an Feiertagen vorstellen

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Aus wie vielen Mannschaften die künftige 3. Liga und die Regionalliga Nord in der kommenden Saison bestehen werden, steht noch nicht fest. In der Oberliga Schleswig-Holstein könnten es 21 Teams werden – für Klaus Schneider wäre es das „Worst-Case-Szenario“.

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Landes- und Verbandsligen mit 18 Mannschaften, Kreisligen mit 17 Teams

„Es wird schwierig und anstrengend, wenn der Spielbetrieb am 1.September wieder aufgenommen werden sollte“, sagt der Vorsitzende des Herrenspielausschusses des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. Zwar gab es zum 1. Juli 2017 eine Spielklassenstrukturreform, in der die Mannschaften in der Ober- sowie Landes- und Verbandsligen auf 16 reduziert worden waren, doch durch das coronabedingte Saisonaus und den Verzicht auf Absteiger wird es 2020/21 in den Landes- und Verbandsligen 18er-Staffeln geben. In den Kreisligen ist mit 17 Mannschaften zu rechnen.

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Oberliga Schleswig-Holstein bald mit 21 Teams? 1. FC Phönix mit Chance auf Regionalliga, Heider SV hofft auf Klassenerhalt

In der Oberliga waren es vor der Strukturreform 18 Teams, nun könnten es 21 werden. 19 sind es aktuell, zwei können noch folgen – für den Spielleiter der „schlimmste Fall“. Aus der LN-Region dabei sind Staffelsieger SV Todesfelde, SV Eichede, VfB Lübeck II, Oldenburger SV, Preußen Reinfeld, Eutin 08 sowie die Aufsteiger TSV Pansdorf und FC Dornbreite (Landesliga-Holstein). Dazu kommen TSB Flensburg, Weiche Flensburg II, Bordesholm, PSV Neumünster, Risum-Lindholm, Husum, Türkspor Kiel, Kropp, Eckernförde sowie die Aufsteiger Altenholz und Klausdorf (Landesliga Schleswig). Zwei Klubs hängen zudem in der Warteschleife: Oberliga-Vize 1. FC Phönix Lübeck hofft auf den Regionalliga-Aufstieg, wohingegen Heide auf einen Verbleib in der vierten Liga spekuliert.

Verkürzung der Winterpause und Spiele an Feiertagen - auch der Wetter-Gott muss mitspielen

„Wenn wir erst im September beginnen, würden im Gegensatz zum Vorjahr sechs Spieltage fehlen“, erläutert Schneider. Wochenspiele seien wegen den Entfernungen nur bedingt planbar, denkbar wäre eine Verkürzung der Winterpause und Ansetzungen an Feiertagen. „Und wir dürften weder einen langen Winter noch viel Regen bekommen“, erinnert Schneider an witterungsbedingte Ausfälle – die wären in einer Staffel mit 21 Teams kaum zu kompensieren.

Erst in drei Spielzeiten wieder 16 Mannschaften in der Oberliga?

Nach der Präsidiumssitzung am 4. Juni hofft Schneider, die Zahl der startenden Mannschaften zu kennen: „Klar ist, dass wir bald wieder zu Staffeln mit 16 Teams kommen möchten. Da gibt es einige Modelle, über die noch abgestimmt werden muss. Es kann bis zu drei Spielzeiten dauern, bis wir wieder bei den 16 Teams sind.“