10. Oktober 2021 / 11:39 Uhr

23:35! Kurz vor der Pause bricht Handball-Drittligist VfL Wolfsburg ein

23:35! Kurz vor der Pause bricht Handball-Drittligist VfL Wolfsburg ein

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auswärtsniederlage: Anna Fanslau (am Ball) und der VfL Wolfsburg unterlagen bei LIT TRIBE erneut deutlich. 
Auswärtsniederlage: Anna Fanslau (am Ball) und der VfL Wolfsburg unterlagen bei LIT TRIBE erneut deutlich.  © Roland Hermstein
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Es wurde wieder deutlich. Handball-Drittligist VfL Wolfsburg unterlag bei LIT TRIBE mit 23:25. Dabei hielt der krasse Außenseiter die Partie bis kurz vor der Pause noch offen.

Fünf Partien, viermal gegen Teams aus den Top Vier – der Spielplan meinte es zum Auftakt wahrlich nicht gut mit den Handballerinnen des VfL Wolfsburg. Bei LIT TRIBE 1912 gab’s für den Neuling und krassen Außenseiter nun mit 23:35 (11:20) die fünfte deutliche Niederlage. VfL-Coach Marco Pagel: „Diese Spiele haben uns gezeigt, dass man über 60 Minuten Vollgas geben muss, sonst hast du immer eine Phase, in der die anderen wegziehen.“

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Diese Phase kam in Minden rund fünf Minuten vor der Pause, bis zum Halbzeitpfiff wuchs der Rückstand von 10:13 auf 11:20 an, der VfL kassierte hier aber auch drei Zeitstrafen. Trotzdem: „Bis dahin haben wir mitgehalten, die Partie war da noch sehr ausgeglichen“, so Pagel. Doch dann war es so, „als ob ein Schalter umgelegt wurde, da ging gar nichts mehr“.

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Zur Pause mit neun Treffern hinten. Immerhin, am Ende standen „nur“ zwölf Tore Differenz – wie schon in drei der fünf VfL-Spiele zuvor (weniger waren es noch nicht). „Die zweite Hälfte war dann relativ ausgeglichen, aber ich weiß nicht, ob der der Gegner das Spiel nur verwaltet hat“, so der Coach.

Dass stürmische Zeiten auf sein Team in der neuen Liga zukommt, war allen bewusst, Pagel richtet den Fokus auf den guten Start seines Teams in Minden. „Darauf müssen wir aufbauen, mit der Einstellung 60 Minuten konzentriert und zusammen zu spielen, in die nächsten Spiele gehen und uns auch noch auf der persönlichen Ebene weiterentwickeln.“ Am besten schon Samstag gegen Germania Fritzlar. Dabei muss der VfL erst einmal länger auf Nele Hänsel (Knieprobleme) verzichten. Die angeschlagene Edyta Kuczynska war zwar am Samstag mit dabei, kam aber nicht zum Einsatz.

VfL: Ruppelt, Tornow – Neumann (1), Kohn (3/2), Kusian (7/1), Wöhner (2), Holzkamp, Heyne (1), Fanslau, Kuczynska, Witzke (5), Liebing, Tauker (1), Klauenberg (1), Kosub (2).