12. Januar 2020 / 20:23 Uhr

Ein Hauch von Starlight Express: So lief der Potsdamer Stadtsportball (mit Galerie)

Ein Hauch von Starlight Express: So lief der Potsdamer Stadtsportball (mit Galerie)

Peter Stein und Stephan Henke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Rollkunstläuferinnen des ESV Lok Potsdam kamen im Western-Outfit.
Die Rollkunstläuferinnen des ESV Lok Potsdam kamen im Western-Outfit. © Friedrich Bungert
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Der Potsdamer Stadtsportbund ehrt Ehrenamtliche und Nachwuchssportler. Auch die Olympischen Spiele 2020 hatten die Gäste schon im Blick.

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Die Moderatorinnen hatten sich einen rollenden Vorteil angeschnallt. Mit Rollschuhen statt hochhackigen Schuhen an den Füßen rollten die ehemalige Volleyballerin Lisa Rühl und Ex-Leichtathletin Kathleen Friedrich beim 22. Potsdamer Stadtsportball am Samstagabend als erste zum Buffet, ein Hauch von Starlight Express lag in der Luft. Inspiriert zu ihrem Auftritt wurden die beiden ehemaligen Sportlerinnen von den Rollkunstläuferinnen des ESV Lok Potsdam, die in ihrer Show-Einlage im Western-Outfit auf die Bühne der Potsdamer MBS-Arena gerollt kamen.

60 Sportarten in 168 Vereinen

Die Unterhaltungsteile waren die Highlights des Abends, an welchem traditionell stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen der Stadt drei ausgezeichnet wurden. In diesem Jahr erhielten Steffen Müller (Bildungsreferent bei der Brandenburgischen Sportjugend), Willi Well (Nachwuchstrainer der SG Bornim) und Marie Schumacher (Trainerin beim TSC Potsblitz) die Auszeichnung. „Wir müssen zeigen, dass diese Arbeit wertvoll ist“, hatte Ute Goldberg, Vorsitzende des Stadtsportbundes, die Arbeit der Ehrenamtlichen gewürdigt. In über 60 Sportarten und in 168 Vereinen wird von 32 982 Mitgliedern in der Stadt aktiv Sport getrieben. Die Stadtsportbundchefin verband ihre Worte auch mit einer persönlichen Liebeserklärung an die Stadt, in die sie  1977 an die Sportschule kam.

In Bildern: Das war der 22. Stadtsportball in Potsdam.

Lisa Rühl (l.) und Kathleen Friedrich führten als Moderatorinnen durch den Abend. Zur Galerie
Lisa Rühl (l.) und Kathleen Friedrich führten als Moderatorinnen durch den Abend. © Friedrich Bungert

Auch auf die angespannte Sportstättensituation ging Ute Goldberg ein: „Lassen Sie uns optimistisch sein, Potsdam wird das hinbekommen“, appellierte sie an die rund 500 Gäste in der MBS-Arena, zu denen viele Vereinsvertreter, aber auch Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Politik zählten.

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Bürgermeister Mike Schubert (SPD) wünschte den Sportlern für die anstehende Olympia-Saison viel Erfolg und sagte: „Ich habe die große Hoffnung, dass der Stadtsportball im nächsten Jahr nicht hier drinnen, sondern draußen eröffnet wird“, womit der 46-Jährige auf den Walk of Fame im Potsdamer Luftschiffhafen anspielte, auf dem dann die Stele für die Medaillengewinner der Olympischen Spiele 2020 in Tokio enthüllt werden soll. „Diese Namen sind Futter für die Träume der Kinder und ein Ansporn für die Talente von heute“, machte Schubert klar. Zum Glück konnten Lisa Rühl und Kathleen Friedrich auf den Rollschuhen eine Bruchlandung vermeiden und meisterten so auch ihre Moderatorinnen-Premiere ohne Blackout. Zwar fand nicht jeder verbale Ballwechsel einen Abnehmer, aber einen Applaus hatten sie sich allemal verdient.