22. September 2019 / 17:42 Uhr

22:30-Niederlage in Flensburg: SC DHfK Leipzig beim Meister chancenlos

22:30-Niederlage in Flensburg: SC DHfK Leipzig beim Meister chancenlos

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
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Leipzigs Luca Witzke fand gegen die dicht gestaffelte, vielbeinige Abwehr der SG Flensburg-Handewitt kein Durchkommen. © Rainer Justen
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Das Team von Trainer André Haber startete zwar gut in die Partie, fand aber gegen die individuelle Klasse der Hausherren im weiteren Spielverlauf kein Mittel und unterlag auch in dieser Höhe verdient. 

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Flensburg/Leipzig. Trotz starken Beginns waren die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig am Sonntag beim deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt weit von einer Überraschung entfernt. Das Team von Trainer André Haber unterlag dem hohen Favoriten deutlich 22:30 (9:13). Zwar war Franz Semper trotz seiner Fingerverletzung der vergangenen Tage dabei, doch der 22 Jahre alte Nationalspieler setzte wenige Akzente.

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SG Flensburg-Handewitt - SC DHfK Leipzig (30:22) Zur Galerie
SG Flensburg-Handewitt - SC DHfK Leipzig (30:22) ©
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Die Leipziger erwischten eine ihrer besten Startphasen in dieser Saison und führten in den ersten zwölf Minuten mehrfach verdient mit zwei Toren Differenz. Auch von einer unverständlich frühen Zeitstrafe gegen Bastian Roscheck nach einem Allerweltsfoul nach nur 35 Sekunden ließen sich die Spieler von André Haber nicht beeindrucken. Lukas Binder vollstreckte am Anfang absolut cool – der Linksaußen erzielte vier der ersten sechs Gästetreffer. Unter anderem verwertete er einen von Jens Vortmann grandios eingeleiteten Konter. Der Kapitän im DHfK-Tor war in Durchgang eins der zweite große Leistungsträger bei den Grün-Weißen.

Leipziger Rückraum bleibt blass

Obwohl die Gäste keinen erkennbaren Einbruch erlitten, pirschte sich der Favorit Schritt für Schritt heran und zog vorbei. Schon beim 6:5 für Flensburg spürte André Haber, dass er besser per Auszeit eingreifen sollte. Obwohl sein Team die SG-Konter bis dahin gut verhindert hatte, forderte der Coach: „Wir müssen schneller zurücklaufen und weniger Fehler machen.“

Letztere Ansage bezog sich weniger auf technische Fehler als auf die fehlende Konsequenz beim Torwurf. Diese ließ vor allem der Leipziger Rückraum vermissen, denn der Klasse-Wurf von Marko Mamic zum 1:1 blieb der einzige DHfK-Rückraumtreffer in der ersten Halbzeit. Dass Philipp Weber und der gegen seinen künftigen Arbeitgeber gehemmt wirkende Franz Semper in den ersten 30 Minuten ohne Torerfolg blieben, spielte dem deutschen Meister gewaltig in die Karten.

Keeper Buric entnervt Leipziger Schützen

Zudem steigerte sich SG-Torhüter Benjamin Buric von Minute zu Minute. Er avancierte nun zum Mann des Tages. All diese Details bewirkten, dass die Flensburger den 4:6-Rückstand nach sieben Minuten mit einem klasse Zwischenspurt innerhalb von 13 Minuten in eine vorentscheidende 10:6-Führung verwandelten. DHfK-Abwehrchef Basti Roscheck ging mit der Hypothek zweier Zeitstrafen in die Pause. Und da die Norddeutschen unmittelbar nach dem Wechsel nachlegten und auf 15:9 sowie später auf 22:14 erhöhten, war die Partie gelaufen.

Der SC DHfK konnte nun die zweite Auswärtsniederlage in Folge nicht mehr verhindern. Daheim sind die Sachsen noch ungeschlagen – das soll auch am Donnerstag (19 Uhr, Arena) im Match gegen den Bergischen HC so bleiben. Dann kehrt vielleicht Rechtsaußen Lucas Krzikalla ins Team zurück, der wegen eines Schleudertraumas nach einem Auffahrunfall gestern aussetzen musste.

SC DHfK: Vortmann, Birlehm; Semper 2, Wiesmach 1, Witzke, Binder 4, Janke, Müller, Roscheck, Weber 2/1, Mamic 1, Gebala 4, Esche 5, Kristjansson 3/1

Siebenmeter: 3:3:3/2

Strafminuten: 8:6

Zuschauer: 5822

Die Stimmen zum Spiel

André Haber: "Unser Beginn war wie erhofft. Doch dann hatten wir riesige Probleme mit der Flensburger Deckung, da haben wir schlechte Lösungen gefunden. Mit nur neun Toren in der ersten Hälfte wird es immer schwer in Flensburg. Da wir auch später klare Chancen vergeben haben, kommt so ein Ergebnis zustande."

Franz Semper: "Wir haben zunächst gut ins Tempospiel gefunden, doch dann haben wir uns an der Flensburger Abwehr die Zähne ausgebissen und sind am Torhüter gescheitert. Es nervt uns, wenn wir drei klare Chancen in Folge nicht nutzen. Ich selbst konnte diese Woche nur zwei Trainingseinheiten bestreiten, doch das war nicht ausschlaggebend. Dass ich nächsten Sommer nach Flensburg wechsele, wollte ich heute ausblenden. Aber das ist schwer."

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