14. März 2019 / 20:47 Uhr

22:27 - SC DHfK Leipzig mit respektabler Leistung in Kiel

22:27 - SC DHfK Leipzig mit respektabler Leistung in Kiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kein Durchkommen für Leipzigs Niclas Pieczkowski gegen den stabilen Innenblock um die Nationalspieler Hendrik Pekeler und Steffen Weinhold. 
Kein Durchkommen für Leipzigs Niclas Pieczkowski gegen den stabilen Innenblock um die Nationalspieler Hendrik Pekeler und Steffen Weinhold.  © Rainer Justen
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Die personell geschwächten Leipziger boten dem großen Favoriten aus dem hohen Norden vor allem in der ersten Halbzeit Paroli. Im weiteren Verlauf setzte sich dann die individuelle Klasse des THW durch. 

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Kiel. Auch ohne die vereinsintern gesperrten Franz Semper und Lukas Binder schlugen sich die DHfK-Handballer am Donnerstag beim klaren Favoriten THW Kiel sehr gut. Am Ende reichten die Kräfte jedoch nicht für eine Überraschung. Nach sehr starker erster Hälfte hielten die Leipziger das Bundesliga-Spiel auch in Durchgang zwei lange offen. Letztlich setzte sich aber der Favorit 27:22 (10:10) durch. Nicht zuletzt überzeugte der 20 Jahre junge Nachwuchs-Spieler Marc Esche, der sich auf der Linksaußen-Position als Binder-Ersatz beweisen musste. Der 20-Jährige zeigte keinen übertriebenen Respekt vor den Kielern und zeigte eine ordentliche Leistung.

In der Defensive störte Maximilian Janke die Kreisläufer des Zweitplatzierten immer wieder mit vollem Einsatz, dafür fehlte den Sachsen selbst vorne die Kreativität. Nach 15 Minuten stand es in der umkämpften Partie noch 4:4 – der Gastgeber tat sich gegen die DHfK-Männer wirklich schwer. Trotz Zweiminutenstrafe für Andreas Rojewski (16.) gingen die Leipziger jedoch in Führung. Erzielten gegen das anschließend leere Tor der Heimmannschaft noch ein weiteres Tor und standen in der 19. Minute überraschend 7:4 vorne.

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THW Kiel - SC DHfK Leipzig (27:22) Zur Galerie
THW Kiel - SC DHfK Leipzig (27:22) ©
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Doch der SC DHfK verteidigte etwas zu beherzt, riskierte viel: Janke und Alen Milosevic bekamen Zeitstrafen. Doppelte Unterzahl für Leipzig - die Kiel kaum hätte schlechter nutzen können. Statt Toren erzielten sie selbst ein Foul. Zwar konnten sie bis zur 24. Minute noch auf 7:7 ausgleichen, doch von der gewohnten Stärke der Kieler war nur wenig zu sehen. Coach André Haber nahm eine Auszeit, erklärte: „Wir müssen jetzt mal etwas Verantwortung von ,Roje‘ nehmen. Auch mal Rückraummitte oder -links versuchen.“ Mit 11:9 hätte Leipzig in die Halbzeit gehen können, Esche scheiterte am hellwachen THW-Torwart Andreas Wolff. Statt der Führung also ein 10:10 zur Halbzeit gegen den Favoriten, der sich schwer tat.

Nach der Pause war Kiel wieder da: in 60 Sekunden trafen die Hausherren bereits doppelt – beschreibend für den restlichen Verlauf der Partie. THW Kiel wirkte nach der Pause wie ausgewechselt. Die Sachsen kämpferisch, aber die Leistung der Hausherren einfach zu konstant. Trainer Haber sah das Problem. Auszeit in der 35. Minute: „Wir brauchen die Deckung die vollen 60 Minuten.“

Mit Aivis Jurdzs und Marciej Gebala wurde es nach dem 13:16-Zwischenstand wieder besser. Ein bisschen mehr Zugriff und deutlich mehr Energie: die Leipziger kamen wieder heran. Jüngling Esche traf einen beeindruckenden Heber aus absurd kleinem Winkel – 18:19 zur 45. Minute. Leipzig wieder auf einen heran und doch noch alles offen. Letztlich blieb Kiel aber zu konstant, baute die Führung ganz langsam wieder auf und stand fünf Minuten vor Schluss mit 25:20 vorne. Die DHfK-Männer, dann doch nicht mit „Deckung über die vollen 60 Minuten“, blieben tapfer – Kiel zog davon. Mit 27:22-Endstand unterlagen kämpferische Leipziger.

SC DHfK: Putera 1, Villadsen – Roscheck, Rojewski 3, Wiesmach 3, Milosevic 2, Pieczkowski 1, Jurdzs 3, Janke 1, Esche 4, Weber 3.

Zuschauer: 10 285.

Die Stimmen zum Spiel

THW Kiel-Trainer Alfred Gislason: „Wir haben am Anfang zu locker gespielt - wie gestern im Training, da bin ich deshalb schon ausgerastet. In der zweiten Hälfte waren wir dann endlich besser. Miha Zarabec hat das heute sehr gut gemacht. Er hat Bewegung ins Spiel gebracht.“

DHfK-Torwart Milos Putera: „Vor dem Spiel hatten wir uns vorgenomme, so lange wie möglich mitzuhalten. Das haben wir die erste Hälfte sehr gut gemacht. In  Hälfte zwei hat Kiel sofort saustark angefangen – sie sind halt eine Weltklasse Mannschaft.“

DHfK-Trainer André Haber: „Wir wollten clever spielen im Angriff. Das ist uns über die langen Angriffe gelungen. Spielstart der zweiten Halbzeit war aber zu schwach. Wir sind zwar wieder auf ein Tor ran, aber gegen die starke Kieler Abwehr konnten wir es letztlich nicht lösen. Rojewski und Esche haben heute ihr Bestes für die Mannschaft gegeben. Fakt ist, das wir als Mannschaft aufgetreten sind, aber es wäre auch noch ein engeres Ergebnis möglich gewesen.“

Tilman Kortenhaus

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